Ząbrowo (Stare Pole)

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Ząbrowo
Ząbrowo führt kein Wappen
Ząbrowo (Polen)
Ząbrowo
Ząbrowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Malbork
Gmina: Stare Pole
Geographische Lage: 54° 5′ N, 19° 13′ OKoordinaten: 54° 5′ 0″ N, 19° 13′ 0″ O
Einwohner: 387 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 82-220 (Stare Pole)
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: GMB
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Ząbrowo (deutsch Sommerau) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es gehört zu Gmina Stare Pole (Altfelde) im Powiat Malborski (Marienburger Kreis).[2] Der Ort hat etwa 430 Einwohner.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt im historischen Westpreußen im Kleinen Marienburger Werder am Ostufer der Nogat, eines 62 Kilometer langen Mündungsarms der Weichsel, etwa 50 Kilometer südöstlich von Danzig.

Dorfkapelle

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Bewohner des Umgegend wegen der Gefährdung von Mensch und Tier durch Hochwasser wiederholt die Einrichtung einer Fährverbindung über die Weichsel bei Sommerau verlangt hatten, gewährt George Kostka im Jahr 1603 dem Krüger des Dorfs das Recht, eine Fähre halten zu dürfen, wofür die Dorfbewohner jährlich drei Mark zu bezahlen hatten.[3]

Das Dorf Sopmmerau gehörte seit 1818 zum Landkreis Marienburg in Westpreußen (bis 1920 im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen, von 1920 bis 1939 im Regierungsbezirk Westpreußen der Provinz Ostpreußen und von 1939 bis 1945 im Regierungsbezirk Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen).

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Sommerau im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde das Dorf im Sommer 1945 gemäß dem Potsdamer Abkommen zusammen mit ganz Westpreußen und der südlichen Hälfte Ostpreußens zum Bestandteil der Volksrepublik Polen. Anschließend begann die Zuwanderung polnischer Migranten. Soweit die einheimischen Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit aus Ząbrowo vertrieben.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1798 195 davon 116 Evangelische, 73 Katholiken und sechs Mennoniten[4]
1816 220 [5]
1852 362 [6]
1864 459 am 3. Dezember [7]
1925 307 [8]
1933 665 [8]
1939 665 [8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Kilometer südöstlich von Ząbrowo verläuft die Landesstraße DK 22, eine Verkehrsverbindung, über die im Osten die Grenze der russischen Exklave Oblast Kaliningrad erreicht werden kaann.

Kirchspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Kirchenglieder waren vor 1945 in Fischau eingepfarrt.

Die heute in Sommerau anwesende Bevölkerung gehört fast ausschließlich der polnischen römisch-katholischen Kirche an.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 28. Juni 2017
  2. Statistiken auf Stat.gov.pl
  3. Hermann Eckerdt: Geschichte des Kreises Marienburg. Bretschneider, Marienburg 1868, S. 125..
  4. Jahrbücher der preußischen Monarchie unter der Regierung Friedrich Wilhelms des Dritten. Band 4, Unger, Berlin 1799, S. 409.
  5. Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 4: P–S, Halle 1823, S. 341.
  6. Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 586.
  7. Preußisches Finanzministerium: Ergebnisse der Grund- und Gewerbesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Danzig. Danzig 1867. Siehe: 6. Kreis Marienburg, S. 18, Ziffer 133.
  8. a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/marienburg_op.html