Xzibit

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Xzibit 2005 in Berlin
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Xzibit (1998)
Xzibit (Mitte) mit zwei Mitarbeitern der United States Coast Guard

Xzibit [ɛɡˈzɪbɪt] (* 18. September 1974 in Detroit; bürgerlich Alvin Nathaniel Joiner) ist ein US-amerikanischer Rapper, Schauspieler und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xzibit wurde in einem der armen Stadtteile von Detroit geboren. Dort starb seine Mutter, als er neun Jahre alt war. Auf seinem Album Man vs Machine widmete er ihr ein eigenes Lied. Sein Vater heiratete daraufhin erneut, begann jedoch, ihn zu schlagen. Als Folge dessen wurde dem Vater die Vormundschaft entzogen und Xzibit wurde in ein Heim eingewiesen. Diese Erfahrungen verarbeitete er später unter anderem auf den Alben At the Speed of Life (in dem er seinen Vater angriff) und 40 Dayz & 40 Nightz (in dem er sich mit seinem Vater versöhnt hatte, der auch auf dem Album zu hören ist). Mit 14 Jahren verließ er auf eigenen Wunsch das Heim, um zu seiner Schwester nach Los Angeles zu ziehen. Das Geld für die Fahrt verdiente er sich mit dem Handel von Drogen.

Xzibit ist Vater von drei Kindern. Sein zweiter Sohn Xavier Kingston Joiner starb am 26. Mai 2008 im Alter von elf Tagen aufgrund einer zu schwachen Funktion seiner Lunge.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xzibit begann seine Karriere als ein Mitglied der Likwit Crew, unter anderem an der Seite von den Alkaholiks und King Tee. Auf dem Album IV Life von King Tee hatte er seinen ersten offiziell veröffentlichten Auftritt auf dem Lied Freestyle Ghetto. Danach ging er mit ihnen 1995 auf Tour und im nächsten Jahr wurde sein Debütalbum At The Speed Of Life über Loud Records veröffentlicht. Das Album, vor allem von der Single Paparazzi angetrieben, die besonders in Deutschland großen Erfolg hatte, gilt vielen als Underground-Klassiker. Als er zwei Jahre später den Nachfolger 40 Dayz & 40 Nightz veröffentlichte, wurde er als eines der vielversprechendsten Talente des Westküsten-Raps gehandelt. Dadurch wurde Dr. Dre auf ihn aufmerksam, der ihn zunächst auf einem von ihm produzierten Lied auf Snoop Doggs Album No Limit Top Dogg (Bitch Please) platzierte. Durch die positive Resonanz ermutigt, featurte er ihn zunächst auf seinem eigenen Album 2001 und nahm ihn mit auf die Up in Smoke Tour, neben Künstlern wie Snoop Dogg, Eminem & Ice Cube, bevor er sich dazu entschloss, Xzibits drittes Album, Restless, zu produzieren. Das Album wurde, unterstützt durch die Single X, ein großer Erfolg und verkaufte sich in den USA fast zwei Millionen mal. Dr. Dre kümmerte sich nach diesem Durchbruch auch um das vierte Album Xzibits, Man vs Machine. Die Verkaufszahlen sanken jedoch, so dass er nicht mehr im nächsten Projekt, Weapons of Mass Destruction, involviert war. Dennoch startete er nach diesem Album seine Schauspielkarriere und moderierte auch die MTV-Serie Pimp My Ride. Trotz seiner dadurch gestiegenen Popularität verkaufte sich Weapons of Mass Destruction erneut schlechter, was er auf mangelnde Unterstützung seitens seines Labels zurückführte, so dass er sich von diesem trennte und sein bisher letztes Album Full Circle über Koch Records zum ersten Mal independent veröffentlichte. Doch auch die nun eigenständige Promotion des Albums konnte die kommerzielle Abwärtsspirale nicht stoppen und er verkaufte nunmehr nur noch in etwa so viel wie bei seinen ersten beiden Alben.

Da er bereits vor der Veröffentlichung von Restless ein eigenes Label namens Open Bar Entertainment gegründet hatte, wollte er endlich das Album seiner mehr oder weniger bereits seit 1996 bestehenden Gruppe Golden State Project, bestehend aus ihm, Ras Kass und Saafir, veröffentlichen. Es erschien jedoch nie, da das Label von Ras Kass, Priority Records, diesem eine Veröffentlichung verbot.

Er gründete daher vor Weapons of Mass Destruction eine zweite Gruppe, Strong Arm Steady, deren Mitglieder er, Mitchy Slick, Phil the Agony und Krondon waren. Mit ihr veröffentlichte er unzählige Mixtapes sowie eine Zusammenstellung der besten Lieder dieser. Jedoch trennte er sich 2006 von der Gruppe aufgrund von Differenzen bei der Wahl des Labels.

