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Zürcher Sechstagerennen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hallenstadion Zürich Radrennbahn 1966

Das Zürcher Sechstagerennen war eine traditionelle Radsportveranstaltung in Zürich-Oerlikon, welche erstmals 1954 und zuletzt 2014 ausgetragen wurde.

Im extra dafür gebauten Hallenstadion wurden ab der Eröffnung 1939 Rennen veranstaltet, doch das erste Zürcher Sechstagerennen wurde erst 1954 durchgeführt. Die Bahn bestand aus Holz, welches wegen seiner hohen Qualität aus Kamerun importiert worden war. Am 3. März 1954 gab die damals populäre Sängerin Lys Assia den Startschuss vor ausverkauftem Haus.[1]

Es fand regelmässig bis 2001 statt, als es wegen Zuschauermangel und Finanzproblemen nicht mehr fortgeführt wurde. Ab 2004 wurde die Rennbahn in der Halle abgerissen, da sie bei den meisten Veranstaltungen des Hallenstadions nur im Weg stand.[2]

2006 wurde es jedoch durch die Alt-Radsportler Max Hürzeler, Urs Freuler und den Organisator Ueli Gerber wieder neu lanciert. Traditionell fand das Sechstagerennen zwischen Mitte November und Mitte Dezember statt. In den Jahren 2006/07 und 2007/08 fand das Radrennen allerdings über den Jahreswechsel statt. Die Fahrer feierten Silvester in der Halle.

Zürcher Sechstagerennen, 2007
Grégory Rast in Zürich, 2007
Iljo Keisse und Robert Bartko in Zürich, 2007
Im Hallenstadion bestand bis zum Abbruch der Rennbahn ein Raumproblem für Events, zudem waren die Zuschauer zu weit entfernt.

Neben den Profirennen wie Américaine, Zeitfahren, Ausscheidungsfahren und Steherrennen wurde ein umfangreiches Showprogramm geboten. Seit 2009 wurde die Ausstellung mit allen Neuheiten im Radsport attraktiv erweitert.

Rekordsieger beim Zürcher Sechstagerennen ist der Schweizer Bruno Risi mit elf Siegen, gefolgt von seinem langjährigen Partner Kurt Betschart und Fritz Pfenninger mit je sieben Siegen. Rekordteilnehmer mit 21 Starts ist der Berliner Klaus Bugdahl, gefolgt von Pfenninger mit 18 Starts.[3]

Ab 2011 hiess die Veranstaltung Sixday-Nights Zürich, da sie nur noch an vier statt an sechs Abenden stattfand, jeweils von Mittwoch bis Samstag. Im Februar 2015 gaben die Veranstalter bekannt, dass die Austragung im Jahre 2014 die letzte gewesen sei, da die finanziellen Belastungen zu hoch geworden seien.[4]

201458Vereinigtes Königreich Mark Cavendish Iljo Keisse
201357 Silvan Dillier Iljo Keisse
201256 Kenny De KeteleNiederlande Peter Schep
201155 Iljo Keisse Franco Marvulli
201054Deutschland Robert BartkoDeutschland Danilo Hondo
200953 Bruno Risi -11- Franco Marvulli
200852 Bruno Risi -10-Niederlande Danny Stam
2007/0851 Bruno Risi -9- Franco Marvulli
2006/0750 Bruno Risi -8- Franco Marvulli
...nicht stattgefunden
200149Australien Scott McGrory Matthew Gilmore
200048 Bruno Risi -7- Kurt Betschart
199947 Bruno Risi -6- Kurt Betschart
199846 Bruno Risi -5- Kurt Betschart
199745Italien Silvio MartinelloItalien Marco Villa
199644 Bruno Risi -4- Kurt Betschart
199543 Bruno Risi -3- Kurt Betschart
199442 Urs Freuler -6-Deutschland Carsten Wolf
199341 Bruno Risi -2- Kurt Betschart
199240 Bruno Risi Kurt Betschart
199139 Werner Stutz Stephan Joho
199038Italien Adriano Baffi -2-Italien Pierangelo Bincoletto
198937Italien Adriano BaffiItalien Pierangelo Bincoletto
198836 Daniel Gisiger Jörg Müller
198735 Urs Freuler -5- Dietrich Thurau
198634 Urs Freuler -4- Daniel Gisiger
198533Niederlande René Pijnen -2-Dänemark Gert Frank
198432 Urs Freuler -3- Daniel Gisiger
198331 Urs Freuler -2- Daniel Gisiger
198230 Urs Freuler Robert Dill-Bundi
198129 Dietrich Thurau Albert Fritz
198028 Horst Schütz Roman Hermann
197927 Patrick Sercu Albert Fritz
197826Niederlande René Pijnen René Savary
197725 Eddy Merckx Patrick Sercu
197624 Wilfried Peffgen Albert Fritz
197523 Patrick Sercu Günter Haritz
197422 Klaus Bugdahl -5-Australien Graeme Gilmore
197321Niederlande Leo DuyndamNiederlande Piet de Wit
197220 Albert Fritz / / Wilfried Peffgen / Australien Graeme Gilmore
197119 Klaus Bugdahl -4- / Dieter Kemper / Louis Pfenninger
197018 Niederlande Peter Post -4- / Fritz Pfenninger / Erich Spahn
196917 Klaus Bugdahl -3- Dieter Kemper
196816 Klaus Bugdahl -2- Fritz Pfenninger
196715Dänemark Palle LykkeDänemark Freddy Eugen
196614 Rudi Altig Sigi Renz
196513Niederlande Peter Post -3- Fritz Pfenninger
196412Niederlande Peter Post -2- Fritz Pfenninger
196311Niederlande Peter Post Fritz Pfenninger
196210 Klaus Bugdahl Fritz Pfenninger
19619 Rik Van Steenbergen -2- Emile Severeyns
19608Dänemark Kay Werner NielsenDänemark Palle Lykke
1959 II7 Walter BucherAustralien Reginald Arnold
1959 I6 Rik Van Steenbergen Emile Severeyns
19585 Jean Roth -2- Fritz Pfenninger
19574Niederlande Gerrit Schulte -2- Armin von Büren
19563Niederlande Gerrit SchulteDänemark Kay Werner Nielsen
19552 Jean Roth Walter Bucher
19541 Hugo Koblet Armin von Büren
  • AG Hallenstadion Zürich: Erinnerungen an die Radrennen auf der legendären Holzpiste. Zürich, 2001.

Einzelnachweise

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  1. Sepp Renggli: Hallenstadion Zürich. Zürich 2002, S. 6.
  2. Sanierung Hallenstadion, swiss-architects.com, 5. Juni 2006
  3. Abschied vom Zürcher Hallenstadion. In: nzz.ch. 12. März 2004, abgerufen am 4. Juni 2023.
  4. Zürcher Sechstagerennen findet nicht mehr statt. rad-net, 28. Februar 2015, abgerufen am 28. Februar 2015.