Yulimar Rojas

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Yulimar Rojas Leichtathletik

Yulimar Rojas (2017)
Yulimar Rojas in Birmingham 2017

Voller Name Yulimar Andrea Rojas Rodríguez
Nation VenezuelaVenezuela Venezuela
Geburtstag 21. Oktober 1995 (23 Jahre)
Geburtsort Puerto La Cruz, Venezuela
Größe 192 cm
Gewicht 72 kg
Karriere
Disziplin Dreisprung
Bestleistung 15,41 m Sport records icon NR.svg
Verein FC Barcelona
Trainer Iván Pedroso
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Panamerikanische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Südamerikaspiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Südamerikameisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 Rio de Janeiro 2016 14,98 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Gold0 London 2017 14,91 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Gold0 Portland 2016 14,41 m
0Gold0 Birmingham 2018 14,63 m
Logo der Pan American Games Panamerikanische Spiele
0Gold0 Lima 2019 15,11 m
Südamerikaspiele
0Gold0 Santiago de Chile 2014 1,79 m
Südamerikameisterschaften
0Gold0 Lima 2015 14,14 m
0Silber0 Asunción 2017 14,36 m
letzte Änderung: 6. September 2019

Yulimar Andrea Rojas Rodríguez (* 21. Oktober 1995 in Puerto La Cruz) ist eine venezolanische Dreispringerin, die zu Beginn ihrer Karriere auch im Hoch- und Weitsprung an den Start ging. Zu ihren größten Erfolgen im Dreisprung gehören der Gewinn der Silbermedaille bei den Olympische Sommerspiele 2016 in Rio und der Goldmedaille bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 in London.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste internationale Erfahrungen sammelte Yulimar Rojas bei den Juniorensüdamerikameisterschaften 2011 in Medellín, bei denen sie mit übersprungenen 1,78 m die Goldmedaille im Hochsprung gewann. Im Jahr darauf wurde sie bei den Ibero-Amerikanischen Meisterschaften in Barquisimeto mit 1,75 m Sechste und gewann anschließend bei den U23-Südamerikameisterschaften in São Paulo mit 1,73 m die Bronzemedaille. Anschließend erreichte sie bei den Jugendsüdamerikameisterschaften in Mendoza mit 1,68 m Rang vier. 2013 wurde Rojas Venezolanische Meisterin im Hochsprung und belegte sie bei den Südamerikameisterschaften in Cartagena mit 1,73 m den fünften Platz im Hochsprung sowie mit 6,18 m Rang sieben im Weitsprung. Anschließend gewann sie bei den Panamerikanischen Juniorenmeisterschaften in Medellín mit 1,76 m die Silbermedaille und wurde mit der venezolanischen 4-mal-100-Meter-Staffel in 46,70 s Vierte. Bei den Juegos Bolivarianos in Trujillo gewann sie mit einer Höhe von 1,76 m ebenfalls Silber und wurde mit einer Weite von 5,87 m Sechste im Weitsprung. 2014 siegte sie bei den Südamerikaspielen in Santiago de Chile mit 1,79 m. Anschließend erreichte sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Eugene mit 5,81 m Elfte im Weitsprung und schied im Dreisprung mit 12,99 m in der Qualifikation aus. Es folgte der Sieg mit 6,53 m im Weitsprung beim Panamerikanischen Sportfestival in Mexiko-Stadt und den beiden Goldmedaillen im Weit- und Dreisprung bei den U23-Südamerikameisterschaften in Montevideo. Zum Ende der Saison wurde sie bei den Zentralamerika- und Karibikspielen in Xalapa in beiden Bewerben jeweils Vierte.

2015 siegte sie mit 14,14 m bei den Südamerikameisterschaften in Lima und belegte mit 6,20 m den vierten Platz im Weitsprung. Anschließend wurde sie bei den Panamerikanischen Spielen in Toronto mit 14,37 m Vierte im Dreisprung sowie mit einer Weite von 6,36 m Elfte im Weitsprung. Im Oktober gewann sie bei den Militärweltspielen im südkoreanischen Mungyeon mit 13,82 m die Silbermedaille und belegte im Hoch- und Weitsprung die Ränge vier und acht. 2016 überraschte sie mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Hallenweltmeisterschaften in Portland, bei denen sie sich mit 14,41 m gegen die Deutsche Kristin Gierisch durchsetzte.[1] Sie qualifizierte sich zudem auch für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, bei denen sie sich mit 14,98 m im Finale nur der Kolumbianerin Caterine Ibargüen geschlagen geben musste. 2017 verlor sie überraschen auch ihren Titel bei den Südamerikameisterschaften in Luque an die Brasilianerin Núbia Soares. Jedoch siegte sie anschließend bei den Weltmeisterschaften in London mit einer Weite von 14,91 m im Finale und gewann damit zum ersten Mal eine Goldmedaille für Venezuela bei diesen Titelkämpfen. Im Jahr darauf verteidigte sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham mit 14,63 m ihren Titel erfolgreich, bestritt aber die gesamte Saison hinweg keine Wettkämpfe mehr. 2019 sprang sie im Februar in Madrid mit 14,92 m einen neuen Hallen-Südamerikarekord. Im Freien stieg sie erst im Juni in die Saison ein, stellte dann in Huelva aber sogleich einen neuen Landesrekord von 15,06 m auf. Bei den Panamerikanische Spielen 2019 in Lima verbesserte sie diesen mit 15,11 m ein weiteres Mal und gewann damit die Goldmedaille.

Rojas Lebensmittelpunkt inzwischen in Barcelona, wo sie für Leichtathletikabteilung des FC Barcelona startet. Ihr Trainer ist der frühere Weitsprung-Weltmeister und Olympiasieger Iván Pedroso.[2]

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hochsprung: 1,87 m, 5. April 2013 in Barquisimeto
  • Weitsprung: 6,57 m (0,0 m/s), 17. April 2015 in Barinas
  • Dreisprung: 15,41 m (+1,5 m/s), 6. September 2019 in Andújar (Südamerikarekord)
    • Dreisprung (Halle): 14,92 m, 8. Februar 2019 in Madrid (Südamerikarekord)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yulimar Rojas – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Javier Clavelo Robinson: Portland heralds a turning point for Rojas and Venezuela (englisch) IAAF. 26. März 2016. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  2. Gunnar Meinhardt: „Genetisch ist sie von Gott geküsst worden“. Die Welt, 8. August 2017