Zettemin

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Zettemin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zettemin hervorgehoben
Koordinaten: 53° 39′ N, 12° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Stavenhagen
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 18,79 km2
Einwohner: 292 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17153
Vorwahl: 039951
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 169
Adresse der Amtsverwaltung: Schloss 1
17153 Stavenhagen
Webpräsenz: www.stavenhagen.de
Bürgermeister: Rainer Boldt[2]
Lage der Gemeinde Zettemin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Zettemin ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Sie liegt nordwestlich von Neubrandenburg und gehörte bis zum 31. Januar 2004 dem Amt Stavenhagen-Land und seit der Fusion mit der Stadt Stavenhagen dem Amt Stavenhagen an, das seinen Verwaltungssitz in der Reuterstadt Stavenhagen hat.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zettemin liegt etwa zwölf Kilometer südwestlich von Stavenhagen und ungefähr zehn Kilometer südöstlich von Malchin. Die Bundesstraße 194 verläuft östlich der Gemeinde und ist über Jürgenstorf zu erreichen. Durch den Osten des Gemeindegebiets fließt die Ostpeene.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:

  • Zettemin
  • Carlsruhe
  • Rützenfelde

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus in Zettemin
Geschichte der Enklave

Die Säben Dörper, zu denen auch Zettemin mit Peenwerder, Carlsruhe und Rützenfelde zählten, waren eine Gemarkung von zehn Kilometern Länge und bis fünf Kilometern Breite an der Ostpeene, die zum Kreis Demmin und somit zur preußischen Provinz Pommern zählten. Sie waren vom mecklenburgischen Gebiet völlig umschlossen.

Am 1. April 1937 wurde die Enklave durch das Groß-Hamburg-Gesetz vom 26. Januar 1937 in den Kreis Malchin (Mecklenburg) eingegliedert.

Zettemin

Zettemin wurde im Jahr 1261 erstmals urkundlich als zum Kloster Dargun zugehöriges Dorf erwähnt. Aus dieser Zeit stammt auch die Dorfkirche. Eine Wassermühle lag etwas vom Dorf entfernt an der Peene, diese wurde in alten Karten auch als Neue Mühle bezeichnet. Zettemin ist ein lang gestrecktes Straßenangerdorf. Im Jahr 1850 hatte der Ort 310 Einwohner.

Das Gutshaus in Zettemin wurde etwa 1750 durch Axel Albrecht Freiherr von Maltzahn aus Backstein errichtet und bildet mit den angebauten Nebenflügeln eine halbkreisförmige Anlage. Es ist vom Stil her Barock, das Haupthaus „Corps de logis“ ist zweigeschossig und hat sieben Achsen, die Nebenflügel waren ursprünglich eingeschossig, der linke wurde aber später verändert. Der Mittelrisalit des Putzbaus ist dreiecksübergiebelt.

Das Gut gehörte ab 1852 der Familie von Heyden und ab Anfang des 20. Jahrhunderts bis 1945 den Grafen von Schwerin, der eine von Heyden geheiratet hatte.

Die Dorfkirche in Zettemin ist eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, die in der Zeit der späten Gotik um den Westturm und den nördlichen Gruftanbau erweitert wurde. Die Ausstattung stammt im Wesentlichen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die restaurierte Barockorgel von 1779 enthält ein Orgelwerk aus der Werkstatt von Matthias Friese.

Rützenfelde

Rützenfelde wurde erstmals 1269 urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zum Gut Zettemin. Heute ist Rützenfelde nur noch ein Naherholungsort mit einer Bungalowsiedlung.

Carlsruhe

Carlsruhe wurde im Jahr 1799 durch Erbpachtkontrakt gegründet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Zettemin

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Zettemin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1993, ISBN 3-88042-636-8, S. 218.
  • Georg Graf von Schwerin: Zettemin – Leben und Wirken auf dem geliebten Lande. 2. Aufl. Selbstverlag, Aumühle bei Hamburg 1961.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zettemin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Zettemin auf der Website des Amts Stavenhagen, abgerufen am 10. August 2011