Zenon von Sidon

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Zenon von Sidon (Phantasieporträt, Detail aus Raffaels Schule von Athen)

Zenon von Sidon (Ζήνων ο Σιδώνιος, * ca. 150 v. Chr. in Sidon; † ca. 70 v. Chr. in Athen) war ein griechischer Philosoph, Mathematiker und Logiker.

Zenon wird zu den bedeutendsten Spätepikureern gezählt. Er war ein Schüler des Apollodoros in der epikureischen Schule (dem Garten) in der Nähe von Athen, deren Leiter (Scholarch) er von 100 bis 75 v. Chr. war. Während seines Aufenthalts in Griechenland hörte ihn Cicero dort im Jahr 79 v. Chr.[1]

Seine Werke und Meinungen sind genauer bekannt geworden durch Schriften seines Schülers Philodemos von Gadara, die als Teil einer philosophischen Bibliothek in der Villa dei Papiri in Herculaneum gefunden wurden.

Hier handelt es sich um Konzepte über Hypothesenbildungen und Induktionsschlüsse, an denen Zenon maßgeblich mitgewirkt hatte.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ph.H. u. Estelle A. De Lazy: Philodemus: On the method of inference. Philadelphia 1941.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brockhaus Enzyklopädie. Wiesbaden 1974.
  2. A.A. Long u. D.N. Sedley: Die hellenistischen Philosophen. Stuttgart/Weimar 2006, S.111.