Zeitschrift für Erziehungswissenschaft

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Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE)
Beschreibung peer-reviewte Fachzeitschrift
Fachgebiet Erziehungswissenschaft
Sprache deutsch
Verlag Springer VS/Springer Fachmedien Wiesbaden (Deutschland)
Hauptsitz Wiesbaden
Erstausgabe 1998
Erscheinungsweise vierteljährlich
Impact Factor 0.781 (2016)Journal Citation Reports
Herausgeber Jürgen Baumert, Hans-Peter Blossfeld, Ingrid Gogolin, Dieter Lenzen, Thomas Rauschenbach, Christoph Wulf, Annette Scheunpflug, Manfred Prenzel, Hans-Günther Roßbach
Weblink www.zfe-online.de/index.php/de/
Artikelarchiv Archiv
ISSN (Print) 1434-663X
ISSN (Online) 1862-5215

Die Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE) ist eine peer-reviewte Fachzeitschrift für Erziehungswissenschaft.

Die Zeitschrift erscheint seit 1998 vierteljährlich in Heften im Umfang von 130 bis 234 Seiten, sowie online; seit 2004 im VS Verlag. Seit 2002 erscheinen in unregelmäßigen Abständen Sonderhefte zu Schwerpunktthemen (insgesamt 60 bis Ende 2013).

Inhalte, Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ZfE werden Beiträge über Forschungsergebnisse aus der Erziehungswissenschaft und angrenzender Disziplinen veröffentlicht. Gegenstand ist der „‘‘gesamte Lebenslauf‘‘ des Menschen“.[1] Ziel der ZfE ist die Verbreitung von professionellem erziehungswissenschaftlichen Wissen aus dem In- und Ausland in deutscher und englischer Sprache. Die Zeitschrift versteht sich als interdisziplinär und international ausgerichtet und verbindet ein "Bekenntnis zur Erziehungswissenschaft" mit einem "Verzicht auf pädagogische Sonderwege"[1]

Jedes Hefte behandelt ein Schwerpunktthema, in der Regel bestehend aus dem Editorial zum Thementeil, einem enzyklopädischen Überblicksbeitrag zur Einführung in den Themenbereich, sowie zwei bis sechs aktuellen Forschungsbeiträgen aus dem jeweiligen Themenfeld, wovon nach Möglichkeit ein Beitrag internationale Forschungsergebnisse in englischer Sprache präsentiert. Die eingereichten Beiträge durchlaufen ein anonymes Double-blind-peer-review-Verfahren, d. h., dass die für die Zeitschrift gutachterlich tätigen Fachleute ebenso wenig den Namen des Autors/der Autorin bzw. die Namen der Autorengruppe erfahren wie letztere nicht die Namen der Gutachtenden.

Gelegentlich erscheinen unter der Rubrikbezeichnung ‘‘Standpunkt‘‘ besondere Vortragsmitschriften bzw. unter der Überschrift ‘‘Kontroverse‘‘ Auseinandersetzungen um Texte, die bereits in der ZfE publiziert wurden. In jedem Heft werden zudem in der Regel zwei (Sammel-)Rezensionen sowie ab dem Jahr 2000 eine ‘‘Auswahlbibliografie Neuerscheinungen‘‘ veröffentlicht.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber der Zeitschrift sind neben anderen (seit 1998) Jürgen Baumert, Hans-Peter Blossfeld, Ingrid Gogolin, Dieter Lenzen, Thomas Rauschenbach und Christoph Wulf, sowie Annette Scheunpflug (ab 2002), Manfred Prenzel und Hans-Günther Roßbach (ab 2006).[2] Die Herausgeber treffen sich in der Regel einmal im Jahr, um die Planungen für die Hefte der kommenden zwei Jahre vorzunehmen, sowie den Bericht der Geschäftsführung und des Verlags entgegenzunehmen und zu diskutieren.

Die Schriftleitung liegt derzeit (2014) bei Jürgen Baumert, Ingrid Gogolin, Harm Kuper und Annette Scheunpflug.[3] Die allgemeine redaktionelle Arbeit wird von einer Redaktion getan.

