Youri Djorkaeff

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Youri Djorkaeff
Youri Djorkaeff 2011.jpg
Youri Djorkaeff im Jahre 2011
Spielerinformationen
Geburtstag 9. März 1968
Geburtsort LyonFrankreich
Größe 178 cm
Position offensiver Mittelfeldspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1984–1989 Grenoble Foot 38 56 (19)
1989–1990 Racing Straßburg 35 (25)
1990–1995 AS Monaco 155 (60)
1995–1996 Paris Saint-Germain 35 (13)
1996–1999 Inter Mailand 87 (30)
1999–2002 1. FC Kaiserslautern 55 (14)
2002–2004 Bolton Wanderers 75 (20)
2004 Blackburn Rovers 3 0(0)
2005–2006 MetroStars/RBNY 45 (12)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993 Frankreich B 3 0(2)
1993–2002 Frankreich 82 (28)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Youri Djorkaeff (* 9. März 1968 in Lyon) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler mit mütterlicherseits armenischen Wurzeln;[1][2] sein Großvater väterlicherseits war ein kalmückischer Kosake, der nach 1917 nach Frankreich emigrierte.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der offensive Mittelfeldspieler spielte als Jugendlicher in Villeurbanne und beim FC Grenoble (1984–1989), dann eine Saison bei Racing Straßburg. 1990 wechselte er zu AS Monaco und blieb dort bis 1995; es folgte ein Jahr bei Paris Saint-Germain (1995/96). In Frankreichs höchster Spielklasse bestritt der feine Techniker 190 Spiele und schoss dabei 73 Tore.

Anschließend wechselte er ins Ausland und spielte für Inter Mailand (1996–1999), den 1. FC Kaiserslautern (1999–2002) und die Bolton Wanderers (2002–2004), und schließlich für drei Monate bei den Blackburn Rovers. 2005 wechselte er in die US-Profiliga zu den MetroStars. Am 29. Oktober 2006 erklärte Djorkaeff seine Spielerkarriere für beendet. Er beabsichtigt, dem Fußballsport erhalten zu bleiben – „als Manager oder Vereinspräsident“.[3]

In seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern kam es zu einem erheblichen Zerwürfnis zwischen Djorkaeff und seinem Trainer Andreas Brehme, von dem der französische WM-Gewinner von 1998 den Eindruck hatte, dass jener (der 1990 selbst Weltmeister geworden war) eifersüchtig auf ihn sei: „In seinen Augen gab es einen Weltmeister zuviel in diesem Verein“.[4] Von Vereinsseite wurde dem Spieler vorgeworfen, er habe es an Einsatz und aufgrund seiner Weigerung, Deutsch zu lernen, an Bereitschaft zur Verständigung mangeln lassen.[5] Deshalb brachte es Djorkaeff in den drei Jahren am Betzenberg nur auf 55 Bundesligaeinsätze und 14 Treffer.

Während seiner Karriere stand Djorkaeff in einer Vielzahl von Endspielen – zu Titeln reichte es dreimal: mit Monaco wurde er unter Trainer Arsène Wenger 1990/91 Pokalsieger, mit Paris Saint-Germain 1995/96 Sieger im Europapokal der Pokalsieger und mit Inter Mailand gewann er unter Luigi Simoni 1997/98 den UEFA-Pokal.

Außerdem wurde er in der Saison 1993/94 mit 20 Treffern Torschützenkönig der französischen Division 1.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Oktober 1993 und Juni 2002 bestritt Youri Djorkaeff 82 Länderspiele für die französische Nationalmannschaft und erzielte dabei 28 Tore. Bei der Weltmeisterschaft 1998, der Europameisterschaft 2000 und dem Konföderationen-Pokal 2001 gehörte er jeweils zur siegreichen französischen Nationalmannschaft.

Leben nach der aktiven Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 hat er seine Autobiographie unter dem Titel „Snake“ veröffentlicht. Seit April 2007 ist Youri Djorkaeff Präsident des Amateurvereins Union Générale Arménienne de Décines, eines Klubs aus der Banlieue von Lyon, in dem auch sein Vater Jean „Tchoucki“ Djorkaeff – dieser war gleichfalls französischer Nationalspieler und WM-Teilnehmer – (als Manager) sowie zwei seiner Brüder (als Vizepräsident bzw. Spieler) tätig sind.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Youri Djorkaeff. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2000 (online20. November 2000)., abgerufen am 10. Juli 2013
  2. Youri Djorkaeff ist wie eine Droge. In: Die Welt. 24. November 1999, abgerufen am 10. April 2015.
  3. France Football vom 7. November 2006, S. 39
  4. Fundstelle des wörtlichen Zitats und Artikel „Pfälzer Komödienstadl: Brehme eifersüchtig auf Djorkaeff“ auf Spiegel-online vom 1. Juni 2001
  5. Djorkaeff : «Envie de m'ouvrir». In: L’Équipe. 3. Mai 2006, archiviert vom Original am 6. Dezember 2006, abgerufen am 10. April 2015 (bes. letzter Absatz Brehme a tenu à réagir).