YouTube

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YouTube
Das aktuelle YouTube-Logo
youtube.com
Motto „Broadcast Yourself“
Beschreibung Videoportal
Registrierung Google-Konto (optional; zum Hochladen, Kommentieren und Bewerten)
Sprachen Deutsch, 75 weitere
Eigentümer YouTube, LLC
Tochtergesellschaft der Google Inc.
Urheber Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim
Erschienen 15. Februar 2005
Logo vor der Übernahme durch Google
Logo bis Dezember 2013

YouTube (Aussprache [ˈjuːtuːb oder ˈjuːtjuːb]) ist ein 2005 gegründetes Videoportal des US-amerikanischen Unternehmens YouTube, LLC, seit 2006 eine Tochtergesellschaft von Google Inc., mit Sitz im kalifornischen San Bruno. Die Benutzer können auf dem Portal kostenlos Videoclips ansehen, bewerten, kommentieren und selbst hochladen. Im Jahr 2014 machte YouTube etwa vier Milliarden US-Dollar Umsatz.[1]

Auf YouTube gibt es alle Arten von Videos, u. a. Film- und Fernseh­ausschnitte, Musikvideos, Trailer sowie selbstgedrehte Filme und Slideshows. Somit befindet sich neben professioneller Information oder Unterhaltung auch allerlei technisch Unausgereiftes, dazu Lustiges und Trauriges, Tutorials und Desinformation, Propaganda, Verschwörungstheorien, oder auch philosophische Gedanken neben der Inszenierung virtueller Gewalt, aber auch der Dokumentierung realer Gewalt auf der Plattform.

Über das YouTube-Partnerprogramm[2] ist es den Produzenten von Videos seit 2007 möglich, Geld zu verdienen. Häufig organisieren sich Produzenten zu Kooperationen in Netzwerken („Multi-Channel-Netzwerken“).[3]

Funktionen und Charakterisierung

Sogenannte „Video-Feeds“ bzw. „Vlogs“ können in Blogs gepostet oder auch einfach auf eigenen Webseiten über eine Programmierschnittstelle eingebunden werden.[4]

Geschichte

Die Gründer von YouTube Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim (v. l. n. r.)
Bis 2006 befand sich die YouTube-Zentrale hier in der 1. Etage im kalifornischen San Mateo.
YouTube-Zentrale 2006–2010 im kalifornischen San Bruno
YouTube-Zentrale seit 2010 in San Bruno

YouTube wurde am 15. Februar 2005 von den drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegründet. Der Begriffsteil „Tube“ (eigentlich: Röhre) bezeichnet umgangssprachlich einen Fernseher, abgeleitet von der darin traditionell verwendeten „cathode ray tube“ (dt. Kathodenstrahlröhre). Der Name im Ganzen (wörtlich: Du Röhre) könnte als „Du sendest“ verstanden werden. Das erste Video mit dem Titel Me at the zoo auf der Plattform wurde von Karim selbst Ende April 2005 hochgeladen.[5][6]

Am 9. Oktober 2006 wurde YouTube vom Suchmaschinenbetreiber Google für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro (in Aktien) gekauft. Die Marke YouTube blieb bestehen; der Betrieb mit 67 Mitarbeitern – darunter die Gründer Chad Hurley und Steve Chen – führte die Geschäfte vorerst unabhängig weiter.[7]

2007 führte YouTube einen jährlichen Wettbewerb zur Förderung der Talente auf der Plattform ein. Unter dem Namen „Secret Talents“ (Secret Talents Award) trat man den großen Castingshows mit einem Onlinecasting entgegen. Den Gewinnern wurden Förderungsbudgets und ein professioneller YouTube-Kanal als Preise geboten.

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Hitwise von März 2008 ordnete YouTube 73 Prozent aller Besuche von US-Videoportal-Seiten zu.[8] Das eigene Videoangebot der Muttergesellschaft Google kam in dieser Zeit auf 8,4 Prozent.

Am 3. April 2010 wurde ein neues Design eingeführt, welches die Bewertungen, die Nutzer auf ein Video abgeben konnten, wenn das Video Bewertungen unterstützt, von einer Skala von einem bis fünf Sternen durch die bis heute geführten „Gefällt mir“- und „Gefällt mir nicht“-Felder ersetzte. Diese Maßnahme wurde getroffen, da Nutzer davor größtenteils nur fünf oder einen Stern beim Bewerten vergeben haben.

Das Design von YouTube wurde seit dem Beginn der Website schon mehrfach, zumeist aber nur leicht verändert. In der Nacht vom 1. zum 2. Dezember 2011 gab es jedoch eine größere Änderung, und am 7. März 2012 erhielten sämtliche Kanäle auf YouTube ein neues, einheitliches Design.

Im August 2012 wurde YouTube Movies in Deutschland gestartet, nachdem das Angebot schon einige Zeit in den Vereinigten Staaten verfügbar gewesen war. YouTube Movies ist ein separater Bereich der Plattform, in dem nur professionelle Kinofilme und Dokumentationen angeboten werden, darunter beispielsweise Dune oder Dawn of the Dead.[9]

Ab September 2012 konnten mithilfe von Cookies neue Designs von YouTube aufgerufen werden. Rief man die mobile Website von YouTube beispielsweise mit dem Smartphone auf, so konnte man das neue Design bereits einsehen.

Im Dezember 2012 wurde das Design erneut überarbeitet.

Im Oktober 2013 stellte YouTube ein neues Design vor, das sich am Design von Google+ anlehnt. Seit der Umstellung dürfen nur noch Google+-Mitglieder Videos kommentieren.

Im Dezember 2014 wurde die bis dato maximal speicherbare Anzahl von 2.147.483.647 Aufrufen eines einzelnen Videos überschritten (Gangnam Style von Psy), woraufhin YouTube die Speicherung des Wertes von einer 32-Bit-Ganzzahl auf einen 64-Bit-Wert anpassen musste. Damit ist nun eine maximale Anzahl von 9,23 Trillionen Aufrufen speicherbar.[10]

Technik

YouTube verwendet als Webserver Apache, für Bilder und andere statische Inhalte wird eine modifizierte Version von Lighttpd mit verbesserter Lastverteilung[11] genutzt. Zum Speichern der publizierten Videofilme kam anfänglich das Flash-Container-Format (Dateinamenserweiterung: flv) sowie das für mobile Endgeräte gedachte Containerformat 3gp zum Einsatz. Später begann das Unternehmen allerdings, seine Videos auch im MPEG-4-Container-Format und im WebM-Container-Format anzubieten. Die entsprechenden Video-Versionen können über einen Link unterhalb der normalen Version[12] aufgerufen werden. Seit dem 25. November 2008 werden geeignete Videos zudem im 16:9-Breitbildformat angezeigt.