Die Aufgabe des international ausgerichteten ZfE-Beirates besteht insbesondere in der Beratung der Herausgeber und in der Begutachtung von Beiträgen ihres eigenen Spezialgebietes. Zum Teil haben auch Beiräte ZfE-Schwerpunktthemen für Normalhefte übernommen oder Sonderhefte (mit)herausgegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 begannen Vorgespräche zur Gründung einer neuen erziehungswissenschaftlichen Fachzeitschrift zwischen Dieter Lenzen, damals Professor an der Freien Universität Berlin, und Edmund Budrich, dem Verleger von Leske + Budrich, einem mittelständischen sozialwissenschaftlichen Verlag in Opladen. Beide suchten Wissenschaftler für das Herausgeberteam und den Beirat; Ziel war eine hohe Pluralität hinsichtlich der wissenschaftstheoretischen Orientierungen und bezüglich der Repräsentanz der Sub- und Nachbardisziplinen. Die Konzeption der Zeitschrift wurde in einem ‘‘Exposé für eine Zeitschrift für Erziehungs- und Bildungswissenschaften‘‘ dargestellt. Dem entsprechenden Verlagsvertrag von 2. November 1996 traten die übrigen Gründungsherausgeber bei. Die Gründungsmitglieder der Zeitschrift haben sich am 8. Dezember 1996 in Hannover erstmals getroffen. Die ZfE erschien erstmals 1998.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ZfE und deren Beiträge werden seit 2006 im Social Sciences Citation Index (SSCI) ausgewertet. In der Erziehungswissenschaft wird die Zeitschrift für Erziehungswissenschaft mit dem Kürzel „ZfE“ benannt und zitiert, allerdings verwenden bzw. verwendeten andere Fachzeitschriften dieses Akronym ebenfalls. Bei Springerlink lautet die Abkürzung der Zeitschrift „Z Erziehungswiss“.

ZfE-Beiträge werden in anerkannten anderen Fachzeitschriften zitiert, etwa in der Zeitschrift für Pädagogik, Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik, Pädagogische Rundschau, Bildung und Erziehung sowie Die Deutsche Schule.

Der Journal Impact Factor (JIF) der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft lag im Juli 2009 bei 0.545. Bei einer Recherche am 18. Juli 2012 im ‘‘Web of Science‘‘ lag der JIF der ZfE bei 0.987. Die ZfE erreichte am 2. August 2012 Platz 61 von 203 Zeitschriften in der internationalen subject area ‘‘Education & Educational Research‘‘. Von den 116 Fachzeitschriften aus Deutschland, die im SSCI gelistet sind, belegte die ZfE am 2. August 2012 Platz 29. Die Downloadrate von ZfE-Beiträgen liegt bei etwa 100.000 Downloads pro Jahr.

Ausgezeichnete Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche ZfE-Beiträge sind durch wissenschaftliche Fachgesellschaften ausgezeichnet worden, insbesondere durch die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE-Nachwuchsförderpreis). Ein Aufsatz wurde mit dem schweizerischen CORECHED-Preis ausgezeichnet.

ZfE-Foren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einem wichtigen und aktuellen Thema werden Experten eingeladen, vor Ort ihre vorbereiteten Texte bzw. Präsentationen intensiv zu diskutieren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Gogolin, Antje Hansen: The European Educational Research Quality Indicators (EERQI) Project. In: Ejournal of all India Association for Educational Research. 23(2001), (online auf: ejournal.aiaer.net, Zugriff am 6. September 2012)
  • Stefan Hirschauer: Wissen und Macht. Warum Sachkonflikte und Lernprozesse weh tun müssen. In: Forschung & Lehre. 14(2007)6, S. 328–329. (online auf: forschung-und-lehre.de)
  • Dieter Lenzen: Eine neue erziehungswissenschaftliche Zeitschrift! In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. 1 (1998), 1, S. 3–5.
  • Friedrich Rost: Stichwort: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. In: Ingrid Gogolin, Harm Kuper, Heinz-Hermann Krüger, Jürgen Baumert (Hrsg.): Stichwort: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Springer VS, Wiesbaden, 2013, ISBN 978-3-658-00907-6, S. 13–30. (online auf: link.springer.com)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dieter Lenzen: Eine neue erziehungswissenschaftliche Zeitschrift! In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. 1(1) (1998), S. 3.
  2. F. Rost: Stichwort: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. 2013, S. 15, aktualisiert
  3. F. Rost: Stichwort: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. 2013, S. 16, aktualisiert