Yan’an

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Yán’ān Shì
延安市
Yan’an
Yan’an (China)
Yan’an
Yan’an
Koordinaten 36° 35′ N, 109° 29′ OKoordinaten: 36° 35′ N, 109° 29′ O
Lage von Yan’an innerhalb von ShaanxiLage von Yan’an innerhalb von Shaanxi
Basisdaten
Staat Volksrepublik China

Provinz

Shaanxi
Fläche 37.031 km²
Einwohner 2.252.800 (2016)
Dichte 60,8 Ew./km²
Website www.yanan.gov.cn
Blick über Yan’an, Aufnahme aus dem Jahr 2007
Blick über Yan’an, Aufnahme aus dem Jahr 2007

Yan’an (chinesisch 延安市, Pinyin Yán’ān Shì, W.-G. Yen-an) ist eine bezirksfreie Stadt im Norden der Provinz Shaanxi am Gelben Fluss.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie verwaltet ein Territorium von 37031,3 Quadratkilometern, das eine Ost-West-Ausdehnung von 258 Kilometern und eine Nord-Süd-Ausdehnung von 239 Kilometern hat. Yan’an befindet sich 371 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Xi’an.[1]

Yan’an liegt auf dem Löss-Plateau, sein Relief fällt von Nordwesten in Richtung Südosten ab. Das Stadtgebiet liegt auf einer Höhe von 960 Metern, das von Yan’an verwaltete Gebiet liegt auf zwischen 388 Metern und 1809 Metern Seehöhe. Das Klima ist kontinental und trocken mit großen Temperaturunterschieden zwischen Winter und Sommer sowie Tag und Nacht. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 7,7 °C und 10,6 °C bei 170 frostfreien Tagen pro Jahr. Yan’an erhält zwischen 490 und 660 Millimetern Niederschlag pro Jahr, dafür 2300 bis 2700 Sonnenstunden pro Jahr.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2012 hatte Yan’an eine Gesamtbevölkerung von 2.198.100 Personen und eine registrierte Bevölkerung von 2.354.100 Personen.[1] Die Bevölkerungszählung des Jahres 2000 hatte eine Gesamtbevölkerung von 2.016.787 Personen in 527.297 Haushalten ergeben, davon 1.057.229 Männer und 959.558 Frauen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Konferenzsaal kann von Touristen gemietet werden

Yan’an war 1935 das Ziel des Langen Marschs und danach bis 1948 die politische und militärische Basis der Kommunistischen Partei Chinas. Darüber hinaus war Yan’an bis 1945 auch ein wichtiger Stützpunkt koreanischer Exilkommunisten, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von hier aus nach Nordkorea gingen, wo von den Sowjets ein kommunistisches Regime installiert wurde. Das Hauptquartier der kommunistischen Führung steht auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

Am 11. April 1946 wurde durch Papst Pius XII. das römisch-katholische Apostolische Vikariat Yan’an, das am 15. Oktober 1696 als Apostolisches Vikariat Shaanxi errichtet worden war, zum Bistum Yan’an erhoben. Der Bischofssitz war von 1972 bis 2018 verwaist.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird hauptsächlich Weizen auf Lößboden angebaut.

Administrative Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Kreisebene setzt sich Yan’an aus zwei Stadtbezirken und elf Kreisen zusammen. Diese sind:

Der Sitz der Regierung von Yan’an befindet sich im Stadtbezirk Baota.[1]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtbezirk Baota befinden sich die Zehntausend-Buddha-Höhle und die Gefließte Pagode auf dem Qingliangshan aus der Zeit der Song-, Yuan- und Ming-Dynastie, die auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China stehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yan’an – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d 延安市概况地图. 行政区划网站, 15. Juli 2016, abgerufen am 23. Juli 2019 (chinesisch).
  2. 陕西省乡、镇、街道人口. Staatliches Amt für Statistik der Volksrepublik China, abgerufen am 11. Juni 2019 (chinesisch).
  3. Chinese bishop says agreement is sign that universal church is one, ncronline.org, 10. Oktober 2018
  4. 延安市. Staatliches Amt für Statistik der Volksrepublik China, abgerufen am 11. Juni 2019 (chinesisch).