Zeddenick

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Zeddenick
Stadt Möckern
Wappen von Zeddenick
Koordinaten: 52° 8′ 23″ N, 11° 53′ 59″ O
Höhe: 59 m ü. NHN
Fläche: 6,04 km²
Einwohner: 132 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2009
Postleitzahl: 39291
Vorwahl: 039221
Dorfkirche
Dorfkirche

Zeddenick ist eine Ortschaft und ein Ortsteil von Möckern im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeddenick liegt an der Ehle, ca. vier Kilometer westlich von Möckern.

Naturräumlich gehört der Ort zum Zerbster Land, einer ackergeprägten offenen Kulturlandschaft und 536 km² großen Haupteinheit der übergeordneten Haupteinheitengruppe des Fläming im norddeutschen Tiefland. Das Zerbster Land bildet die Südwestabdachung des Flämings zur Elbe und gehört zum Einzugsgebiet dieses Flusses.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde im Jahr 992 als Zobemeh erstmals urkundlich erwähnt.

1813 fand hier am 5. April eines von insgesamt drei Vorpostengefechten statt, die später als Gefecht bei Möckern bezeichnet wurden. Das daran beteiligte Korps von Bülow bezog ein am Ort errichtetes Biwak.[4]

Am 30. September 1928 wurde das Vorwerk Zeddenick aus dem Gutsbezirk Amt Möckern mit der Landgemeinde Zeddenick vereinigt.[5]

Am 1. Januar 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Zeddenick nach Möckern eingemeindet.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Hartmut Lenschow.[7]

Blasonierung: „In Gold ein schwarz-silberner stehender Kiebitz.“

Es war Beschluss der Gemeinde vom 30. August 1995, den in der Dorfgemarkung sehr häufig vorkommenden Kiebitz in das Wappenbild aufzunehmen. Weil sich dieser Vogel seit vielen Generationen an einer bestimmten Stelle zu Tausenden sammelt, gibt es sogar in der Gemarkung ein Gelände, das bis heute den Namen „Kiebitzstücken“ trägt.

Das Wappen wurde 1995 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Die Flagge ist schwarz - gelb (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße 246, die Magdeburg mit Bad Belzig verbindet, sind es in südlicher Richtung ca. 700 m. Die Bundesautobahn 2 mit der Anschlussstelle Burg-Ost (74) wird in 16 km erreicht.

Es gibt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Biederitz–Altengrabow.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zeddenick befindet sich eine romanische Dorfkirche, die der Heiligen Elisabeth gewidmet ist und schon 1190 von Papst Clemens III als „ecclesia“ bestätigt wurde. Die Kirche ist mit romanische Wandmalereien und einem gotischen Altar welcher um 1420 entstanden ist, ausgestattet.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zeddenick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Ortschaften der Stadt Möckern. Stadt Möckern, abgerufen am 20. Februar 2017.
  2. Hauptsatzung der Stadt Möckern in der Fassung vom 25. September 2014. (Volltext [PDF; 125 kB; abgerufen am 20. Februar 2017]).
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Eduard von Fransecky: Geschichte des königlich Preußischen 16. Infanterie-Regiments. Wundermann, Münster 1834, S. 17 (Digitalisat [abgerufen am 4. Mai 2014]).
  5. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 202.
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste
  7. Ortsbürgermeister. Stadt Möckern, abgerufen am 4. Mai 2014.
  8. Elisabethkirche Zeddenick – Internetauftritt des Fördervereins "Rettet die romanische Dorfkirche Zeddenick" e.V. In: elisabethkirche-zeddenick.de. Abgerufen am 13. Januar 2018 (deutsch).