Yonaguni

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Dieser Artikel behandelt die Insel Yonaguni. Zur gleichnamigen Pferderasse siehe Yonaguni-Pony.
Yonaguni
Der Leuchtturm von Agarizaki im Osten der Insel
Der Leuchtturm von Agarizaki im Osten der Insel
Gewässer Ostchinesisches Meer
Inselgruppe Yaeyama-Inseln
Geographische Lage 24° 27′ N, 122° 59′ OKoordinaten: 24° 27′ N, 122° 59′ O
Yonaguni (Präfektur Okinawa)
Yonaguni
Länge 11 km
Breite 4 km
Fläche 28,95 km²
Höchste Erhebung Urabu-dake
231,4 m
Einwohner 1491 (1. Januar 2015[1])
52 Einw./km²
Hauptort Kubura
Yonaguni
Yonaguni

Yonaguni (japanisch 与那国島, -jima) ist eine im äußersten Südwesten Japans im Ostchinesischen Meer gelegene Insel, nur 110 km von Taiwan entfernt. Die Westspitze der Insel, Kap Irizaki, ist der westlichste Punkt Japans.

Unweit von Yonaguni wurde in den 1980er Jahren ein vor der Insel liegender terrassierter Monolith gefunden, der aufgrund seiner Geometrie und Gestalt den Anschein erweckt, von Menschenhand geschaffen worden zu sein und der als das Yonaguni-Monument bekannt geworden ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yonaguni wird zu den Yaeyama-Inseln gerechnet und hat eine Fläche von 28,95 km². Die Einwohnerzahl der Insel lag zum 1. Januar 2015 bei 1491 Personen in 773 Haushalten.[1] Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt ca. 23,9 °C und die jährliche Regenmenge ca. 3.000 mm.

Auf der Insel befindet sich die Kleinstadt (chō) Yonaguni die zum Landkreis Yaeyama der Präfektur Okinawa gehört.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das 14. Jahrhundert sind Handelsbeziehungen zu Okinawa Hontō belegt. Yonaguni war bis 1522 unabhängig unter der in ihrer Existenz umstrittenen, riesenhaften Anführerin San’ai Isoba. Danach gehörte sie zum Königreich Ryūkyū und wurde 1879 mit dessen Eingliederung in Japan ebenfalls aufgenommen. Von 1945 bis 1972 war sie durch die USA besetzt. Daraus ergab sich die Besonderheit, dass die US-Besatzungsbehörden die Grenze zwischen der Air Defense Identification Zone (ADIZ) Taiwans und Japans auf den 123. östlichen Längengrad legten und somit die Westhälfte der Insel mit dem Flughafen Yonaguni Teil der ADIZ Taiwans waren. Deswegen passte Japan am 25. Juni 2010 seine eigene ADIZ durch eine lokale Erweiterung um 12 Seemeilen auf die Ausdehnung seiner Hoheitsgewässer an.[2]

Unterwasserpyramiden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strukturen am Meeresboden vor Yonaguni

Hauptartikel: Yonaguni-Monument

1985 wurden von dem japanischen Taucher Kihachiro Aratake auf dem Meeresboden vor Yonaguni großflächige Strukturen mit Spuren von Flora, Fauna und Stalaktiten entdeckt. Die Struktur des Monolithen ist durchgehend rechtwinklig. Es scheint, als ob planvoll Treppen und Stufen in den Fels gehauen wurden. Es ist umstritten, ob der Monolith, der einer Pyramide ähnelt, durch natürliche Erosion in Tausenden von Jahren geformt wurde oder ob eine Frühkultur den Felsen bearbeitet hat.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yonagunijima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Japans Insel vor Taiwan. Artikel im Asienspiegel vom 21. April 2014.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 指定離島・指定離島一覧. In: 離島関係資料(平成28年1月). 沖縄県企画部地域・離島課 („Referat für Land und Inseln, Planungsabteilung, Präfektur Okinawa“), Januar 2016, S. 1, abgerufen am 3. August 2016 (PDF, japanisch).
  2. Shih Hsiu-chuan: Japan extends ADIZ into Taiwan space. In: Taipei Times. 26. Juni 2010, abgerufen am 25. November 2013 (englisch).