Zachenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zachenberg
Zachenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zachenberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 58′ N, 13° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Verwaltungs­gemeinschaft: Ruhmannsfelden
Höhe: 602 m ü. NHN
Fläche: 27,3 km²
Einwohner: 2073 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94239
Vorwahl: 09929
Kfz-Kennzeichen: REG
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 146
Gemeindegliederung: 37 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 1
94239 Ruhmannsfelden
Webpräsenz: www.zachenberg.de
Bürgermeister: Michael Dachs sen. (Freie Wählergemeinschaft Triefenried)
Lage der Gemeinde Zachenberg im Landkreis Regen
Landkreis Cham Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Deggendorf Landkreis Freyung-Grafenau Zwiesel Zachenberg Viechtach Teisnach Ruhmannsfelden Rinchnach Regen (Stadt) Prackenbach Patersdorf Lindberg Langdorf Kollnburg Kirchdorf im Wald Kirchberg im Wald Gotteszell Geiersthal Frauenau Drachselsried Böbrach Bodenmais Bischofsmais Bayerisch Eisenstein Arnbruck Achslach TschechienKarte
Über dieses Bild
Die Dorfkapelle in Zachenberg
Blick auf Zachenberg

Zachenberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zachenberg liegt in der Region Donau-Wald im Teisnachtal inmitten des Bayerischen Waldes am Nordfuß des Einödriegels (1121 m) und am Pfahl etwa 17 km südöstlich von Viechtach, zwölf km westlich der Kreisstadt Regen sowie 18 km nördlich von Deggendorf (A 92). Auf Gemeindegebiet befinden sich zwei Bahnstationen der Waldbahn in Gotteszell Bahnhof und in Triefenried. Diese bieten eine stündliche Verbindungen mit Plattling und Bayerisch Eisenstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zachenberg hat 37 Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Zachenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zachenberg gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Viechtach des Kurfürstentums Bayern. Das Kloster Gotteszell besaß hier bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1803 die Niedere Gerichtsbarkeit über seine einschichtigen Untertanen (offene Hofmark). Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1963 Einwohner
  • 1987: 2046 Einwohner
  • 2000: 2097 Einwohner
  • 2008: 2247 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 wie folgt zusammen:[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Michael Dachs (FWG Triefenried), gewählt bei der Stichwahl am 16. März 2008 mit 56,73 % der Stimmen und bei der Wahl 2014 mit 92,8 % im Amt bestätigt.[4] .

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 620 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 46 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 76 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 709. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 89 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1265 ha, davon waren 215 ha Ackerfläche und 1050 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Gotteszell Bahnhof liegt der nach der näher gelegenen Nachbargemeinde benannte Bahnhof an der Bahnstrecke Plattling – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein. Er wird im Stundentakt bedient. Seit 1928 mündet hier die private Bahnstrecke der Regentalbahn AG aus Viechtach, dem Stammsitz der Gesellschaft. Diese Bahnstrecke führte bis 1991 weiter nach Blaibach, wo sie Anschluss an die Bahnstrecke nach Cham hatte.

Unweit der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 11 zwischen Patersdorf und Deggendorf.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Baudenkmäler in Zachenberg

Denkmal für den ermordeten Zwangsarbeiter Jozef Trzeciak[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein für Josef Trzeciak; die Inschrift lautet: Hingerichtet als unschuldiges Opfer von Gewaltherrschaft und Rassismus

Am 8. Mai 2012, dem 70. Todestag der Hinrichtung des polnischen Zwangsarbeiters Józef Trzeciak wurde in unmittelbarer Nähe des Hinrichtungsortes ein Gedenkstein enthüllt.[5][6]

Jozef Trzeciak war als Zwangsarbeiter einem Bauernhof in der Gemeinde Zachenberg zugeteilt worden. Es entwickelte sich eine Liebesbeziehung zu einer 16-jährigen Enkelin des Bauern, der den Hof besaß. Jozef Trzeciak wurde deswegen gehängt, das Mädchen kam zeitweise in ein Konzentrationslager.

Der Gedenkstein in Zachenberg ist der erste Gedenkstein für einen hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter. In Niederbayern und der Oberpfalz hat Thomas Muggenthaler in seinem Buch insgesamt 22 solcher Verbrechen dokumentiert.[7]

Buswartehobel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buswartehobel

Kurz nach dem Ortsausgang von Zachenberg in Richtung Köckersried wurde ein altes Wartehäuschen von einem ortsansässigen Schreiner so umgestaltet, dass es nun unter dem Namen Buswartehobel die Form eines Hobels besitzt. Es ist weltweit das einzige Hobelwartehäuschen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111211/212946&attr=OBJ&val=791
  3. Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Gemeinderats am 16.03.2014
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  5. Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung am 9. Mai 2012
  6. Bericht in der Passauer Neuen Presse am 10. Mai 2012
  7. Siehe "Verbrechen Liebe" Seite über das Buch "Verbrechen Liebe" des Lichtung-Verlages

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zachenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien