Youth Wars – Beobachtungen in der deutschen Provinz

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Filmdaten
OriginaltitelYouth Wars – Beobachtungen in der deutschen Provinz
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1991
Stab
RegieKarl Siebig
DrehbuchKarl Siebig
ProduktionDetlev von der Goltz[1]

Youth Wars – Beobachtungen in der deutschen Provinz ist ein 53-minütiger deutscher Dokumentarfilm des Regisseurs Karl Siebig aus dem Jahr 1991.[2]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film handelt von der Straßengang-Szene der Landeshauptstadt Kiel zu Beginn der 1990er-Jahre und erreichte Kultstatus aufgrund der zahlreichen im Film gezeigten Personen und Dialoge, die hauptsächlich in plattem norddeutschen Slang gehalten sind. Mittlerweile hat sich um den Film herum eine dementsprechend große Fangemeinde gebildet. Seit Wiederaufbereitung des Films wurden im Internet unzählige Videos, die von dem Film handeln, auf YouTube eingestellt.

Die im Film dargestellten Personen gehören unterschiedlichen Jugendbanden an, deren Namen teilweise martialisch klingen sollen, so unter anderem „Kneipenterroristen“, „Blue Brothers“ oder „Mad Dogs“. Auch die damals in Kiel als besonders gefährlich eingestufte Jugendbande „Tigers“ wird im Film beschrieben und interviewt. Hauptcharakter des Films ist der damals arbeitslose und den „Kneipenterroristen“ zugehörige Bernd Knauer. Gedreht wurde der Film hauptsächlich im Kieler Stadtteil Wellingdorf. Die Innenaufnahmen wurden teilweise in der Gaardener Kneipe „Norddeutsches Eck“ in der Norddeutschen Straße in Kiel-Gaarden gedreht.[1] In einer Szene ist der Hafen des Badeortes Laboe zu sehen, in welchem die „Kneipenterroristen“ das damalige Hochseeangelschiff Kehrheim 2 mittels Gaspistolen überfallen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Hamburger Stadtmagazin beschreibt den Film als „lebensnah, aufklärend und sachlich“.[3]

Aufführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dokumentation erschien in zwei unterschiedlichen Fassungen. Der Dokumentarfilm selbst wurde kurz nach Fertigstellung einmalig im Offenen Kanal Kiel ausgestrahlt und nachfolgend als Lehrmaterial für Polizeibeamte in Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt. Ende 1991[4] wurde eine mit 27 Minuten Länge wesentlich gekürzte Fassung des Films produziert und im Rahmen einer Spiegel-TV–Reportage mit dem Titel Die Schlacht um Kiel – Eine Reise in den Alltag deutscher Provinz im deutschen Privatfernsehen gesendet. Diese Produktion wurde zudem mit geändertem Off–Kommentar versehen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Julia Carstens: Was ist aus den Kneipenterroristen geworden? kn-online.de, 20. März 2016, abgerufen am 3. Mai 2016.
  2. Filmografie. In: karlsiebig.de. Karl Siebig, abgerufen am 6. Dezember 2017.
  3. Youth Wars – Beobachtungen in der deutschen Provinz: Kinoprogramm Kinos Hamburg. hamburg.stadtus.de, abgerufen am 27. Juli 2015.
  4. Referenzen. videomedia.de, abgerufen am 3. Mai 2016.
  5. vgl. Kieler Straßengangs Spiegel TV Reportage (1/3). (MP4; ca. 37,5 MB) youtube.com, abgerufen am 3. Mai 2016. mit Youth Wars – komplett 52 min. - Part 1/5. (MP4; ca. 45,7 MB) youtube.com, abgerufen am 3. Mai 2016.