Zeiss-Großplanetarium

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Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg

Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin wurde 1987 als eines der größten und modernsten Sternentheater überhaupt eröffnet. Es befindet sich am Rande des in den 1980er Jahren erbauten Wohngebietes Ernst-Thälmann-Park im Ortsteil Prenzlauer Berg und gehört wie die Archenhold-Sternwarte zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Seit April 2014 wird das Planetarium umfangreich saniert und modernisiert. Im Zuge der Arbeiten wird die Medientechnik komplett erneuert, der bisherige Sternprojektor Cosmorama wird ein neues Zuhause im Foyer finden. Die Wiedereröffnung ist für den 25. August 2016 geplant.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zeiss-Großplanetarium bei Nacht mit Sternenhimmel
Bis 2014 betriebener Projektor

Das nach den Plänen des Architekten Erhardt Gißke in nur zwei Jahren Bauzeit errichtete Zeiss-Großplanetarium wurde am 9. Oktober 1987 im Zuge des 750-jährigen Stadtjubiläums Berlins eröffnet.

Planetariumsleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987–2004: Dieter B. Herrmann
  • 2005–2006: Klaus Staubermann
  • 2006–2009: Hans-Friedger Lachmann (kommissarisch)
  • 2009–2013: Felix Lühning
  • seit 2013:00Tim Florian Horn

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kuppelsaal des Planetariums (Planetariumssaal), mit einem Innendurchmesser von 23 Metern (Außendurchmesser: 30 Meter) hat 292 Sitzplätze und wird ergänzt durch ein großzügiges Foyer mit Café und Ausstellungen sowie einen Kinosaal mit 160 Plätzen.

Bisherige technische Ausstattung des Planetariumssaals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzstück des Planetariumssaals war der rechnergesteuerte Planetariumsprojektor Cosmorama von Carl Zeiss. Er gestattet die brillante Darstellung sowohl des gestirnten Himmels mit mehr als 9000 Sternen als auch einer Vielzahl astronomischer Phänomene aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft am künstlichen Himmel.

Der Planetariumsprojektor steht auf einer fahrbaren Plattform, die in den Keller versenkt werden kann. Der Saal ist dadurch vielseitig nutzbar. Neben dem Planetariumsprojektor gibt es über 100 Diaprojektoren, eine Showlaseranlage, eine komplette Tonanlage (einschließlich eines Studios zur Eigenproduktion) sowie Videoprojektionstechnik.

Eine Raumtonanlage mit 89 Doppellautsprechern mit einer Gesamtleistung von 8900 Watt ermöglicht eine entsprechende Beschallung.

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Veranstaltungen um das Hauptthema „Astronomie“ gibt es auch Vorstellungen mit Musik. Bis 2014 war das Planetarium regelmäßiger Veranstaltungsort der Radio-Eins-Reihe Hörspielkino unterm Sternenhimmel. Künftig wird es sich nach Aussage von Objektleiter Tim Florian Horn „auch anderen wissenschaftlichen Gebieten wie der Biologie, der Chemie oder der Medizin widmen“.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeiss-Großplanetarium Berlin; 2. stark veränderte Auflage; Herausgeber: Zeiss-Großplanetarium Berlin; Baudirektion Hauptstadt Berlin des Ministeriums für Bauwesen, Städtebau und Wohnungswirtschaft; Deutsche Bauakademie; Berlin 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zeiss-Großplanetarium Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Planetarium öffnet am 25. August. In: Berliner Abendblatt. 13. Juli 2016, abgerufen am 17. Juli 2016.
  2. Bernd Wähner: Kurz vor der Wiedereröffnung: Die Arbeiten im Planetarium laufen auf Hochtouren. In: Berliner Woche. 24. April 2016, abgerufen am 17. Juli 2016.

Koordinaten: 52° 32′ 35″ N, 13° 25′ 41″ O