Zahnstangenwinde

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Zahnstangenwinde in der Ausführung als Universalwinde

Eine Zahnstangenwinde, auch Stockwinde genannt, ist ein mechanisches Hebezeug.[1]

Mittels einer Kurbel wird ein Zahnrad entlang einer Zahnstange bewegt. Das Zahnrad ist auf einer Hülse, die über der Zahnstange gleiten kann, gelagert. Auf dieser Hülse ist ebenfalls das Zahnrad gelagert, so dass sich diese Hülse beim Drehen in Längsrichtung verschiebt. Stellt man diese Winde zwischen zwei zu bewegende Teile, so kann man diese auseinander drücken.

Damit die Last die Winde beim Auslassen der Kurbel nicht zurückdrückt, ist noch ein Klinkenrad, das als Sperre dient, montiert.

Diese Art von Winden gibt es für verschiedene Belastungen von 10 kN aufwärts bis zu besonders belastbaren Ausführungen, die eine Kraft von einigen hundert kN aufbringen können.

Da diese Winde einerseits sehr universell und sehr einfach zu bedienen ist und andererseits wenig Platz benötigt, wird sie beispielsweise im Katastrophenschutz, beim Technischen Hilfswerk sowie bei der Feuerwehr häufig verwendet. Die bekannteste Anwendung ist wohl der Wagenheber.

In Österreich wird sie oft, da sie eigentlich aus dem Eisenbahnbau kommt, als Südbahnwinde bezeichnet.

In Norddeutschland wird sie auch als Daumenkraft bezeichnet.

Die Werkstatt des letzten Windenbauers in der Schweiz in Wila wurde in ihrem Originalzustand mit Transmissionsantrieben von einem Verein übernommen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Martin, Peter Römisch und Andreas Weidlich: Materialflusstechnik: Konstruktion und Berechnung von Transport-, Umschlag- und Lagermitteln, Vieweg + Teubner (2004), Seite 104 (3.2.1 Zahnstangenwinde)
  2. Die "Alte Windenmacherei Brüngger Wyla"

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]