Zieskoven

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Die Hofgruppe Zieskoven zwischen Gleuel und Burbach in der heutigen Stadt Hürth fiel dem Braunkohlebergbau zum Opfer.

Zieskoven auf der Tranchot-Karte von 1807/08

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hof gehörte im Mittelalter zur Herrlichkeit Gleuel, die als Pächter einen Halfen einsetzte. Irgendwann wurde der Hof geteilt, sodass in amtlichen Aufstellungen, so 1831, zwei Feuerstellen und 16 Einwohner gezählt wurden. Diese Zahl hat sich in den Folgejahren nicht wesentlich geändert.[1] Zu Beginn des 20. Jh. wurde der größere Hof verlegt den Hang hinunter an die heutige Hermülheimer Straße: Neu Zieskoven. Als solches lange Zeit auf amtlichen und städtischen Plänen verzeichnet.[2] Rund um den Hof und von dort nach Gleuel hin wurde in den 1920er Jahren die Bergmann-Siedlung angelegt. Der Rest des Hofensembles, Alt-Zieskoven eine Pferdepension am Ende der Zieskovener Straße, liegt am Grubenrand der vom Tagebau Berrenrath um 1952 ausgekohlten ehemaligen Grube Gotteshülfe, heute Otto-Maigler-See. Ein Großteil des Ackerlandes ging durch den Braunkohleabbau verloren. Das Gebiet um den Otto-Maigler-See wurde hauptsächlich forstwirtschaftlich rekultiviert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clemens Klug: Hürth – wie es war, wie es wurde. Heimatverein Hürth (Hrsg.), Steimel Verlag, o. J. (1961/1962), S. 160 f.
  2. So noch auf einer SPD-Karte anlässlich einer Wahl Anfang der 1980er Jahre

Koordinaten: 50° 52′ 57,7″ N, 6° 50′ 33,2″ O