Zeutschach

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Zeutschach (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Zeutschach
Zeutschach (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Murau (MU), Steiermark
Gerichtsbezirk Murau
Pol. Gemeinde Neumarkt in der Steiermark
Koordinaten 47° 4′ 13″ N, 14° 21′ 59″ O47.07035614.3664841043Koordinaten: 47° 4′ 13″ N, 14° 21′ 59″ O
Höhe 1043 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 211 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 85 (2001) f2
Fläche d. KG 18,34 km²
Postleitzahl 8820f1f0
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16056
Katastralgemeinde-Nummer 65322
Zählsprengel/ -bezirk Zeutschach (61439 007)
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Zeutschach war bis Ende 2014 eine Gemeinde mit 211 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurde sie ab 2015 mit den Gemeinden Dürnstein in der Steiermark, Kulm am Zirbitz, Mariahof, Perchau am Sattel, Sankt Marein bei Neumarkt und Neumarkt in Steiermark zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Neumarkt in der Steiermark weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Zeutschach liegt wenige Kilometer westlich von Neumarkt in Steiermark auf einer Hochebene am Ostabhang der Grebenzen, südlich des Neumarkter Sattels. Das Gemeindegebiet, das beide Hauptgipfel der Grebenzen sowie das östlich vorgelagerte Hochplateau umfasst, liegt zur Gänze in einem Landschaftsschutzgebiet sowie im Naturpark Grebenzen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Zeutschach grenzen (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) die Gemeinden:

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Einzige Katastralgemeinde und Ortschaft der Gemeinde ist Zeutschach.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Besiedlung des heutigen Gemeindegebiets ist für das Frühmittelalter nachweisbar, als Ende des 6. Jahrhunderts von Osten her Slawen in die Region einwanderten. Auch die Namensgebungen in und um Zeutschach belegen den slawischen Ursprung der Ansiedlungen.

Der Name Zeutschach hat sich aus dem slawischen Ortsnamen „Zizawa“ entwickelt, der im Jahr 1172 in einer lateinischen Urkunde erstmals erwähnt wurde („locus qui dicitur Zizawa“). Aus den slawischen Ursprüngen lässt sich das Wort Zizawa als „wasserreiche, sumpfige Gegend mit saurem Gras“ interpretieren.

Die politische Gemeinde Zeutschach wurde 1849/50 errichtet.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählungsergebnis hatte Zeutschach im Jahr 2001 234 Einwohner. Die Einwohner sind fast alle (99,1 %) im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft und gehören ganz überwiegend (97,0 %) der römisch-katholischen Kirche an.

Bevölkerungsentwicklung 1869 – 2001
Jahr Einwohner
1869 253
1880 305
1890 314
1900 310
1910 319
1923 322
1934 343
1939 308
Jahr Einwohner
1951 295
1961 269
1971 261
1981 239
1991 237
2001 234
2013 211
Quelle: Statistik Austria, Volkszählungsergebnisse

Politik[Bearbeiten]

Blick auf Zeutschach von der Straße nach Pöllau
Die "Ursprungsquelle" in Zeutschach

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 9 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 4 ÖVP
  • 5 Bürgerliste Harmonisches Zeutschach

Wappen[Bearbeiten]

Ein Wappen wurde der Ortsgemeinde Zeutschach von der Steiermärkischen Landesregierung zum 1. August 1991 verliehen. Die heraldische Beschreibung des Wappens lautet:

„In silbernem Schild ein Schrägrechtsbalken von ineinander geschobenen blauen Rauten.“[5]

Der Rautenbalken ist dem Wappen einer mittelalterlichen adeligen Ministerialenfamilie entnommen, die in Graslupp ihren Ansitz hatte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zeutschach

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Brunner: Geschichte von Zeutschach.. Ortschronik, herausgegeben im Eigenverlag der Gemeinde

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 7 Z 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 42/43, 1992/93, S. 64.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zeutschach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien