Zeller Horn

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Zeller Horn
Blick vom Zeller Horn auf Burg Hohenzollern

Blick vom Zeller Horn auf Burg Hohenzollern

Höhe 913 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Schwäbische Alb
Koordinaten 48° 18′ 45″ N, 8° 58′ 48″ OKoordinaten: 48° 18′ 45″ N, 8° 58′ 48″ O
Zeller Horn (Baden-Württemberg)
Zeller Horn
Gestein Weißer Jura

Das Zeller Horn (912,7 m ü. NHN)[1] ist ein Berg auf der Gemarkungsgrenze von Hechingen und Albstadt-Onstmettingen am Albtrauf, dem Steilabfall der Schwäbischen Alb.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benannt wurde es nach der bereits im 15. Jahrhundert abgegangenen Siedlung Zell auf der Gemarkung des heutigen Hechinger Stadtteils Boll, von der nur noch die unterhalb des Zeller Horns liegende Wallfahrtskirche Maria Zell auf der ehemaligen Burgstelle der Burg Zell fortbesteht. Als schmaler Ausläufer der Albhochfläche dem Raichberg vorgelagert, bietet das Zeller Horn Ausblick auf die jenseits eines Sattels vor seinem Sporn auf einem Zeugenberg stehende Burg Hohenzollern und das Albvorland. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Feldberg im Schwarzwald und in den Großraum Stuttgart.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Westabfall des Berges liegt die am 14. Februar 1950 als Naturschutzgebiet ausgewiesene 4,4 ha große Zellerhornwiese.[2] Sie wurde als Holzwiese ursprünglich von Onstmettingen aus genutzt und zeigt in ihrer Flora verwandte Züge zum Magerrasen der Holzwiesen am Irrenberg. Interessant ist auch der Gegensatz der bewaldeten Hangabschnitte des Zeller Horns: Der Südhang weist den höchstgelegenen Eichen-Steppenheide-Wald der Schwäbischen Alb auf, am schattigen Nordhang findet man dagegen den typischen Tannen-Buchen-Wald der Südwestalb.

Das in einer Höhe von 840 bis 900 m liegende Naturschutzgebiet ist Habitat für eine große Pflanzenvielfalt, darunter das Vielblättrige Läusekraut, die Wohlriechende Händelwurz und das Berghähnlein sowie die Pflanzengesellschaften der Blaugras-Kalkmagerrasen und der montanen Goldhaferwiesen.[3]

Die Zellerhornwiese ist außerdem Teil des 1.519 Hektar großen FFH-Gebiets Nr. 7719341 Gebiete um Albstadt und des 43.031 Hektar großen Vogelschutzgebiets Nr. 7820441 Südwestalb und Oberes Donautal.

Panorama-Blick vom Zeller Horn auf Burg Hohenzollern, Hechingen und den Albtrauf mit Dreifürstenstein rechts

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zeller Horn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Steckbrief des Naturschutzgebietes im Schutzgebietsverzeichnis der LUBW
  3. Regierungspräsidium Tübingen (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Tübingen. Seite 587f. Thorbecke, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7995-5175-5.