Zdroje (Stettin)

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Zdroje
Zdroje führt kein Wappen
Zdroje (Polen)
Zdroje
Zdroje
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Stadtteil von: Stettin
Geographische Lage: 53° 23′ N, 14° 38′ OKoordinaten: 53° 23′ 0″ N, 14° 38′ 0″ O
Einwohner:
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Autostrada A6
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów



Zdroje (deutsch Finkenwalde) ist ein südöstlicher Vorort Stettins am Ostarm der unteren Oder. Der Ort liegt am Stettiner Landschaftsschutzpark Buchheide (Szczeciński Park Krajobrazowy „Puszcza Bukowa“).

Der Stadtteil grenzt im Süden an die Gemeinde Stare Czarnowo (Neumark), die Grenze verläuft entlang der Autobahn Autostrada A6.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1750 gegründet. Bis 1945 gehörte er zu Deutschland, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er polnisch und wurde von Finkenwalde in Zdroje umbenannt. Die Eingemeindung nach Stettin erfolgte 1948.

Die Stettiner Orgelbauerfamilie Grüneberg baute in den Jahren 1905 bis 1912 in Finkenwalde eine neue Orgelbaufabrik, in der bis zu 65 Menschen beschäftigt waren. Die in der Zeit neben der Fabrik errichtete Villa der Familie war 2010 durch Abrisspläne gefährdet, da eine neue Straßenbahnlinie und Abwasserleitungen durch den Park geplant waren.[1]

Bekannt wurde der Ort durch das Predigerseminar der Bekennenden Kirche, das Dietrich Bonhoeffer von 1935 bis zum staatlichen Verbot 1937 leitete und danach illegal in Groß Schlönwitz fortführte. 2012 wurde in Zdroje ein Garten der Ruhe und Meditation zu Ehren Dietrich Bonhoeffers ('Ogród ciszy i medytacji Dietricha Bonhoeffera') eröffnet.[2]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Stephany (1830–1912), deutscher Journalist, Briefpartner Theodor Fontanes
  • Karl Berg (1868–1936), deutscher Rechtsmediziner
  • Hans Pagenkopf (1901–1983), deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Kommunalpolitiker
  • Klaus Dylewski (1916–2012), deutscher SS-Oberscharführer und Mitglied der Lagergestapo in Auschwitz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Orgelbauers Jugendstil. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. September 2010, Seite 34.
  2. Gazeta Wyborcza Szczecin, 10. Juni 2012