Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4

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Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Bergkamen Schacht Grimberg 3-4.jpg
Bergwerksanlage Grimberg 3/4 (1984)
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 36′ 38″ N, 7° 36′ 43″ OKoordinaten: 51° 36′ 38″ N, 7° 36′ 43″ O
Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 (Regionalverband Ruhr)
Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4
Lage Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4
Standort Weddinghofen
Gemeinde Bergkamen
Kreis (NUTS3) Unna
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier
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Gedenkstätte für die Opfer des Grubenunglücks 1946
Namensliste am Denkmal

Die Zeche Grimberg 3/4 war ein Steinkohlebergwerk in Bergkamen im nördlichen Ruhrgebiet. Sie gehörte wie die 4 km nördlich gelegene Zeche Grimberg 1/2 zur Zeche Monopol, dann Zeche Haus Aden (heute Bergwerk Ost mit einer Fläche von 285 km²). Die Anlage befand sich in Bergkamen-Weddinghofen an der Schulstraße. Auf dieser Zeche ereignete sich 1946 Deutschlands schwerstes Grubenunglück.

Bergwerksgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von Juli 1923 bis November 1926 abgeteufte Schacht 3 erreichte bei 411 m Teufe das Karbon. 1927 stillgelegt, soff er 1930 ab. Nach dem Sümpfen von 1932 bis 1934 wurde er 1936 wieder in Betrieb genommen, 1946 nach dem schweren Grubenunglück bis 800 m Teufe verfüllt, 1951 erneut in Betrieb genommen, 1972 in „Haus Aden 3“ umbenannt und 1987 auf eine Teufe von 1.635 Meter weitergetrieben. 1994 wurde der Schacht verfüllt.

Der daneben gelegene Schacht 4 wurde vom April 1934 bis April 1936 abgeteuft. 1936 wurde er in Betrieb genommen, nach dem schweren Grubenunglück 1946 mit einem Betondeckel verschlossen, 1948 wieder eröffnet, 1972 umbenannt in „Haus Aden 4“, und 1995 schließlich verfüllt.

Am 11. September 1944 kamen bei einer Schlagwetterexplosion 107 Bergleute, darunter viele sowjetische Zwangsarbeiter, ums Leben.

Am 20. Februar 1946 kamen 405 Bergarbeiter, darunter der Betriebsleiter und drei britische Offiziere der "North German Coal Control", bei einer Explosion in 930 Meter Tiefe im sog. Schacht Kuckuck ums Leben. Aufgrund der Druckwelle kam es sogar über Tage zu Opfern und die Fördereinrichtungen von Schacht 3 wurden vollständig zerstört. Nur 64 Bergleute überlebten, die über den Schacht Kiwitt (Grillo 3) geborgen wurden. Es ist nicht klar, ob es sich ursächlich um eine Schlagwetter- oder Kohlenstaubexplosion handelte, doch kritisierte der Untersuchungsbericht hinsichtlich des Kohlenstaubs: „Vom Streb bis in den Querschlag ging man wie auf einem Teppich“. Der letzte Überlebende des Unglücks war Friedrich Hägerling (geb. 1922, gest. 2013). Er wurde 30 Stunden nach dem Unglück gerettet und musste sich anschließend vor der britischen Militärverwaltung verantworten. Diese warf ihm vor, sich vor der Arbeit gedrückt und nur deshalb überlebt zu haben. Erst nach seiner detaillierten Zeugenaussage wurde Hägerling freigesprochen.[1][2] Noch heute gibt es gelegentlich Gedenkfeiern auf dem Waldfriedhof Bergkamen. Auf dem Friedhof Am Südhang befindet sich ein Denkmal.

1948 wurde die Zeche wiedereröffnet. Im Jahr 1996 wurden beide Schächte abgebrochen, 2003 auch die Tagesanlagen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage, Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster KG, Königstein i. Taunus, 1994, ISBN 978-3-7845-6994-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ich bin der Einzige, der noch lebt auf: n-tv.de. 13. Oktober 2010
  2. Letzter Überlebender des Kuckuck-Unglücks auf: wa.de. 7. September 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]