2012 veröffentlichte Xzibit eine neue Single, welche er zusammen mit Travis Barker aufnahm, unter dem Titel Napalm. Das gleichnamige siebte Solo-Album erschien am 5. Oktober 2012 und enthält zudem die zweite Single Up Out the Way.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1996 At the Speed of Life 74
(6 Wo.)
35
(10 Wo.)
74
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1996
1998 40 Dayz & 40 Nightz 58
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. August 1998
2000 Restless 21
(15 Wo.)
52
(7 Wo.)
40
(10 Wo.)
27 Gold
(14 Wo.)
12 Platin
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2000
Verkäufe US: 1.000.000+
2002 Man vs Machine 20
(5 Wo.)
33
(6 Wo.)
43
(4 Wo.)
3 Gold
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2002
Verkäufe US: 500.000+
2004 Weapons of Mass Destruction 27
(11 Wo.)
69
(3 Wo.)
27
(9 Wo.)
85
(4 Wo.)
43 Gold
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Dezember 2004
Verkäufe US: 500.000+
2006 Full Circle 74
(1 Wo.)
50
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Oktober 2006
2012 Napalm 150
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2012

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Urban Ammo 2

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Digital Dynasty 12 (mit Tha Advocate)
  • 2013: Serial Killers Vol. 1 (mit B-Real und Demrick als Serial Killers)
  • 2015: The Murder Show (mit B-Real und Demrick als Serial Killers)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1996 Paparazzi
At the Speed of Life
11 Gold
(20 Wo.)
20
(10 Wo.)
6
(12 Wo.)
83
(6 Wo.)
1998 What U See Is What You Get
40 Dayz & 40 Nightz
50
(14 Wo.)
2001 X
Restless
4
(16 Wo.)
19
(17 Wo.)
5
(18 Wo.)
14
(8 Wo.)
76
(10 Wo.)
Front 2 Back
Restless
95
(1 Wo.)
66
(3 Wo.)
2002 Multiply
Man vs Machine
33
(9 Wo.)
66
(3 Wo.)
33
(10 Wo.)
39
(2 Wo.)
feat. Nate Dogg
2004 Make Y’All Bounce
Classic Material
24
(14 Wo.)
Raptile feat. Xzibit
Hey Now (Mean Muggin')
Weapons of Mass Destruction
33
(14 Wo.)
42
(11 Wo.)
9
(7 Wo.)
93
(4 Wo.)
feat. Keri Hilson
2006 Concentrate
Full Circle
68
(7 Wo.)

weitere Singles

  • 1996: The Foundation
  • 1996: Eyes May Shine
  • 1998: Los Angeles Times
  • 1998: 3 Card Molly
  • 1999: Pussy Pop (feat. Jayo Felony und Method Man)
  • 2000: Year 2000
  • 2001: Get Your Walk On
  • 2002: Choke Me, Spank Me (Pull My Hair)
  • 2002: Symphony in X Major (feat. Dr. Dre)
  • 2004: Muthafucka
  • 2006: Family Values
  • 2006: Thank You
  • 2009: Hurt Locker
  • 2010: Phenom (feat. Kurupt und 40 Glocc)
  • 2010: Highest Form of Understanding (H.F.O.U.) (feat. Trick-Trick)
  • 2012: Napalm
  • 2012: Up Out the Way (feat. E-40)

Singles als Gastmusiker

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Paparazzi
  • 1996: The Foundation
  • 1998: What U See Is What U Get
  • 1999: Up from da Underground (feat. KRS-One)
  • 1999: Bitch Please (mit Snoop Dogg feat. Nate Dogg)
  • 1999: The Game Don’t Wait (Remix) (mit Warren G feat. Snoop Dogg und Nate Dogg)
  • 2000: Year 2000
  • 2000: X
  • 2000: Get Your Walk On
  • 2001: Front 2 Back
  • 2002: Multiply
  • 2002: Symphony in X Major
  • 2004: Ride & Smoke
  • 2004: Hey Now (Mean Muggin)
  • 2005: Criminal Set
  • 2006: Concentrate
  • 2006: Roll on ’Em (mit DJ Crazy Toones feat. WC, Young Maylay und MC Ren)
  • 2008: Thank You
  • 2009: Figure It Out (mit Young De feat. Mykestro)
  • 2010: Phenom
  • 2010: Goin’ Back (mit Statik Selektah und Termanology feat. Cassidy)
  • 2010: Hurt Locker
  • 2011: What It Is
  • 2011: Man on the Moon
  • 2011: Off the Handle (mit Adil Omar)
  • 2014: And We Run (mit Within Temptation)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 1997: für die Single „Paparazzi“
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2002: für das Album „Man vs Machine“
    • 2005: für das Album „Weapons of Mass Destruction“
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 2013: für das Album „Restless“

Platin-Schallplatte

Land Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Quellen
DeutschlandDeutschland Deutschland 1 0 musikindustrie.de
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2 1 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 0 bpi.co.uk
Insgesamt 4 1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MTV.de: Xzibit trauert um seinen Sohn
  2. Rapper Xzibit verliert Führerschein während Rally (NU.nl, 30. Juni 2007)
  3. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Xzibit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien