Zero Waste

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Zero Waste (kurz ZW; englisch für ‚null Müll‘ / null Verschwendung[1][2]) ist eine nach Nachhaltigkeit strebende Philosophie. Sie verfolgt das Ziel, ein Leben zu führen, bei dem möglichst wenig Abfall produziert und Rohstoffe nicht vergeudet werden. Das Ziel soll insbesondere durch Konsumverweigerung, Abfallvermeidung, Reparaturen, Wiederverwendung, Kompostierung und Recycling erreicht werden.[3]

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 wurde die Zero Waste International Alliance (ZWIA) gegründet, um globale Standards für die Entwicklung von Zero Waste zu etablieren. Am 29. November 2004 wurde die erste von Experten überprüfte (Peer-Review) international anerkannte Definition von der ZWIA-Planungsgruppe angenommen. Die revidierte Definition der ZWIA vom 20. Dezember 2018 lautet:

“Zero Waste: The conservation of all resources by means of responsible production, consumption, reuse, and recovery of products, packaging, and materials without burning and with no discharges to land, water, or air that threaten the environment or human health.”

„Zero Waste: Die Bewahrung aller Ressourcen mittels verantwortungsvoller Produktion, Konsum, Wiederverwendung und Rückgewinnung von Produkten, Verpackungen und Materialien ohne Verbrennung und ohne Absonderungen zu Land, Wasser oder Luft, welche die Umwelt oder die menschliche Gesundheit bedrohen.“

Zero Waste International Alliance[4]

Zero-Waste-Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Städte weltweit haben das Zero-Waste-Prinzip auf die kommunale Ebene gehoben und erklärt, sogenannte Zero-Waste-Städte (regenerative Städte) werden zu wollen, und entsprechende Maßnahmen angekündigt oder eingeleitet. So beabsichtigt San Francisco, die erste müllfreie Großstadt zu werden.[5][6]

Zero Waste im Alltag umsetzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhänger der Zero Waste Bewegung setzt ihr Ziel der Abfall-Vermeidung im Alltag beispielsweise so um, dass sie

  • Lebensmittel in Unverpacktläden einkaufen,
  • nur die Gegenstände kaufen, die sie wirklich brauchen,
  • nicht benötigte Dinge im Haushalt an andere weitergeben, die diese nutzen können,
  • Gegenstände, die sie bereits haben, weiterverwenden, statt sie wegzuwerfen, und
  • aus wenigen "Grundzutaten" möglichst vieles selber machen.

Mit Hilfe von DIY Anleitungen werden beispielsweise Geschenkverpackungen, Naturkosmetik oder Putzmittel selber hergestellt. So wird zum Beispiel aus Natron, Waschsoda, Essig, Zitronensäure und Kernseife der Großteil der Putzmittel selber gemacht.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ZeroWaste Switzerland: ZeroWaste-Anleitung Teil 1: Was ist „Zero Waste“? - ZeroWaste Switzerland. Abgerufen am 13. Februar 2020 (deutsch).
  2. Google Übersetzer. Abgerufen am 13. Februar 2020.
  3. ZeroWaste-Anleitung Teil 1: Was ist „Zero Waste“? Zero Waste Switzerland, abgerufen am 8. Juni 2018.
  4. ZW Definition. Website der Zero Waste International Alliance, abgerufen am 21. Juni 2019 (englisch).
  5. Marcus Schuler: San Francisco will müllfrei werden. In: Deutschlandfunk.de, 20. März 2018, abgerufen am 9. Juni 2018.
  6. Isabelle Chapman: Zero waste isn't just for hippies anymore. In: CNN.de, 4. Dezember 2017, abgerufen am 9. Juni 2018 (englisch).
  7. 8 Zero Waste Putzmittel aus 5 Zutaten - Less Waste im Haushalt. In: Uponmylife. 20. März 2020, abgerufen am 19. April 2020 (deutsch).