Yquelon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Yquelon
Wappen von Yquelon
Yquelon (Frankreich)
Yquelon
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Avranches
Kanton Granville
Gemeindeverband Granville, Terre et Mer
Koordinaten 48° 51′ N, 1° 33′ WKoordinaten: 48° 51′ N, 1° 33′ W
Höhe 17–67 m
Fläche 2,14 km2
Einwohner 1.069 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 500 Einw./km2
Postleitzahl 50400
INSEE-Code

Mairie Yquelon

Yquelon ist eine französische Gemeinde mit 1069 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Avranches und zum Gemeindeverband Granville, Terre et Mer.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yquelon liegt unmittelbar östlich von Granville, einer kleinen Küstenstadt am Golf von Saint-Malo, wenige Kilometer nördlich des Mont-Saint-Michel. Die Gemeinde im überwiegend flachen Hinterland der Küste hat trotz altem Dorfkern den Charakter einer Vorstadt – die Übergänge zu den Nachbargemeinden Longueville im Norden, Anctoville-sur-Boscq im Osten, Saint-Planchers im Südosten, Granville im Süden und Südwesten sowie Donville-les-Bains im Nordwesten sind teilweise fließend. Das flache Gelände der nur 2,14 km² großen Gemeinde wird durch Felder und Wiesen sowie durch Siedlungs- und Verkehrsflächen bestimmt; Waldgebiete fehlen, wenn man von Auwaldresten im Tal des Boscq absieht, einem knapp 18 Kilometer langen Küstenfluss, der die Nordgrenze der Gemeinde bildet und im nahen Granville in den Ärmelkanal mündet.

Zu Yquelon gehören die Ortsteile und Weiler Le Manoir, Le Taillais und La Lande.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Yquelon ist skandinavischen Ursprungs und bedeutet so viel wie ‚Eichenzweig‘. Er tauchte als Ikelum erstmals 1162 urkundlich auf. Über Hiquelon, Ikelon und Ichelon entwickelte sich die Schreibweise ab 1280 zum heutigen Yquelon.

Bereits um 1022 schenkte Richard II., der Herzog der Normandie, dem Kloster Mont-Saint-Michel die Pfarrei Yquelon mit ihren Ländereien, die damals Teil des Dekanates Saint-Pair in der Erzdiözese Coutances und Teil der Baronie von Saint-Pair-sur-Mer war.

Von 1907 bis 1935 hatte Yquelon einen Haltepunkt an den Bahnlinien von Granville nach Sourdeval bzw. nach Condé-sur-Vire.[1]

Nach einer Ausweisung neuer Baugebiete und dem damit verbundenen Ausbau des Wasser- und Abwassernetzes ab 1982 erweiterte sich die Siedlungsfläche in Yquelon signifikant. Im Zuge dieser Erweiterung entstanden auch die Gewerbegebiete an der Route de Villedieu und der Avenue de l’Europe.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2016
Einwohner 398 426 491 674 718 958 991 1.069

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die romanische Kirche Saint-Pair stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Sie verfügt über einen Kelch aus dem 18. Jahrhundert und über ein Gemälde aus dem Jahr 1743, auf dem die von einem Engel gekrönte Heilige Katharina dargestellt ist.

Kirche Saint-Pair

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Yquelon gibt es neben landwirtschaftlichen Betrieben zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen sowie kleine mittelständische Industriebetriebe (u. a. eine Möbelfabrik.[2]). In den letzten Jahren erlangte der Fremdenverkehr eine zunehmende Bedeutung. Durch die Nähe zu den Sandstränden am Ärmelkanal und die relative Nähe zum Großraum Paris (285 Kilometer) entstanden viele Pensionen und Hotels, deren Preise deutlich moderater als in direktem Küstenumfeld sind. Darüber hinaus verfügen viele Hauptstädter in Yquelon und Umgebung über Zweit- bzw. Ferienwohnungen.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chemins de Fer de la Manche. Abgerufen am 31. Januar 2013 (französisch).
  2. infos auf annuaire-mairie.fr. Abgerufen am 1. Februar 2013 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yquelon – Sammlung von Bildern