Zentralasiatische Ratte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zentralasiatische Ratte
Systematik
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Rattini
Rattus-Gruppe
Gattung: Ratten (Rattus)
Art: Zentralasiatische Ratte
Wissenschaftlicher Name
Rattus pyctoris
(Hodgson, 1845)

Die Zentralasiatische Ratte oder Nepalratte (Rattus pyctoris) ist eine Säugetierart aus der Gattung der Ratten innerhalb der Nagetiere (Rodentia). Sie ist über weite Teile Asiens verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zentralasiatische Ratte ist eine kleine bis mittelgroße Ratte mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 14 bis 16,5 Zentimeter und einer Schwanzlänge von 13,5 bis 17,8 Zentimeter. Dadurch entspricht die Länge des Schwanzes etwa der restlichen Körperlänge oder ist sogar etwas länger. Das Fell ist kurz und struppig. Die Rückenfarbe ist mattgrau und die Körperseiten etwas heller, wobei der Übergang deutlich abgegrenzt ist. Die Bauchseite ist gelblich-weiß bis weiß. Die Bauchhaare sind entsprechend gelblich-weiß, jedoch gibt es vor allem im Bereich der Brust und der Kehle Stellen mit grauen Haaransätzen. Der Schwanz ist oberseits dunkelbraun und vor allem an der Unterseite des Schwanzansatzes etwas heller braun. Die Füße sind auf der Oberseite neblig-weiß, allerdings ohne den Perlglanz der Füße der Wanderratte (Rattus norvegicus) und der Himalajaratte (Rattus nitidus). Die Hinterfüße erreichen eine Länge von 32 bis 34 Millimeter, die Ohren eine Länge von 20 bis 25 Millimeter.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Zentralasiatischen Ratte reicht von den chinesischen Provinzen Yunnan, Sichuan und Guangdong in das nördliche Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Bangladesch, den Norden von Tadschikistan, das östliche Usbekistan, Kirgisistan, den Südosten Kasachstans, den Norden und Osten von Afghanistan bis in den östlichen und zentralen Bereich des Iran.[2]

Die Höhenverbreitung liegt dabei zwischen 1.200 und 4.250 Metern.[2]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zentralasiatische Ratte ist eine Art, die speziell an Bergregionen angepasst ist.[1] Sie lebt in steinigen Gegenden, jedoch auch im Kulturland und häufig nahe von Siedlungen.[2]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zentralasiatische Ratte wird als eigenständige Art innerhalb der Ratten (Gattung Rattus) und dort gemeinsam mit der Wanderratte (Rattus norvegicus) und der Himalajaratte (Rattus nitidus) in die norvegicus-Gruppe eingeordnet.[3] Historisch wurde sie sowohl der Hausratte (Rattus rattus) wie auch der Himalajaratte zugeordnet. Innerhalb der Art werden neben der Nominatform keine Unterarten unterschieden.[3]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund des großen Verbreitungsgebiets und der hohen Bestandszahlen als nicht gefährdet („least concern“) eingestuft. Bedrohungen für die Bestände sind nicht bekannt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Himalayan Rat. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. 2008, S. 272.
  2. a b c d Rattus pyctoris in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: Andrew T. Smith, C.H.L. Johnston, 2008. Abgerufen im 1. April 2013
  3. a b Rattus pyctoris (Memento des Originals vom 5. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vertebrates.si.edu. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]