Zeutschach

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Zeutschach (Ehemalige Gemeinde)
Ortschaft
Historisches Wappen von Zeutschach
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Katastralgemeinde Zeutschach
Zeutschach (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Murau (MU), Steiermark
Gerichtsbezirk Murau
Koordinaten 47° 4′ 13″ N, 14° 21′ 59″ OKoordinaten: 47° 4′ 13″ N, 14° 21′ 59″ O
Höhe 1043 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 210 (1. Januar 2016)
Gebäudestand 85 (2001f1)
Fläche d. KG 18,31 km²
Postleitzahl 8820 Neumarkt in der Steiermarkf0
Vorwahl +43/3584 (Neumarkt in der Steiermark)
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 61439
Ortschaftskennziffer 16056
Katastralgemeinde-Nummer 65322
Zählsprengel/ -bezirk Zeutschach (61439 007)
Bild
Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Murau
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Zeutschach war bis Ende 2014 eine Gemeinde mit 210 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2016[1]) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie seit 2015 mit den Gemeinden Dürnstein in der Steiermark, Kulm am Zirbitz, Mariahof, Perchau am Sattel, Sankt Marein bei Neumarkt und Neumarkt in Steiermark zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den neuen Namen Marktgemeinde Neumarkt in der Steiermark. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeutschach liegt wenige Kilometer westlich von Neumarkt in Steiermark auf einer Hochebene am Ostabhang der Grebenzen, südlich des Neumarkter Sattels. Das Gebiet, das beide Hauptgipfel der Grebenzen sowie das östlich vorgelagerte Hochplateau umfasst, liegt zur Gänze in einem Landschaftsschutzgebiet sowie im Naturpark Grebenzen.

Ehemalige Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Zeutschach grenzten (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) die Gemeinden:

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzige Katastralgemeinde und Ortschaft der ehemaligen Gemeinde war Zeutschach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besiedlung des heutigen Gemeindegebiets ist für das Frühmittelalter nachweisbar, als Ende des 6. Jahrhunderts von Osten her Slawen in die Region einwanderten. Auch die Namensgebungen in und um Zeutschach belegen den slawischen Ursprung der Ansiedlungen.

Der Name Zeutschach hat sich aus dem slawischen Ortsnamen „Zizawa“ entwickelt, der im Jahr 1172 in einer lateinischen Urkunde erstmals erwähnt wurde („locus qui dicitur Zizawa“). Aus den slawischen Ursprüngen lässt sich das Wort Zizawa als „wasserreiche, sumpfige Gegend mit saurem Gras“ interpretieren.

Die politische Gemeinde Zeutschach wurde 1849/50 errichtet.[4]

Blick auf Zeutschach von der Straße nach Pöllau

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählungsergebnis hatte Zeutschach im Jahr 2001 234 Einwohner, fast alle (99,1 %) hatten die österreichische Staatsbürgerschaft und gehörten ganz überwiegend (97,0 %) der römisch-katholischen Kirche an.

Bevölkerungsentwicklung 1869–2016
Jahr Einwohner
1869 253
1880 305
1890 314
1900 310
1910 319
1923 322
1934 343
1939 308
Jahr Einwohner
1951 295
1961 269
1971 261
1981 239
1991 237
2001 234
2013 211
2016 210
Quelle: Statistik Austria, Volkszählungsergebnisse

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Ursprungsquelle" in Zeutschach

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Gemeinderat bestand aus neun Mitgliedern und setzte sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 4 ÖVP
  • 5 Bürgerliste Harmonisches Zeutschach

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Zeutschach COA.jpg

Ein Wappen wurde der Ortsgemeinde Zeutschach von der Steiermärkischen Landesregierung zum 1. August 1991 verliehen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor dieses mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die heraldische Beschreibung des Wappens lautet:

„In silbernem Schild ein Schrägrechtsbalken von ineinander geschobenen blauen Rauten.“[5]

Der Rautenbalken ist dem Wappen einer mittelalterlichen adeligen Ministerialenfamilie entnommen, die in Graslupp ihren Ansitz hatte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Neumarkt in der Steiermark

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Brunner: Geschichte von Zeutschach.. Ortschronik, herausgegeben im Eigenverlag der Gemeinde

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 835 KB); abgerufen am 29. August 2016
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 7 Z 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 42/43, 1992/93, S. 64.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zeutschach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien