Zeitter & Winkelmann

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Zeitter & Winkelmann war die älteste in Braunschweig gegründete Klavierbaufirma.[1] Sie wurde 1837 von Christian Ludewig Theodor Winkelmann begründet, der mit vier bis fünf Mitarbeitern im Haus am Wollmarkt 3 zunächst Tafelklaviere, bald auch Flügel herstellte.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Friedrich Zeitter 1851 als Teilhaber in das Unternehmen eingetreten war, führte er u. a. die Kreuzung der Saiten und den Eisenrahmen ein. Die Jahresproduktion konnte auf 60 bis 80 Instrumente ausgebaut werden.[2]

1888 wurde in der Hildesheimer Straße ein Neubau errichtet, der 1924 erweitert wurde. Im selben Jahr wurde das 30.000. Klavier produziert. In den 1920er Jahren schlossen sich Zeitter & Winkelmann, die ebenfalls in Braunschweig ansässige Firma Schimmel und einige weitere Klavierbaufirmen zur „Deutschen Pianowerke AG“ zusammen. In den 1930er Jahren löste sich diese Vereinigung wieder auf, wobei Zeitter & Winkelmann und Schimmel weiterhin eigenständig blieben.

Durch den Bombenangriff auf Braunschweig am 15. Oktober 1944 wurden die Produktionsstätten zerstört; jedoch gelang Rudolf Winkelmann jun. der Wiederaufbau des Unternehmens in der Leipziger Straße. Seit 1963 gehört Zeitter & Winkelmann zur Seiler Pianofortefabrik.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon, Braunschweig 1992.
  • Jörg Leuschner, Karl Heinrich Kaufhold, Claudia Märtl (Hg.): Die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Braunschweigischen Landes vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Bd. 3: Neuzeit. Georg Olms Verlag, Hildesheim 2008, ISBN 978-3-487-13599-1.

Weitere Klavierbauunternehmen aus Braunschweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leuschner, Kaufhold, Märtl (Hg.): Die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Braunschweigischen Landes vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Band 3, S. 540
  2. Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon, Braunschweig 1992, S. 252