Zabitz (Osternienburger Land)

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Zabitz
Wappen von Zabitz
Koordinaten: 51° 47′ 8″ N, 11° 55′ 23″ O
Höhe: 73 m ü. NN
Fläche: 8,32 km²
Einwohner: 514 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06369
Vorwahl: 03496

Zabitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Ortsmitte Zabitz

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zabitz liegt zwischen Schönebeck (Elbe) und Köthen (Anhalt) am Rande des Biosphärenreservates Mittelelbe.

Als Ortsteile der ehemaligen Gemeinde waren ausgewiesen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zabitz wurde erstmals im Jahr 1332[1] oder am 28. Dezember 1156[2] urkundlich erwähnt. Es ist aber auch möglich, dass eine Siedlung dieses Namens schon früher im 10. Jahrhundert existiert haben kann, da die Endung "itz" auf einen slawischen (wendischen) Ursprung hinweist.

In den Jahren nach 1945 war Zabitz vordergründig ein landwirtschaftlicher Ort. Viele Bürger des Ortes arbeiteten in den LPG des Ortes. Mit der Entwicklung und der allmählichen Erholung des Ortes nach dem Zweiten Weltkrieg suchten mehr und mehr Einwohner eine Arbeit in den Großbetrieben der damaligen Kreisstadt Köthen. Hauptversorgungsfeld blieb jedoch die Landwirtschaft, die auch in den einzelnen Haushalten spürbar war.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Zabitz, Chörau, Diebzig, Dornbock, Drosa, Elsnigk, Großpaschleben, Kleinpaschleben, Libbesdorf, Micheln, Osternienburg, Reppichau, Trinum und Wulfen zur Einheitsgemeinde Osternienburger Land zusammen.[3] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg, zu der diese Gemeinden gehörten, aufgelöst.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau drei silberne Pfähle belegt mit nach oben abgewinkelten Mittelkreuzbalken 2 : 1.“

Zabitz besteht aus drei Ortsteilen: Maxdorf, Thurau und Zabitz. In diesen Orten war früher das ritterliche Geschlecht der Familie von Thurow ansässig, die über Generationen den Ort und die Region prägten. Es ist Beschluss des Gemeinderates vom 18. April 2006 das Wappen der erloschenen Familie von Thurow als Gemeindewappen zu führen.

Das Wappen wurde 2006 vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Den Heraldikern war schon in den zurückliegenden Jahrhunderten nicht recht klar, was die drei „Gabeln“ im Thurowschen Wappen bedeuten. Mantzsch vertritt angesichts des frühen Nachweises der Insignien die Auffassung, dass es aus ehemaligen Hauszeichen bzw. Gemarkungszeichen entstandene Symbole sind. Im frühen anhaltischen Landadel finden sich mehrfach 2:1 gestellte Wappenzeichen, deren Zuordnung heute nur zu vermuten ist (z. B. Grafschaft Brehna), weil sie aus einer Zeit weit vor des Aufkommens einer heraldischen Terminologie stammen.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der ehemaligen Gemeinde Zabitz ist Weiß und Blau (1:1) gestreift (Längsform: Streifen senkrecht verlaufend, Querform: Streifen waagerecht verlaufend). Das Wappen der Gemeinde ist mittig auf die Flagge aufgelegt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Zabitz führt die Bundesstraße 185 von Bernburg (Saale) nach Köthen (Anhalt). Im Osten von Zabitz befindet sich die Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zabitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Verwaltungsgemeinschaft, Gemeinden – Zabitz, abgerufen am 27. Jan. 2009, (WebCite (Memento vom 27. Januar 2009 auf WebCite))
  2. Website der Stadt Südliches Anhalt, Trebbichau an der Fuhne, abgerufen am 4. Juni 2011.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010