Seit Anfang 2010 ist es auch möglich, einen Großteil der Videos im HTML5-Format und damit mit Browser-Bordmitteln anzusehen. Dies kann auf einer speziellen Seite aktiviert werden.[13] Seit Mitte 2014 sind alle Videos im HTML5-Format verfügbar. Derzeit unterstützen nur die Browser Google Chrome, Opera, Apple Safari und Mozilla Firefox dieses Format, jedoch werden von dem Internet Explorer Teile des Angebotes unterstützt. Nach Angaben von Google kommen immer mehr HTML5-Videos zum Einsatz. Der Internet Explorer benötigt zusätzlich das Google-Chrome-Plugin.

Die YouTube-Oberfläche ist in der Programmiersprache Python realisiert.[14] Als Datenbankmanagementsystem kommt MySQL zum Einsatz.[15]

Videos ansehen und archivieren

Die Videos lassen sich online als Stream im Webbrowser betrachten. Hierfür ist die Installation des für alle gängigen Browser kostenlos verfügbaren Adobe-Flash-Plug-ins erforderlich. Seit Anfang 2010 ist es auch möglich, Videos durch den Video und Audio Tag von HTML5 ohne Plugin abzuspielen.

Das dauerhafte Speichern der Videos hatte YouTube weder vorgesehen noch implementiert. Jedoch können zum lokalen Speichern server-basierte Dienste wie Filsh verwendet werden.[16] Auch einfaches Sichern der Videos durch das Kopieren temporärer Dateien ist möglich. Eine weitere populäre Möglichkeit ist das Herunterladen mithilfe spezieller Software, die die Videos teilweise auch in andere Dateiformate umwandeln kann.[17]

Beispiele für Flash-Video-kompatible Abspielprogramme unter Windows sind der Media Player Classic (mit FFDShow Filter), der VLC media player, der MPlayer und der ausschließlich für .flv-Dateien ausgelegte FLV-Media Player. Durch Installation von speziellen Codecs ist die Wiedergabe auch mit den weit verbreiteten Programmen Windows Media Player und Winamp möglich.

Auf YouTube kann jeder Nutzer ein kostenloses Konto anlegen und Videos als Favoriten speichern. Die Favoritenliste können wiederum andere Nutzer einsehen. Wenn man nicht möchte, dass andere die eigene Favoritenliste durchsehen können, lässt sie sich für andere Besucher der Seite verbergen.

Videos publizieren

Videos können zu YouTube in verschiedenen Formaten (wie beispielsweise AVI, MPEG, WMV oder QuickTime) hochgeladen werden. Empfohlen wird eine Videoauflösung von 480×360 Pixeln oder höher.[18] Die Videos werden bei der Konvertierung in das Flash-Video-Format und in MP4/WebM-Container mit H.264-Codec überführt. Die Skalierung eliminiert eventuelle Qualitätsverluste, die durch eine verlustbehaftete Formatkonvertierung entstehen können. Die Beschränkung der Dateigröße auf der Client-Seite liegt bei 20 GB, jedoch ist ab 2 GB Java nötig. Ein wiederaufnehmbares Hochladen ist ebenfalls möglich.

Bis Juli 2010 durften die Clips eine Größe von 2 GB haben und mussten kürzer als elf Minuten sein.[19][20] Mit einem Director-Konto war es möglich, längere Videos zu publizieren, diese Regelung wurde allerdings aufgehoben. Nur noch Alt-Director-Kontos und Premium-Partner konnten längere Videos hochladen. Im Juli 2010 wurde die maximale Länge auf 15 Minuten angehoben.[21] Seit Dezember desselben Jahres hat YouTube begonnen, bei ausgewählten Nutzern, die nicht gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube verstoßen haben, die Zeitbeschränkung aufzuheben.

Einige Nutzer haben dieses Privileg wieder verloren. Die Dateigrößenbegrenzung besteht jedoch weiterhin.[22] Im Jahr 2011 wurde die Möglichkeit geschaffen, das 15-Minuten-Limit durch eine Bestätigung des Accounts via SMS zu deaktivieren.[23]

Seit Dezember 2008 ist es möglich, Videos in HD hochzuladen und anzusehen. Diese werden in der Auflösung 1280×720 Pixel wiedergegeben, also 720p. Seit Mitte November 2009 wird 1080p unterstützt.[24] Weiterhin ist seit Juli 2009 das Hochladen in 3D möglich.[25]

Seit Juli 2010 werden von YouTube auch Videos in 4K-Auflösung akzeptiert. Diese sind viermal so groß wie HD-Videos und haben eine Auflösung von 4096 × 2304 Pixel. Mittlerweile wird auch ein Google-Konto für ein Youtube-Konto benötigt, auch dann, wenn man schon langjähriger Besitzer eines solchen ist.

Datierung in Kalifornien

Gemäß der Lage des Unternehmenssitzes (San Mateo, dann San Bruno) in Kalifornien, Vereinigte Staaten, erfolgt die Datierung des Hochladens in der Zeitzone UTC-8 und somit numerisch 9 Stunden früher als MEZ (= UTC+1) anzeigt. Wird also morgens vor 9 Uhr MEZ ein Video hochgeladen, erhält es noch eine Datierung „vom Vortag“.

YouTube-Kanal

Ein YouTube-Kanal (englisch Channel) ist der individuelle Bereich eines YouTube-Benutzers. Hier findet man unter anderem die öffentlichen Videos, Playlists und Informationen über den Kanal. Der Kanal lässt sich individuell gestalten; so kann man beispielsweise das Titelbild ändern, den Titel des Kanals ändern und Module wie Playlists hinzufügen und löschen.

Seit einiger Zeit veröffentlicht YouTube unter der Bezeichnung YouTube TV auch eigene Kanäle, die teilweise in Zusammenarbeit mit großen Fernsehsendern entstehen. Im Oktober 2012 kündigte das Unternehmen an, das Angebot auch in Deutschland zu starten. Von insgesamt 60 Kanälen sollen 12 für hiesige Nutzer abrufbar sein, wobei zum Beispiel eNtR berlin durch eine Zusammenarbeit mit der RTL-Tochter UFA/Fremantle im Web ausgestrahlt wird.[26][27]

Am 22. Oktober 2012 wurde mit Ponk der erste YouTube-Originalkanal in Deutschland gestartet. Originalkanäle werden bzw. wurden von YouTube finanziell unterstützt.

Zu den bekanntesten deutschsprachigen YouTube-Kanälen gehören Gronkh, Y-Titty, LeFloid, DieAussenseiter, ApeCrime, PietSmiet, iBlali, Sarazar, Dner, unge und albertoson.[28] Die Betreiber von YouTube-Kanälen werden auch als YouTuber[29] oder, im offiziellen Sprech des Unternehmens, Videokünstler bezeichnet.[30] Multichannel- oder YouTube-Netzwerke bündeln Videokanäle, um die Reichweite für Werbekunden zu erhöhen, bieten Hilfe bei der Vermarktung an und bauen Stars auf ihrer Videoplattform auf.[31][32]

Externe Einbindung

YouTube bietet die Möglichkeit an, Videos auf der eigenen Website einzubinden. Dazu stellt YouTube auf der jeweiligen Videoseite unter Weiterleiten → Einbetten selbst einen Codeausschnitt zur Verfügung, der das Video in einem Inlineframe darstellt.

