Zbrosławice

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Zbrosławice
Herb Zbroslawice.jpg
Zbrosławice (Polen)
Zbrosławice
Zbrosławice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Tarnowskie Góry
Geographische Lage: 50° 25′ N, 18° 45′ OKoordinaten: 50° 25′ 0″ N, 18° 45′ 0″ O
Einwohner: 2400
Postleitzahl: 42-674
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: STA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 21 Ortschaften
21 Schulzenämter
Fläche: 148,71 km²
Einwohner: 15.841
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2413092
Verwaltung (Stand: 2015)
Gemeindevorsteher: Wiesław Olszewski[2]
Adresse: Oświęcimska 2
42-674 Zbrosławice
Webpräsenz: www.zbroslawice.pl



Kirche Mariä Himmelfahrt
Das Pfarrhaus

Zbrosławice (deutsch Broslawitz) ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde (gmina wiejska) im Powiat Tarnogórski (Landkreis Tarnowitz) der Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Ufer des Flusses Drama umgeben von landwirtschaftlichen Flächen und waldbewachsenen Hügeln. Durch die Gemeinde verlaufen die Woiwodschaftsstraße 903 (droga wojewódzka 903) von Krakau (Kraków) nach Opole (Oppeln) und die Nr. 908 von Częstochowa (Tschenstochau) nach Gliwice (Gleiwitz).

Der Bahnhof Zbrosławice lag an der Bahnstrecke Zabrze–Tworóg, durch den Süden der Gemeinde verlief zudem ein heute stillgelegter Teil der Bahnstrecke Bytom–Wrocław.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Zweiten Weltkrieg war es eine preußische Landgemeinde im oberschlesischen Grenzgebiet zu Polen im Landkreis Beuthen-Tarnowitz. Am 1. Mai 1874 wurde der Amtsbezirk Broslawitz im Kreis Tarnowitz aus den Landgemeinden Broslawitz, Kempczowitz, Nierada und Ptakowitz und den Gutsbezirken Broslawitz, Kempczowitz und Ptakowitz gebildet. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer von Stockmanns aus Broslawitz. Gemeinde und Gutsbezirk Broslawitz hatten 1910 zusammen 493 Einwohner. Die Landgemeinden Kempczowitz und die Gutsbezirke Broslawitz und Kempczowitz wurden am 30. September 1928 in die Landgemeinde Broslawitz eingemeindet. Danach umfasste der Amtsbezirk Broslawitz nur noch die beiden Gemeinden Broslawitz und Ptakowitz.

Zum 1. Oktober 1936 wurden die Gemeinden Broslawitz und Ptakowitz zur neuen Gemeinde Dramatal zusammengeschlossen. 1939 hatte Dramatal 3.038 Einwohner. Ehemalige Ortsbezeichnungen waren Broslawitz, Broslawice, Dramathal, Dramatal, Zbrosławice (ab 1945).

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch bedeutsam ist die barocke Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus dem 17. Jahrhundert, welche von einem ersten Kirchhof der katholischen Pfarrgemeinde umgeben ist. Vom gotischen Vorgängerbau aus dem 14./15. Jahrhundert ist der Chor (Presbyterium) erhalten, der freistehende Glockenturm (Campanile) stammt aus dem Jahre 1564. Eine frühere Kirche (Allerheiligen) aus Holz stand bereits nachweislich Mitte des 13. Jahrhunderts.[3]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde gehören 21 Orte mit Schulzenamt (sołectwo):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zbrosławice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Website der Stadt (BIP), Urząd Gminy Zbrosławice, abgerufen am 23. Januar 2015
  3. Kościół w Zbrosławicach. Abgerufen am 12. Dezember 2014 (polnisch).