Yacón

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Yacón
Yacón (Smallanthus sonchifolius), Wurzelknollen.

Yacón (Smallanthus sonchifolius), Wurzelknollen.

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Millerieae
Gattung: Smallanthus
Art: Yacón
Wissenschaftlicher Name
Smallanthus sonchifolius
(Poepp. & Endl.) H.Rob.

Yacón (Smallanthus sonchifolius, Syn.: Polymnia edulis, P. sonchifolia) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus Südamerika und wächst in Höhen zwischen 900 und 3300 Metern in den Hochebenen der Anden Boliviens, Perus, Venezuelas, Ecuadors und Nord-Argentiniens, wo sie seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel genutzt wird.[1], in Europa wird sie inzwischen auch angebaut. Der Geschmack erinnert etwas an eine Birne.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smallanthus sonchifolius ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1,5 bis 3 m erreicht. Es werden Wurzelknollen als Überdauerungsorgane gebildet, die eine Länge von 25 cm und Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen. Die Knollen können mehrere Kilogramm schwer werden und grauweiß, gelb oder rötlich gefärbt sein.[1]

Die Laubblätter sind gegenständig. In den körbchenförmigen Blütenständen stehen Zungen- und Röhrenblüten zusammen. Die gelben bis orangen Blüten werden von Insekten bestäubt. Es werden Achänen ohne Pappus gebildet.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andere Trivialnamen in verschiedenen Sprachen sind: aricoma, arboloco, aricona, arikuma, colla, chiriguano, ipio, Inkawurzel, jacón, jicama, jiquima, jikima, jiquimilla, leafcup, Llacon, Llacoma, mexican potato, polaco, poire de terre, potato bean, puhe, shicama, taraca, yacuma, yacumpi.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stängel werden als Gemüse gegessen. Genutzt werden die Wurzelknollen. Die wasserreichen Knollen (70–93 %) besitzen einen süßlichen Geschmack und werden sowohl roh als auch gekocht gegessen. In Peru werden sie an den Inti-Raymi-Feiertagen unter dem Namen „cocaschke“ sehr oft serviert.[1] Die Yacón-Pflanze hat einen hohen Anteil an Fructose (ca. 75 % Trockenmasse), die hauptsächlich in Form des Speichermoleküls Inulin beziehungsweise als Fructooligosaccharide (FOS) vorliegt. Durch diese Zusammensetzung ist die Yacón-Pflanze diätisch interessant für Diabetiker. Es ist jedoch zu beachten, dass Fructose als Zuckeraustauschstoff in der Diabetes-Diät ungeeignet ist.

Wirkstoffe, die in den Blättern der Pflanze vorhanden sind, sollen den Blutzuckerspiegel aktiv senken. Viele Diabetiker nehmen daher in Südamerika einen Aufguss aus den Blättern zu sich. Inzwischen sind auch einige Produkte aus Yacón im deutschen Lebensmittelhandel erhältlich. Es wurde gezeigt, dass eine Yacon-angereicherte Diät bei Ratten zu einer Verringerung des Blutzuckerspiegels führt.[2]

Die Yacón-Knolle enthält vor allem Wasser, Saccharide (insbesondere Oligofruktane), Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen sowie einige wichtige Vitamine (B1, B2, C).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yacón (Smallanthus sonchifolius) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Auflage. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2., Seite 2087
  2. H. Satoh, M. T. Audrey Nguyen, A. Kudoh, T. Watanabe: Yacon diet (Smallanthus sonchifolius, Asteraceae) improves hepatic insulin resistance via reducing Trb3 expression in Zucker fa/fa rats. In: Nutrition & Diabetes. Band 3, Nr. 5, 27. Mai 2013, S. e70, doi:10.1038/nutd.2013.11.