Diese Methode ersetzte im Sommer 2011 die bis dato verbreitete Methode zur Einbindung durch Adobe Flash mittels Object-Code.

Videoqualität

Vergleich der Standardqualität mit HQ und HD in Player- und Originalgröße

Wie auch beim vergleichbaren Portal Google Video wurde in der Anfangszeit die meist geringe Qualität der Filme bemängelt. Mittlerweile ist es jedoch möglich, auf eine höhere Audio- und Bildqualität (HQ) umzuschalten. Videos stehen unter anderem in den Auflösungen 720p und 1080p und seit Juli 2010 auch 4096 × 2304 Pixel (4K2K) zur Verfügung, sofern sie in entsprechender Auflösung hochgeladen wurden.[33] Seit Oktober 2014 unterstützt YouTube neben den üblichen Bildfrequenzen von 24 bis 30 Bilder die Bildfrequenz von 60 Bilder pro Sekunde.[34] Auf der Consumer Electronics Show im Januar 2016 gab YouTube bekannt, zukünftig auch HDR-Videos unterstützen zu wollen.[35]

Nutzung

Die Popularität von YouTube gründet in der großen Zahl von Mitgliedern, die Video-Dateien hochladen, bewerten und kommentieren (Netzwerkeffekt). YouTube ist seit seiner Gründung rasant zum führenden Videoportal im Internet aufgestiegen. Im März 2008 ging man von einem Marktanteil in den Vereinigten Staaten von etwa 73 Prozent aus.

Nach dem Erfolg von YouTube versuchten sich in Deutschland private Fernsehsender an ähnlichen Angeboten. Im August 2006 bekannte sich RTL als Initiator der Videoplattform Clipfish, wenige Wochen später beteiligte sich ProSiebenSat.1 Media mit 30 Prozent am Konkurrenten MyVideo. Dennoch ist YouTube auch in Deutschland weiterhin Marktführer.

Sprachen und Partner

Die Schnittstelle von YouTube ist in 76 verschiedenen Sprachversionen verfügbar, darunter auch Deutsch. YouTube arbeitet mit nationalen Partnern zusammen, die Material für das Portal bereitstellen. Wer zum Beispiel die deutsche Version von YouTube ansteuert (de.youtube.com), dem wird auf der Startseite in der Kategorie „Promotete Videos“ Filmmaterial von Partnern wie dem Sender ZDF oder dem Fußballverein FC Bayern München bereitgestellt.

Statistik

Die Plattform entwickelte sich rasant. 2006 wurden täglich etwa 65.000 neue Videos hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen, das entspricht drei neuen Videos alle vier Sekunden (Stand: Oktober 2006).[36] Im Oktober 2009 gab das Unternehmen bekannt, über eine Milliarde Videoabrufe pro Tag zu verzeichnen.[36][37] Am 17. Mai 2010 berichtete YouTube von mehr als 2 Milliarden Aufrufen pro Tag.[38] Im Mai 2013 wurden pro Minute über 100 Stunden Videomaterial auf die Plattform geladen.[39]

Von Nutzern beanstandete oder als anstößig gemeldete Videos werden von YouTube-Mitarbeitern überprüft und gegebenenfalls gelöscht.

Nach Berechnungen eines US-Unternehmens[40] entfallen auf YouTube 10 Prozent des gesamten Datenverkehrs im Internet und 20 Prozent des HTTP-Aufkommens.[41]

In Deutschland zählt YouTube rund 38 Millionen Nutzer (Stand: 2012).[42]

Klickbetrug

Der einfach mögliche Klickbetrug zur Erhöhung von Besucherzahlen[43] wird von YouTube durch Löschung der vermeintlich erzielten Besucherzahl bestraft.[44] Benutzer werden zusätzlich vor gewissen Techniken von Anbietern gewarnt, die gegen die Richtlinien verstoßen; gleichzeitig wird ihnen die kostenpflichtige „TrueView“-Funktion (Google AdWords) zur Erhöhung von Besucherzahlen empfohlen.[45] Bis August 2015 wurde der Kontrollalgorithmus bei über 300 Aufrufen aktiviert, so dass bei viralen Videos der Zähler etwa einen halben Tag bei 301 „eingefroren“ blieb. Nun werden unverdächtige Aufrufe sofort gezählt und nur verdächtige Aufrufe erst nach einer Überprüfung gegebenenfalls später hinzugezählt.[46]

Bedeutung

In jüngster Zeit lässt sich beobachten, dass sich ein Teil des politischen Diskurses von klassischen TV-Talkformaten zu YouTube verlagert. Dort haben die Zuschauer durch die Kommentarfunktion die Möglichkeit, direkt ihre Meinung mitzuteilen. Durch Häufung von Sichtweisen und deren Bewertung durch andere Benutzer lassen sich auch Mehrheiten zu Themen herauslesen.

Ein weiterer Punkt ist die Archivierung von Video- oder Fernsehinhalten („Dokumentation“ ganzer Veranstaltungen) als Quellenreferenz, da diese stets abrufbar bleiben.

Darüber hinaus löste YouTube das in den 1990er Jahren boomende Musikfernsehen fast vollkommen ab, das bis dahin beinahe exklusiv die aktuelle „Popkultur“ verbreitete.

Derzeit ist die angebotene akustische und optische Qualität so hoch, dass für viele Produzenten von Konzertveranstaltungen die Live-Übertragung (etwa in größere Lichtspielhäuser) und entsprechende Online-Angebote bereits „Routine“ geworden sind. Auf kurzen YouTube-Videoclips wird in Form von „Trailern“ (ohne dass diese Bezeichnung explizit benutzt wird) für diese Veranstaltungen geworben, sowie zugleich für die zugehörigen „Dokumente“ (Online-Konzerte), die beispielsweise bei den Berliner Philharmonikern in einer „Digital Concert Hall“ gesammelt und erhältlich sind.

Ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgt u. a. die New Yorker Metropolitan Opera.

Apps für mobile Endgeräte

Die beim iPhone vorinstallierte App, bezeichnet als „YouTube“, ermöglichte es den iOS-Benutzern, YouTube-Videos anzusehen, obwohl das Betriebssystem keinen Flash-Player beinhaltet. Die App bot wie das Desktop-Portal auch eine Kommentar- und Favoritenfunktion und spielte Videos im Format H.264 ab. Apple hat die YouTube-App mit der vierten Beta-Version von iOS 6 aus dem Betriebssystem entfernt. Als Grund wurde ein Auslaufen der Lizenz zur Nutzung von YouTube durch Google Inc. genannt, jedoch sahen Branchenvertreter die Entfernung eher im zunehmenden Konkurrenzkampf beider Konzerne.[47] Im Zuge dessen hat Google Anfang September 2012 eine eigene iOS-App vorgestellt, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie das Pendant von Apple bietet.[48] Auf iOS-Geräten mit älteren iOS-Versionen war die YouTube-Anwendung bis Anfang 2015 weiterhin benutzbar, danach stellte Google die serverseitige Unterstützung endgültig ein.[49]

Für das Google-eigene Betriebssystem Android existiert dagegen eine entsprechende Applikation.

Für Windows Phone existierte ebenfalls eine von Microsoft entwickelte App, die allerdings wegen Streitigkeiten zwischen Microsoft und Google nach kurzer Zeit nicht mehr auf YouTube zugreifen konnte. Aus diesem Grund wurde sie durch eine App ersetzt, die beim Start die mobile Website von YouTube im Internet Explorer Mobile öffnet.[50]

Mit der am 21. August 2013 veröffentlichten App-Version 5.0 war es dann möglich, Videos als Pop-up in die untere Ecke zu ziehen und derweil andere Funktionen zu nutzen.[51]

Im Jahre 2013 wurde von YouTube die „YouTube Capture App“ veröffentlicht, die es Besitzern von Smartphones einfacher machen sollte, Filme aufzunehmen und direkt vom Smartphone über das eigene Youtube-Nutzerkonto zu veröffentlichen. Später wurde diese App in „YouTube Studio“ umbenannt.

Finanzierung

Im November 2005 erhielt YouTube 3,5 Millionen US-Dollar vom Silicon-Valley-Risikokapitalgeber Sequoia Capital, der auch Google bei der Anfangsfinanzierung geholfen hatte. Im April 2006 bekam die junge Firma weitere 8 Millionen US-Dollar von Sequoia.

Die Bewertung von YouTube stieg von 600 Millionen US-Dollar im Frühjahr 2006 auf 1,5 Milliarden US-Dollar bereits im Herbst desselben Jahres, als es von Google für diese Summe übernommen wurde. Laut einem Bericht der Zeitung New York Post waren Gesellschaften wie Viacom, Disney, AOL, eBay und Rupert Murdochs News Corp. – die Muttergesellschaft der New York Post – an einem Kauf von YouTube interessiert. Murdochs Medienimperium hat im Jahre 2005 durch den Kauf des Portals Myspace für 580 Millionen US-Dollar einen neuen Internet-Kaufrausch eingeläutet.[52]

Seit Mai 2013 gibt es kostenpflichtige Kanäle, die zur Finanzierung von YouTube beitragen. Begonnen wurde in den Vereinigten Staaten mit Partnern wie National Geographic oder ES.TV, deren Folgen für 99 Cent abonniert werden konnten.[53] Kostenpflichtige Kanäle stehen sowohl auf der Website als auch auf Smartphones und Tablets zur Verfügung.

Obwohl YouTube das meistbesuchte Videoportal der Welt mit einer Milliarde Zugriffe pro Tag ist, ist unklar, ob es bisher überhaupt die Gewinnschwelle überschritten hat.[54][1]

Partnerprogramm und Multi-Channel-Networks

Nach anfänglicher Zurückhaltung begann YouTube im August 2007 mit Werbeeinblendungen bei Videos ausgewählter Partner. Die Partner werden an den Werbeeinnahmen ihrer Videos anteilig beteiligt. Videos, die von Privatpersonen hochgeladen wurden, sollen vorerst nicht mit Werbung gekoppelt werden.[55]

Das Partnerprogramm war nach den Vereinigten Staaten auch in Kanada, Großbritannien, Japan, Australien und Irland verfügbar. Die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Partnerprogramm sind das regelmäßige Hochladen von Originalvideos, deren Urheberrecht man besitzt. Außerdem müssen die Videos laut YouTube von Tausenden Benutzern geschaut werden.[56] Am 26. Juni 2008 gab Google Deutschland bekannt, dass das Partnerprogramm nun auch in Frankreich und Deutschland verfügbar ist.[57]

Alternativ zum Youtube-Partnerprogramm gibt es für Inhaber eines Youtube-Kanals die Möglichkeit, einem sogenannten Multi-Channel-Netzwerk (MCN) beizutreten, also einem Netzwerk, bestehend aus einer großen Zahl von Youtube-Kanälen. Die MCN verhandeln selbständig mit Werbepartnern und sollten theoretisch aufgrund ihrer enormen Reichweite höhere Preise für die geschalteten Werbeeinblendungen erzielen können. Zusätzlich bieten sie den Kanalinhabern mitunter weitere Dienstleistungen, wie Lizenzierung geschützter Inhalte, Zugriff auf leistungsfähige Aufnahmetechnik, Finanzierung, Beratung, Hilfe bei der Gewinnung von Abonnenten etc. Für ihre Dienstleistung erhalten sie einen vertraglich festgelegten Anteil der Werbeeinnahmen der beigetretenen Youtube-Kanäle, der von Google direkt an das MCN abgeführt wird. Hierfür existieren Software-Schnittstellen, die in ähnlicher Form auch von Rechteinhabern zur Markierung und ggfs. Blockierung urheberrechtlich geschützter Inhalte auf Youtube verwendet werden (Content-ID-System). Bekannte MCNs aus Deutschland sind Mediakraft Networks, Campus99, Studio71, Divimove, TubeOne Networks und Endemol Beyond.

Wenn in den Videos eines Youtube-Kanals Inhalte gezeigt werden, an denen Dritte die Urheberrechte halten, ist es nicht möglich, mit diesem Kanal selbständig am Youtube-Partnerprogramm teilzunehmen. Wenn mit einem solchen Kanal Werbeeinnahmen erwirtschaftet werden sollen, ist der Beitritt zu einem MCN erforderlich, das sich um die Lizenzierung der geschützten Inhalte kümmert. Das MCN fungiert dabei in gewisser Weise als Treuhänder von Google. Zu Beginn des MCN-Systems waren von Google nur einzelne MCN zur Lizenzierung von Inhalten bestimmter Kategorien zugelassen. Der alleinige Lizenzpartner für Inhalte aus Computerspielen war beispielsweise das Unternehmen Machinima, das insoweit ein Monopol auf diese Youtube-Inhalte innehatte. Inzwischen sind weitere MCN zur Lizenzierung befugt, so dass in diesem Bereich nunmehr Wettbewerb herrscht.

Die Vor- und Nachteile des MCN-Systems wurden von verschiedenen großen Youtubern kritisch diskutiert, darunter Hank Green,[58] und Freddie Wong.[59] Die MCNs werden teilweise für ihr Geschäftsgebaren kritisiert, zum Beispiel hinsichtlich Verträgen mit unbegrenzter Laufzeit[60] oder den schieren Umfang ihres Kanal-Portfolios, das oftmals aus tausenden, teilweise sehr kleinen Youtube-Kanälen besteht.

Subnetzwerke

Als Subnetzwerk bezeichnet man ein virtuelles Netzwerk unter einem Multi-Channel-Netzwerk welches über keinen direkten Vertrag mit YouTube sondern über ein Netzwerk eingeschränkten Zugriff auf Netzwerk Funktionalitäten erhält. Die Ausübung als Subnetzwerk wird von vielen amerikanischen Netzwerken durch spezielle Software vereinfacht. Partner von Subnetzwerken unterschreiben einen Vertrag mit zwei Unternehmen gleichzeitig und werden dann im Multi-Channel-Netzwerk welches das Subnetzwerk unterhält eingeladen.

Aufgrund vieler Subnetzwerke die den Markt überschwemmen und unflexibel gegenüber den YouTubern sind, hat YouTube im Juni 2016 eine Richtlinie eingeführt die Subnetzwerke verbietet.[9]

Rechtliche Aspekte

In Deutschland ist nach Aussage des Rechtswissenschaftlers Thomas Hoeren das Ansehen von YouTube-Videos in keinem Falle strafbar und das Herunterladen nur dann, wenn die Quellen offensichtlich rechtswidrig sind. Klare Definitionen zu „offensichtlich rechtswidrig“ gebe es laut Hoeren nicht, auch seien ihm Abmahnungen zu solchen Quellen unbekannt.[61]

Lizenzübertragung

In den Geschäftsbedingungen[62] behält sich YouTube vor, hochgeladene Inhalte (Videos) weiterzuverkaufen oder zu lizenzieren, ohne den Autor vorher zu fragen.

Urheberrecht

Ein weiterer Kritikpunkt liegt darin, dass die Nutzer beim Hochladen von Videos vielfach das Urheberrecht verletzen. Nach der geltenden US-amerikanischen Rechtsprechung muss YouTube urheberrechtlich geschützte Inhalte erst nach einer Abmahnung durch die Rechteinhaber löschen (Opt-out-Verfahren).

Am 14. Juli 2006 verklagte US-Journalist Robert Tur YouTube auf 150.000 US-Dollar, weil ein von ihm aufgezeichnetes Video ohne seine Zustimmung veröffentlicht worden war.[63]

Im Dezember 2006 forderte ein Konsortium der japanischen Unterhaltungsindustrie das Videoportal auf, durch japanisches Copyright geschütztes Bild- und Filmmaterial von der Seite zu entfernen.[64]

Im März 2007 kündigte der US-amerikanische Medienkonzern Viacom eine Schadenersatzklage gegen Google wegen Urheberrechtsverletzungen auf YouTube an. Es gehe dabei um eine Schadenersatzsumme von einer Milliarde US-Dollar. Zuvor hatte Viacom, zu dem Fernsehsender wie MTV oder Comedy Central gehören, gefordert, dass mehr als 100.000 Videos von den YouTube-Seiten entfernt werden.[65] Die Forderungen wurden in erster Instanz zurückgewiesen.[66]

Ende Dezember 2008 hat die Warner Music Group YouTube aufgefordert, alle illegal hochgeladenen Videos zu löschen. Begründet wird diese Forderung damit, dass man sich mit dem Portalbetreiber Google nicht über ein Lizenzabkommen habe einigen können. Einige Musikstücke von Warner-Künstlern wurden daraufhin von der Seite zurückgezogen.[67]

2010 konnte sich YouTube vor einem spanischen Gericht in Madrid bei einer Klage gegen den Fernsehsender Telecinco durchsetzen: YouTube sei nicht verantwortlich für Urheberrechtsverletzungen seiner Nutzer. Google feierte dies indes als „Sieg für das Internet“.[68]

Auseinandersetzungen mit der GEMA

Gerichtsverfahren

Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA hatte laut einer Pressemitteilung vom 9. November 2007 mit YouTube, LLC eine Vereinbarung geschlossen, die zur Nutzung des Weltrepertoires musikalischer Werke durch deutsche Nutzer auf der YouTube-Plattform berechtige.[69] Diese Vereinbarung lief zum 31. März 2009 ab. Die GEMA strebt seitdem eine Vereinbarung mit YouTube für die Nutzung des von ihr vertretenen Repertoires an.[70] Im Mai 2010 brach die GEMA die Verhandlungen mit YouTube ab.[71] Auf dem Wege des vorläufigen Rechtsschutzes wollte die GEMA in Verbindung mit mehreren anderen Verwertungsgesellschaften daraufhin erreichen, dass insgesamt 75 Kompositionen bei YouTube nicht öffentlich zugänglich gemacht werden sollten. Am 27. August 2010 wies das Landgericht Hamburg den Antrag ab mit der Begründung, dass die für eine einstweilige Verfügung erforderliche Dringlichkeit nicht gegeben sei.[72]

In einem Urteil vom 3. September 2010 verbot das Landgericht Hamburg hingegen die Verbreitung von drei Videos mit urheberrechtswidrigen Inhalten über YouTube.[73] Am 20. April 2012 entschied das Hamburger Landgericht in erster Instanz in einem um zwölf Musiktitel geführten Musterprozess, dass das Internet-Portal keine Videos zu Musiktiteln bereitstellen darf, bei denen die GEMA urheberrechtliche Nutzungsrechte geltend gemacht hat.[74][75] Dabei hafte YouTube nicht als Inhaltsanbieter hauptverantwortlich für illegal auf der Musikplattform eingestellte Musikvideos, sondern der Nutzer, der diese hochlädt.[76] Gleichzeitig müsse YouTube jedoch stärker darauf achten, welche Videos eingestellt werden. Dies müsse zukünftig auch durch den Einsatz von Wortfiltern geschehen. Bei Zuwiderhandlung verhängte das Gericht im Einzelfall ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten. Das Urteil wird als wegweisend angesehen.[77] Am 21. Mai 2012 legte die GEMA Berufung ein, da ihr das Urteil „noch nicht weit genug“ reiche. Außerdem beklagte sie, YouTube wolle die Ergebnisse der Verhandlungen nicht offenlegen.[78] Mit der Begründung, dass der „Einsatz von Filtern Innovationen und Meinungsfreiheit im Internet beeinträchtigen“ würde, legte auch YouTube Berufung gegen das Urteil vom 20. April ein.[79] Am 1. Juli 2015 bestätigte das Hanseatische Oberlandesgericht das Urteil des Hamburger Landgerichts: YouTube und die Muttergesellschaft Google seien für hochgeladene Videos im Rahmen der Störerhaftung verantwortlich und in gewissem, zumutbaren Umfang auch verpflichtet, nach einem Hinweis auf Verletzung von Urheberrechten diese zu prüfen und die Titel gegebenenfalls zu sperren.[80] Einen Tag zuvor entschied das Landgericht München in einem anderen Prozess, dass YouTube der GEMA für bestimmte bereits abgerufene Titel keinen Schadenersatz leisten muss. Auf Grundlage von 0,375 Cent pro Abruf bei 1000 exemplarisch ausgewählten Titeln belief sich der Streitwert auf rund 1,6 Millionen Euro. Ein Berufungsverfahren beim Oberlandesgericht München ist zulässig.[81]

