Zähringen (Freiburg im Breisgau)

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Wappen Freiburg
Wappen
Zähringen
Freiburg im Breisgau
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (FR)
Baden-Württemberg, Deutschland
Lage im Stadtkreis Freiburg
Basisdaten
Stadtteil von Freiburg
Stadtteilnummer: 22 (Bezirk: 220)
eingemeindet am: 1. Januar 1906
Geografische Lage: 48° 1′ 26″ N, 7° 51′ 48″ OKoordinaten: 48° 1′ 26″ N, 7° 51′ 48″ O
Höhe: 250 m ü. NN
Fläche: 3,13 km²
Einwohner: 9.375 (31. Dezember 2017)
Bevölkerungsdichte: 2995 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 18 %
Postleitzahl: 79104, 79106, 79108
Vorwahl: 0761
Internetauftritt: www.zaehringen.de

Zähringen ist ein Stadtteil von Freiburg im Breisgau, der im Norden der Stadt liegt. Südlich befindet sich der Stadtteil Herdern, im Westen der Stadtteil Brühl, nördlich die Gemeinde Gundelfingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Zähringen hat knapp 9400 Einwohner (Stand Ende 2017).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1080 wird in einem Bericht Otto von Freisings erstmals eine Burg Zähringen erwähnt, ein erster urkundlicher Nachweis findet sich 1128 im Rotulus Sanpetrinus. Die Entstehungsgeschichte der Burg bis dahin liegt im Dunkeln. Das darunterliegende Dorf Zähringen wird 1008 erstmals in einer Schenkungsurkunde, der sogenannten Wildbannurkunde von König Heinrich II., an das Bistum Basel erwähnt, zusammen mit den Namen der Freiburger Stadtteile Herdern und Wiehre, der Nachbargemeinde Gundelfingen und anderer Orte im Breisgau. Auf die Herzöge von Zähringen folgten die Grafen von Freiburg, die das Dorf Zähringen 1327 an die Schnewlin Bernlapp verkauften. 1443 ging das Dorf in den Besitz der Schnewlin zum Wiger und 1536 in den der Schnewlin von Landeck über, ehe die Herren von Sickingen sie Ende des 16. Jahrhunderts beerbten.[1]

In den Jahren 1822/23 wurde die katholische St.-Blasius-Kirche im Weinbrenner-Stil nach den Plänen von Christoph Arnold, einem Schüler Friedrich Weinbrenners, erbaut.

Kurz vor der Eingemeindung hatte Zähringen 2.185 Einwohner (1904). Darunter waren 1.926 Katholiken, 253 Protestanten und 6 Sonstige in 455 Haushaltungen und 237 Gebäuden. Am 1. Januar 1906 trat der Vereinigungsvertrag mit der Stadt Freiburg in Kraft.

Am 10. März 1910 wurde Zähringen durch die Eröffnung der Strecke zwischen Okenstraße und Reutebachgasse an die Straßenbahn angeschlossen.[2] Seit Dezember 2015 fährt hier die Linie 4 von der Messe bis zum südlichen Ortsrand Gundelfingens.

1958/59 wurde an der Tullastraße die evangelische Thomaskirche erbaut.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2020 wurde in der Alban-Stolz-Anlage zwischen Alban-Stolz-Straße, jetzt Denzlinger Straße,[3] und Isfahanallee ein Pumptrack eröffnet.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1000 Jahre Zähringen. Mosaiksteine zu Geschichte und Gegenwart, hrsg. vom Bürgerverein Zähringen, Lavori, Freiburg 2008, ISBN 978-3-935737-58-6
  • Hans-Josef Wollasch: St. Blasius in Zähringen. Der Weg einer Pfarrgemeinde durch acht Jahrhunderte, Lavori, Freiburg 2008, ISBN 978-3-935737-03-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Zähringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zähringen – Altgemeinde~Teilort. leo-bw.de, abgerufen am 12. Juli 2020.
  2. 100 Jahre Straßenbahn in Zähringen auf nahverkehr-breisgau.de
  3. Freiburger Gemeinderat stimmt zu: Straßen werden umbenannt. In: baden.fm vom 15. Juli 2020. Abgerufen am 9. September 2020.
  4. Stefan Mertlik: Stadt eröffnet Freiburgs ersten Pumptrack in Zähringen. Badische Zeitung, 30. Juni 2020, abgerufen am 3. Juli 2020.