Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich

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Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich
— ZITiS —
Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium des Innern
Gründung 6. April 2017
Hauptsitz München, Bayern
Behördenleitung Wilfried Karl, Präsident
Bedienstete 120 (Haushalt 2017)[1]
Haushaltsvolumen 10.000.000 Euro (Haushalt 2017)[1]
Website www.zitis.bund.de

Die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) ist eine deutsche Bundesoberbehörde, die mit Erlass des Bundesinnenministers vom 6. April 2017 errichtet wurde.

Die Behörde soll den Strafverfolgungsbehörden zuarbeiten und selbst keine Aufgaben der Polizei oder Geheimdienste wahrnehmen. Ihr Standort ist derzeit in München, bis 2023 soll ein eigenes Gebäude auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg entstehen, welches auf den „hochspezialisierten Einsatz“ ausgerichtet ist. Bis zum Jahr 2022 soll ZITiS 400 Personalstellen umfassen, zunächst sind im Bundeshaushalt 2017 120 Planstellen und ein Sachmitteletat von 10 Millionen Euro geplant.[2][3] Der Bund plant die ZITiS als Forschungs- und Entwicklungsstelle mit den Aufgabenschwerpunkten digitale Forensik, Telekommunikationsüberwachung, Kryptoanalyse, Big-Data-Auswertung sowie technischen Fragen von Kriminalitätsbekämpfung, Gefahren- und Spionageabwehr. Die Schaffung der neuen Behörde war von den Grünen und der Linken im Vorfeld als „Blankoscheck auf einem verfassungsrechtlich extrem heiklen Feld“ (Konstantin von Notz, Grüne) und „undurchsichtiger und unkontrollierter Apparat“ (Martina Renner, Linke) kritisiert worden.[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich. In: bmi.bund.de. Bundesministerium des Innern, abgerufen am 23. September 2017.
  2. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Neue Sicherheitsbehörde Zitis: Bundes-Hacker ziehen nach München - SPIEGEL ONLINE - Netzwelt. In: Spiegel Online. SPIEGEL ONLINE, abgerufen am 21. Januar 2017.
  3. Sicherheitsbehörde: Zitis soll von München aus Whatsapp knacken - Golem.de. (golem.de).
  4. "Grüne wollen Zitis verhindern", Göttinger Tageblatt vom 22. November 2016, abgerufen am 20. Januar 2017
  5. Startschuss für ZITiS. In: bmi.bund.de. Bundesministerium des Innern, abgerufen am 24. Januar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]