Sperrung von Musikvideos
Hinweistafel mit dem alten Text

In Deutschland sind viele Musikvideos nicht verfügbar, unter anderem vom Musikkonzerne-Joint Venture Vevo, aber auch solche, die nicht durch die GEMA oder eine andere Verwertungsgesellschaft vertreten werden. So haben Datenjournalisten von Opendatacity 2013 nach Auswertung der 1000 beliebtesten Youtube-Videos festgestellt, dass 62 % davon in Deutschland nicht verfügbar sind.[82] Betroffen sind außerdem auch häufig Videos, die gar keine Musikvideos im eigentlichen Sinne sind, sondern Musik zur Begleitung künstlerischer oder sportlicher Darstellungen (Beispiel Eiskunstlauf), oder Musik im Hintergrund z. B. bei Tierfilmen, oder zufällig laufende Musik beim privaten Video einer Party beinhalten. Beim Aufruf einer solchen Seite wird das Video blockiert. Bis Februar 2014 wurde der folgende Hinweis eingeblendet:

„Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden.“

Die GEMA bezeichnete das als irreführend: YouTube habe nie eine Lizenzierung durch die GEMA beantragt; die Auswahl der Videos sei darüber hinaus rein zufällig. Die GEMA hat daher Unterlassungsklage gegen die Einblendung der Hinweistafeln beim Landgericht München beantragt.[83] Am 25. Februar 2014 wurde der Klage stattgegeben. Das Landgericht München I urteilte, dass die Hinweistafeln eine „absolut verzerrte Darstellung der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen den Parteien zu Lasten der GEMA“[84] seien. Der Text wurde daraufhin geändert in:

„Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten.“

Am 7. Mai 2015 wurde das Urteil durch das Oberlandesgericht München weitgehend bestätigt. Laut einer Pressemitteilung der GEMA ist es zur Zeit (20. September 2015) noch nicht rechtskräftig.[85]

Durch besondere Vorkehrungen (beispielsweise die Nutzung von Proxy-Servern) ist es allerdings möglich, diese Sperren zu umgehen. Zur vereinfachten Nutzung werden für die Webbrowser Firefox, Chrome, Safari und Opera im Internet verschiedene Unblocker-add-ons angeboten.

Content-ID

Um weitere Klagen zu vermeiden, hat YouTube das Content-ID-System eingeführt:

Urheberrechtsinhaber können sogenannte Referenzdateien in die Referenzdatei-Datenbank (oder: „Content-ID-Datenbank“) hochladen. Jedes hochgeladene Video wird mit allen Referenzdateien verglichen. Werden Übereinstimmungen gefunden, wird je nach Auswahl des Urheberrechtsinhabers das Video gesperrt, Werbung zugunsten desjenigen, der die Datei hochgeladen hat, deaktiviert oder Werbung zugunsten des Urheberrechtsinhabers geschaltet. Die Content-ID-Datenbank umfasst mehr als fünf Millionen Dateien.[86] Von Seiten vieler YouTube-Benutzer wird das Content-ID-System heftig kritisiert; die Algorithmen erkennen häufig auch legal hochgeladene und monetarisierte Videos, und YouTube prüft nicht, ob derjenige, der die Referenzdatei hochgeladen hat, tatsächlich Urheber der Datei ist, was Missbrauch zulässt.[87][88]

Fragwürdige Inhalte

YouTube-Gemeinschaftsrichtlinien

Nach den Richtlinien von YouTube sind die folgenden Inhalte und Beiträge unerwünscht:

  • Nacktheit oder pornographische Inhalte
  • schädliche oder gefährliche Inhalte
  • gewalttätige oder grausame Inhalte
  • Beiträge mit ungeklärtem Urheberrecht oder Urheberrechtsverletzungen
  • hasserfüllte Inhalte oder Aufstachelung zur Gewalt gegen Einzelpersonen oder gegen Gruppen aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Nationalität, Veteranenstatus oder sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität
  • bedrängendes Verhalten, Nachstellung („stalking“), Drohungen, Belästigungen, Einschüchterungen, Eingriffe in die Privatsphäre oder Offenlegung personenbezogener Daten anderer.[89]

Sanktionierungspraxis

Aktivitäten des YouTube-eigenen „enforcement team“

Hochgeladene Videos können von einem „enforcement team“ (deutsch etwa: „Vollstreckungs-Arbeitsgemeinschaft“) bei YouTube auf ihren Inhalt hin überprüft werden.[90] Eine Vorzensur wäre technisch kaum möglich. Um unerwünschte Filme von dem Portal entfernen zu können, ist YouTube darauf angewiesen, dass Nutzer dem Portal problematische Videos melden, so dass gegebenenfalls ein Beitrag durch YouTube gelöscht werden kann. Da von „Zensur“ (im engeren Wortsinn) dann gesprochen wird, wenn sie von außen (vor allem von staatlichen bzw. staatsnahen Stellen) vorgenommen wird, ist es verfehlt, das „enforcement team“ bei YouTube „Zensurstelle“ zu nennen.[91]

Ein Problem stellt die technische Möglichkeit dar, Maßnahmen zum Jugendmedienschutz bei Videos zu umgehen, die nicht gelöscht, sondern nur mit einer Altersangabe versehen werden.[92]

Obwohl es laut den Nutzungsbedingungen von YouTube nicht erlaubt ist, Videos mit rassistischem oder hetzerischem Inhalt hochzuladen, werden diese Clips, wenn sie von Zuschauern als unangebracht deklariert wurden, bisweilen nicht gelöscht, sondern lediglich ausschließlich für registrierte Nutzer zugänglich gemacht. Da bei einer Registrierung keine Altersverifizierung durchgeführt wird, stößt YouTube vor allem bei Jugendschützern und deutschen Medien auf Kritik.[93][94]

Ein Beitrag von Report Mainz im August 2007 berichtete, dass bei YouTube diverse rassistische und volksverhetzende Videoclips verfügbar seien, die trotz mehrerer Hinweise seitens des Reporterteams und der Jugendmedienschutz-Einrichtung jugendschutz.net nicht gelöscht wurden. Daraufhin kündigte der Zentralrat der Juden strafrechtliches Vorgehen gegen YouTube an.[95]

Ein großes (rein technisches?) Problem stellt die zügige Entfernung von Videos über Geiselnahmen und die Anwendung von Gewalt durch Terroristen dar.[96]

„Nachzensur“ durch Staatsorgane

Staatliche Organe in Rechtsstaaten machen YouTube gegenüber vor allem Verstöße gegen Gesetze des betreffenden Staates geltend, die auch Verstöße gegen die Community-Richtlinien von YouTube darstellen. In solchen Fällen besteht eine prinzipielle Bereitschaft von YouTube, Löschwünschen nachzukommen.

