Zeilarn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zeilarn
Zeilarn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zeilarn hervorgehoben
Koordinaten: 48° 18′ N, 12° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 28,91 km2
Einwohner: 2141 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84367
Vorwahl: 08572
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 154
Gemeindegliederung: 87 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rupertistraße 22
84367 Zeilarn
Webpräsenz: www.zeilarn.de
Bürgermeister: Werner Lechl (Vereinigte Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Zeilarn im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Martin

Zeilarn ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeilarn liegt in der Region Landshut in typisch niederbayerischer Hügellandschaft direkt an der B 20 etwa 14 km südöstlich von Eggenfelden, 18 km nordöstlich von Altötting, 20 km nördlich von Burghausen, 17 km nordwestlich von Simbach und 20 km südwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen. Der nächstgelegene Bahnhof an der Strecke MühldorfBraunau befindet sich im neun Kilometer entfernten Marktl.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeilarn hat 86 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Gumpersdorf, Obertürken und Schildthurn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zeilarn als Cidlar bereits 788 im Güterverzeichnis der Erzdiözese Salzburg. Später gehörte der Ort zur Grafschaft Leonberg, 1319 nach deren Aussterben erbten die Grafen von Hals die Liegenschaften.

Bis zur Verwaltungsreform in Bayern 1818 gehörte es zum Rentamt Landshut und dem Landgericht Eggenfelden. Danach entstanden gemäß dem 2. Gemeindeedikt die Gemeinden Obertürken, Gumpersdorf und Schildthurn.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Zeilarn ist Ergebnis der Gebietsreform in Bayern mit der Zusammenlegung der Gemeinden Obertürken, Gumpersdorf und Schildthurn am 1. April 1971.[3]

Abtretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1980 wurde ein Gebiet mit etwas weniger als 100 Einwohnern an den Markt Tann abgetreten.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1897 Einwohner
  • 1970: 2071 Einwohner
  • 1987: 2053 Einwohner
  • 1991: 2156 Einwohner
  • 1994: 2218 Einwohner
  • 1995: 2222 Einwohner
  • 2000: 2221 Einwohner
  • 2005: 2251 Einwohner
  • 2010: 2190 Einwohner
  • 2011: 2131 Einwohner
  • 2012: 2131 Einwohner
  • 2013: 2117 Einwohner
  • 2014: 2138 Einwohner
  • 2015: 2141 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Werner Lechl (Vereinigte Wählergemeinschaft).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 243 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 46 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 672. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 115 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1601 ha, davon waren 914 ha Ackerfläche und 683 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • einen Kindergarten mit 50 Plätze
  • eine Kinderkrippe mit 15 Plätzen
  • eine Grundschule mit 52 Schülern

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wallfahrtskirche Schildthurn
  • Die spätgotische Pfarrkirche St. Martin wurde 1888 vergrößert. Sie hat eine neugotische Einrichtung mit einigen gotischen und barocken Figuren und Grabsteinen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111201/203925&attr=OBJ&val=823
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 552.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 630.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zeilarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien