Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo im Juni 2020

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ist der Spitzenverband der Werbewirtschaft in Deutschland in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit Sitz in Berlin.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Logo

Der Verband wurde 1949 unter dem Namen Zentralausschuss der deutschen Werbewirtschaft gegründet.[2]

1972 gründete der Verband den Deutschen Werberat, der als Kontrollgremium über gewerbliche Werbekampagnen in Deutschland wachen soll.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband hat 44 Mitgliedsorganisationen, die meisten davon Verbände.[3] Diese stammen aus den Bereichen:

  • Werbung treibende Wirtschaft,
  • Werbeberufe und Markt- und Sozialforschung,
  • Werbedurchführende und Werbemittelhersteller sowie
  • Werbeagenturen und -mittlungen.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband vertritt die Werbewirtschaft in allen grundsätzlichen Positionen nach außen und arbeitet an der Formulierung der gemeinsamen Politik und den Interessenausgleich aller am Werbegeschäft Beteiligten. Dieses wird durch die Gremien des ZAW wahrgenommen.[4]

Die Interessenvertretung erfolgt in erster Linie in Form von Meinungsäußerungen und Stellungnahmen gegenüber Legislative und Exekutive:

Die ZAW-Außenpolitik gegenüber Gesetzgebung und Regierungen vertritt die Meinung, dass Deutschland das weltweit strengste Werberecht hat. Dazu gehören etwa das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) mit seinen umfassenden Verboten unlauterer oder irreführender Werbung sowie das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz mit Regelungen für Lebensmittel, Tabakwaren und Kosmetika sowie das Heilmittelwerbegesetz. Versuchen, die Werbung weiter einzuschränken und zu reglementieren, tritt der Zentralverband mit dieser Argumentation entgegen. Die Anstöße dazu kommen nicht immer von Gesetzgeber und Regierung, sondern ebenso von Interessengruppen wie Parteiorganisationen, Gewerkschaften und Verbraucherorganisationen im weitesten Sinn. Der Verband sieht seine zentrale Aufgabe darin, Beschränkungen der Wirtschaft entgegenzuwirken, und zwar vor dem Hintergrund, dass die Werbung grundgesetzlichen Schutz genießt, in erster Linie unter den Aspekten der Freiheit der Berufsausübung und der Freiheit der Meinungsäußerung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz-Rudolf Esch: Definition: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW). Abgerufen am 15. März 2020.
  2. Academic dictionaries and encyclopedias, Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e. V., abgerufen am 29. Juli 2013
  3. ZAW: Mitgliedsorganisationen (abgerufen: 10. März 2021).
  4. The German Advertising Federation (ZAW) – tasks and structure – Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V. Abgerufen am 15. März 2020 (deutsch).