Es gibt jedoch eine Vielzahl landes- bzw. kulturspezifischer Rechtsvorschriften in einzelnen Staaten, die nicht weltweite Gültigkeit beanspruchen können. Zu diesen Vorschriften gehören etwa Bestimmungen des deutschen und des österreichischen Strafgesetzbuchs, die der nationalsozialistischen Vergangenheit beider Länder Rechnung tragen sollen, z. B. der § 86a des deutschen Strafgesetzbuchs („Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“). Danach macht sich z. B. jeder strafbar, der von Deutschland aus Videos hochlädt, in denen deutlich Hakenkreuze erkennbar sind. YouTube lehnt es jedoch ab, solche Videos zu löschen, da andere Länder nicht bereit sind, die in ihnen geltende Meinungsfreiheit so stark einzuschränken, wie das in Deutschland und Österreich der Fall ist, und dort das öffentliche Zeigen von Hakenkreuzen legal ist, zumal es Swastika lange vor den Nazi-Hakenkreuzen gab.

Bei YouTube kann ein deutschsprachiges Video gezeigt werden, das nach ausländischem Recht zulässig ist und deshalb nicht gelöscht wird. Der Nutzer, der es aus Deutschland hochgeladen hat, kann, obwohl die YouTube-Richtlinien in solchen Fällen nicht wirksam werden, trotzdem in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden.[97][98]

Authentizität der Videos

Ebenso wie andere Online-Dienste mit Social-Networking-Charakter wird YouTube zunehmend als Plattform für Guerilla-Marketing genutzt. Die Authentizität von Inhalten ist häufig nur schwierig zu beurteilen.

Besondere Aufmerksamkeit erregten in der Vergangenheit unter anderem ein politisches Video, das sich kritisch mit dem ehemaligen US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore und seinem Engagement für eine Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen beschäftigte, sowie die tagebuchartigen Veröffentlichungen einer Video-Bloggerin mit Pseudonym lonelygirl15, welche den vermeintlichen Alltag eines vorgeblich streng religiös erzogenen 16-jährigen US-Teenagers namens „Bree“ zum Inhalt hatten.

In beiden Fällen wurden Videos gezielt von Medienagenturen produziert, jedoch mit dem Anschein verbreitet, von Privatpersonen hergestellt und veröffentlicht worden zu sein. Kritische Stimmen, die bereits frühzeitig die Glaubhaftigkeit und den Ursprung der Videos in Frage stellten, hatten zunächst keinen negativen Einfluss auf die große Aufmerksamkeit und Beliebtheit, die die Veröffentlichungen jeweils erlangten.

Im Falle des Al-Gore-Videos konnten Beziehungen der produzierenden Werbeagentur zum Mineralölkonzern Exxon und zum Automobilhersteller General Motors aufgezeigt werden.[99] Im Falle lonelygirl15 handelte es sich nach Auskunft der Produzenten um ein Experiment im Geschichtenerzählen („an experiment in storytelling“).[100] Die Rolle der „Bree“ wurde von der neuseeländischen Schauspielerin Jessica Lee Rose gespielt.

Zensur

Siehe auch: Zensur im Internet

Als Zensur gilt im engeren Wortsinn das Eingreifen staatlicher oder sonstiger machtgestützter Institutionen, durch die im Sinne dieser Institutionen unerwünschte Inhalte von der Medienöffentlichkeit ferngehalten werden sollen. Wenn der Vorwurf erhoben wird, in einem Staat werde YouTube „zensiert“, dann ist zu beachten, dass es in Rechtsstaaten keine rechtsfreien Räume gibt. Die Tatsache, dass YouTube ein Video nicht löscht, bietet auch in Rechtsstaaten Nutzern, die ein Video hochladen, keinen Schutz vor einer „Nachzensur“, vor allem in Form einer Strafverfolgung durch Organe des betreffenden Staates.

Weltkarte zu Blockierungen von YouTube – Stand 2008
  • Hat eine lokale YouTube-Version
  • Zugänglich
  • Blockiert
  • Ehemals blockiert

Türkei

Am 6. März 2007 wurde in der Türkei der Zugriff auf YouTube erstmals gesperrt. Maßgeblich hierfür war ein Video, in dem das Andenken an den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk beleidigt wurde, was nach dem Gesetz Nr. 5816 vom 25. Juli 1951 unter Strafe steht. Die längste durchgehende Sperre erfolgte nach Art. 8 Abs. 1 lit. b) des sogenannten „Internetgesetzes“[101] i.V.m. Art. 1 des Gesetzes Nr. 5816 von Mai 2008 bis Ende Oktober 2010.[102] März 2014 sperrte die türkische Regierung Recep Tayyip Erdoğans die Internetseite YouTube infolge des Korruptionsskandals in der Türkei.[103]

China

Seit dem 31. Januar 2008 ist YouTube in der Volksrepublik China mit einigen Unterbrechungen gesperrt und nicht erreichbar. Die chinesische Medienbehörde hat mitgeteilt, dass damit der Zugriff und die Verbreitung von pornografischem Material verhindert werden sollen. Darüber hinaus möchte man angeblich sicherstellen, dass keine Videos im Internet gezeigt werden, die Staatsgeheimnisse verraten und somit der Stabilität der Gesellschaft schaden könnten.

Diese Zensur gilt jedoch nicht nur für YouTube, sondern für sämtliche Videoportale im Internet. Bereits seit dem 31. Januar 2008 dürfen in China erlaubte Videoportale nur noch von staatlich kontrollierten Unternehmen betrieben werden. Die chinesische Regierung kann dadurch bestimmen, welche Videos gezeigt werden dürfen und welche nicht.

Pakistan

In Pakistan wurde am 22. Februar 2007 nach einer Entscheidung der Pakistan Telecommunication Authority YouTube wegen der Vielzahl der „non-Islamic objectionable videos“ blockiert. In einem Bericht wurde der Film Fitna als Ursache für die Sperre genannt.[104]

Nachdem die beanstandeten Inhalte von den Servern entfernt worden waren, wurde die Sperre am 26. Februar 2007 aufgehoben.[105] Am 20. Mai 2010, am Everybody Draw Mohammed Day wurde YouTube wieder gesperrt.[106] Die Sperre wurde später wieder aufgehoben.

Im September 2012 wurde das Portal nach Protesten gegen das Video Innocence of Muslims gesperrt.[107]

Ende Dezember 2012 war das Portal drei Stunden lang erreichbar, bevor es ohne Angabe von Gründen von der Regierung erneut gesperrt wurde.[107]

Weitere Staaten

Sabotage und Hackerangriffe

Immer wieder werden bekannte Videokanäle auf YouTube angegriffen und verändert.

