Zell-Weierbach

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Zell-Weierbach
Stadt Offenburg
Wappen von Zell-Weierbach
Koordinaten: 48° 29′ 0″ N, 7° 59′ 0″ O
Höhe: 180–694 m ü. NN
Fläche: 7,97 km²
Einwohner: 3529 (21. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 443 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 77654
Vorwahl: 0781

Zell-Weierbach ist ein Stadtteil von Offenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zell-Weierbach liegt in der Vorbergzone des Schwarzwaldes, 1 km vom Stadtzentrum von Offenburg entfernt, zwischen den beiden Weinorten Rammersweier und Fessenbach. Von dem 7,97 km² großen Stadtteil entfallen 3,55 km² auf Waldgebiet, 1,21 km² auf Äcker und Wiesen und 1,01 km² auf Weinbaugebiet. 1,83 km² sind bebaut, während 0,37 km² von Gewässern, Sportflächen und Freizeiteinrichtungen eingenommen werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weyerbach wurde 1235 erstmals urkundlich erwähnt. Spätere Namen der Ortschaft lauteten auf Wygerbach (1289) und Wigerbach (1447). 1242 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Celle, spätere Schreibweisen waren Zell (1367) und Zelle (1400). Im Jahr 1551 wurden Zell, Weierbach und Riedle zusammen mit der Ortenau vorderösterreichisch. 1805 wurden diese drei Ortschaften badisch.

1811 wurde der sogenannte Zeller Stab aufgelöst, dem die Gemeinden Zell, Weierbach, Riedle, Fessenbach und Oberrammersweier angehörten. Dies war eine Folge des 1810 von Oberrammersweier eingebrachten Antrags auf Abtrennung vom Zeller Stab. Schließlich wurden am 15. Juli 1820 die drei Gemeinden Zell, Weierbach und Riedle auf deren Antrag unter dem Namen Zell-Weierbach zusammengeschlossen. Im Jahr 1850 wanderten aufgrund der wirtschaftlichen Notlage in Zell einige Bürger nach Missouri in die USA aus, in das heutige Ste. Genevieve County, etwa 60 Meilen südlich von St. Louis.

Am 1. Januar 1971 wurde Zell-Weierbach nach Offenburg eingemeindet.[1]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1923 gegründete Winzergenossenschaft Zell-Weierbach ist bekannt für ihre Weine, insbesondere den Zeller Abtsberg, ein Spätburgunder Rotwein. Weitere Rebsorten sind: Riesling, Müller-Thurgau und Ruländer.[2] Durch den Ort verläuft die Badische Weinstraße.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schulmuseum Zell-Weierbach wurde 1996 gegründet. Es basiert auf der in den 1970er Jahren begonnenen Sammlung des Schulrates Jupp Wunderle. Zu den zu besichtigenden Räumlichkeiten zählen unter anderem eine ehemalige Lehrerwohnung im Schulhaus, eine Nähstube mit zahlreichen Handarbeiten sowie eine Bibliothek mit über 13.000 Schulbüchern aus den letzten drei Jahrhunderten. 2005 wurde das Museum in Museum für ehemals Großherzoglich Badische Schulen umbenannt.[4]

Der Zeller Barfußpfad ist ein Wanderweg, der zum Barfußgehen im Wald motivieren soll.[5] Die sogenannte Wolfsgrube verfügt über ein Freigehege mit Streichelzoo.

Der Brandeckturm ist ein Aussichtsturm am Gipfel des 686 Meter hohen Brandeckkopfes inmitten des Landschaftsschutzgebietes Brandeck. Von der Burg Bielenstein, die im 16. Jahrhundert zerstört wurde, ist heute nichts mehr erhalten.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 500.
  2. Zeller Abtsberg Winzer eG
  3. Badische Weinstraße - Badischer Wein
  4. Schulmuseum Zell-Weierbach
  5. Zeller Barfußpfad

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]