Sesamstraße

Im Oktober 2011 wurde der YouTube-Kanal der amerikanischen Ausgabe der Sesamstraße manipuliert. Neben der Umbenennung wurden pornographische Inhalte in den Kanal geladen und unflätige Kommentare veröffentlicht. Der Kanal hatte zum Zeitpunkt des Angriffs etwa 140.000 Abonnenten und fast 500 Millionen Videoaufrufe.[112]

Microsoft

Unbekannte verschafften sich am 23. Oktober 2011 Zugang zum YouTube-Konto von Microsoft und löschten diverse Inhalte, veränderten den Hintergrund und luden eigene Videos hoch. Microsoft erlangte jedoch am nächsten Tag bereits wieder die Kontrolle über den Kanal.[113]

YouTube Secret Talents Award

Hauptartikel: Secret Talents Award

Der „YouTube Secret Talents Award“ wurde 2007 ins Leben gerufen und letztmals 2011 veranstaltet. Er wurde parallel mit der YouTube-Aktion „Deutschland-Star“ gestartet. Der Wettbewerb diente zur Förderung der „kreativen User“ der Plattform. Nutzer sollten ihr Talent über hochgeladene Videos unter Beweis stellen. Eine prominente Jury nominierte dann aus den eingesendeten Videos die besten 25 bzw. 6 im Jahr 2011. Diese nominierten Videos wurden dann von der YouTube-Gemeinschaft bewertet. Der Wettbewerb endete mit einer Gala, zu der alle Nominierten eingeladen waren. Neben dem Gewinner wurden auch die Platzierungen 2 und 3 mit einer Auszeichnung geehrt.

YouTube Spaces

Ab Sommer 2012 eröffnete Google an mehreren Standorten weltweit „YouTube Spaces“, um erfolgreiche Partner durch Produktionskapazitäten und Schulungen unterstützen zu können. Dabei handelt es sich um professionelle Studios für die Aufzeichnung von YouTube-Videos, die unter anderem mit hochauflösenden Kameras, modernster Audio-Technik und Räumen für Aufnahmen mit der Bluescreen-Technik ausgestattet sind. Als erster ging im Juli 2012 der „YouTube Space“ im Londoner Stadtteil Soho in Betrieb.[114] Es folgte im November 2012 die mit gut 3800 m2 bislang größte derartige Einrichtung, der „Youtube Space Los Angeles“. Dieser wurde in einem ehemaligen Helikopter-Hangar des vormaligen Hughes Airport in Playa del Rey errichtet. Ein dritter „Space“ ging im Februar 2013 in Tokio in Betrieb.[115] Es folgte im Herbst 2014 noch ein „Space“ für die US-Ostküste in New York City.[116] Im April 2015 eröffnete Google in Berlin den ersten "YouTube Space" in Deutschland.[117]

YouTube Red

„YouTube Red“ ist ein kostenpflichtiges Abonnement von YouTube, das zurzeit nur in den Vereinigten Staaten angeboten wird. Funktionen hiervon sind Werbefreiheit, die Möglichkeit Videos auf Android und iOS offline und im Hintergrund anzuschauen, und ein kostenloses Google-Play-Musik-Abonnement.[118] Eigenproduzierte Filme und Serien finden sich unter den sogenannten „YouTube Red Originals“ wieder.[119][120]

Auszeichnungen

2007 wurden die Gründer Steve Chen und Chad Hurley von der International Academy of Digital Arts and Sciences bei der elften Verleihung des Webby Awards als Personen des Jahres mit einem Preis ausgezeichnet.[121] 2009 erhielt der in Merseburg geborene Jawed Karim den Sonderpreis des Deutschen IPTV Award.

Siehe auch

 Wikipedia: WikiProjekt YouTube – Wikipedia-interne Fachredaktion zum Thema YouTube

Literatur

  • Bloomberg Businessweek: Hollywood’s Big-Money YouTube Hit Factory, 28. August 2014.
  • Jean Burgess, Joshua Green: YouTube: online video and participatory culture. Polity Press, Cambridge 2009, ISBN 978-0-7456-4479-0.
  • Oliver Creutz: YouTube. Und die ganze Welt schaut zu. In: stern, Nr. 15, 4. April 2012, S. 30–38. (Titelgeschichte)
  • Sven-Oliver Funke: Video ist King! Erfolgreiches Online-Marketing mit YouTube. Rheinwerk, Bonn 2016, ISBN 978-3-8362-3925-7.
  • Joachim Gerloff: Erfolgreich auf YouTube. Social-Media-Marketing mit Online-Videos. mitp, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8266-8192-9.
  • Christoph Krachten, Carolin Hengholt: YouTube. Spaß und Erfolg mit Online-Videos. 2., aktualisierte Auflage. dpunkt, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-89864-817-2.
  • Roman Marek: Understanding YouTube: über die Faszination eines Mediums, Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2332-1 (Dissertation Uni Paderborn 2012).
  • Pelle Snickars: The YouTube reader. National Library of Sweden, Stockholm 2009, ISBN 978-91-88468-11-6.
  • Reto Stuber: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter, XING und Co. Vierte, überarbeitete Auflage. Data Becker, Düsseldorf 2011, ISBN 978-3-8158-3063-5, S. 421–446.
  • Christian Tembrink, Marius Szoltysek, Hendrik Unger: Das Buch zum erfolgreichen Online-Marketing mit YouTube. O’Reilly, Köln 2014, ISBN 978-3-95561-520-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Rolfe Winkler: YouTube: 1 Billion Viewers, No Profit. In: Wall Street Journal. 25. Februar 2015, abgerufen am 17. Juli 2015.
  2. Erklärung des Partnerprogamms auf der Seite des Anbieters Google
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  4. YouTube. Abgerufen am 23. September 2015.
  5. „Das allererste YouTube-Video: Ältester Clip feiert zehnjähriges Jubiläum“ chip.de, abgerufen am 25. April 2015
  6. Me at the zoo, YouTube.com, hochgeladen am 23. April 2005, abgerufen am 7. Mai 2005.
  7. Google To Acquire YouTube for $1.65 Billion in Stock. 6. Oktober 2006, abgerufen am 28. August 2012 (englisch).
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  9. Jan Kluczniok: YouTube: Videoportal bietet nun Kinofilme kostenlos an. In: netzwelt. Abgerufen am 13. August 2012.
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  12. Tipp: YouTube-Videos in hoher Qualität anschauen. 21. Juli 2008, abgerufen am 28. August 2012.
  13. Spezialseite zur Aktivierung von HTML5. YouTube, abgerufen am 28. August 2012.
  14. Unladen Swallow – Python on LLVM. 7. Oktober 2009, abgerufen am 28. August 2012 (PDF; 844 kB).
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  21. YouTube: Videos dürfen nun 15 Minuten lang sein. In: Chip Online. 30. Juli 2010, abgerufen am 28. August 2012.
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  91. vgl. Jan Wiele: Die Dialektik der Bauchnabelfluse. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. Februar 2013, abgerufen am 21. Mai 2015
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  105. Pakistan lifts YouTube ban. In: ABC News. 27. Februar 2008, abgerufen am 28. August 2012.
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  109. Thailand blocks access to YouTube. In: BBC News. 4. April 2007, abgerufen am 28. August 2012.
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  111. Censorship fears rise as Iran blocks access to top websites. In: The Guardian. 4. Dezember 2006, abgerufen am 28. August 2012 (englisch).
  112. YouTube-Kanal geknackt: Sex-Videos statt Sesamstraße. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Oktober 2011, abgerufen am 28. August 2012.
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