Ziltendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ziltendorf
Ziltendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ziltendorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 12′ N, 14° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Brieskow-Finkenheerd
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 28,78 km2
Einwohner: 1485 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15295
Vorwahl: 033653
Kfz-Kennzeichen: LOS, BSK, EH, FW
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 552
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: August-Bebel-Straße 18a
15295 Brieskow-Finkenheerd
Website: www.ziltendorf.de
Bürgermeister: Danny Langhagel (CDU)
Lage der Gemeinde Ziltendorf im Landkreis Oder-Spree
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Über dieses Bild

Ziltendorf ist eine Gemeinde im Südosten von Brandenburg im Landkreis Oder-Spree. Sie gehört zum Amt Brieskow-Finkenheerd.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rande der Ziltendorfer Niederung, die sich in der Oderaue zwischen dem Oder-Spree-Kanal und der Oder befindet. Beim Oderhochwasser 1997 wurden weite Teile des Gemeindegebietes überflutet, so dass erhebliche Schäden entstanden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Wohnplätze Aurith und Ernst-Thälmann-Siedlung.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde erstmals im Jahr 1316 unter dem Namen Tzuluttendorph urkundlich erwähnt. Aus dem alten Ortsnamen kann auf einen hohen Anteil sorbischer Bauern und Zeidler bei der mittelalterlichen Besiedlung geschlossen werden. Von 1406 bis 1817 (mit Ausnahme einer sechsjährigen Verpachtungszeit) war das Dorf im Stiftbesitz des Klosters Neuzelle, danach gehörte es zum Kreis Guben und ab 1952 zum Kreis Fürstenberg (Oder) – später Kreis Eisenhüttenstadt-Land im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von 1875 bis 2017
Jahr Einwohner
1875 1.197
1890 1.361
1910 1.376
1925 1.431
1933 1.503
1939 1.414
1946 1.699
1950 2.026
Jahr Einwohner
1964 1.772
1971 1.849
1981 1.648
1985 1.566
1989 1.523
1990 1.493
1991 1.474
1992 1.473
1993 1.488
1994 1.500
Jahr Einwohner
1995 1.499
1996 1.503
1997 1.548
1998 1.568
1999 1.624
2000 1.658
2001 1.654
2002 1.668
2003 1.693
2004 1.695
Jahr Einwohner
2005 1.692
2006 1.685
2007 1.672
2008 1.650
2009 1.635
2010 1.613
2011 1.591
2012 1.584
2013 1.573
2014 1.561
Jahr Einwohner
2015 1.570
2016 1.528
2017 1.511
2018 1.485

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[3][4][5]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Ziltendorf besteht aus 11 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

  • CDU: 5 Sitze
  • Wählervereinigung Ziltendorfer Niederung: 2 Sitze
  • Einzelbewerber Stefan Lehmann: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Axel Borchert: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Marko Schäfer: 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[6]

Der Stimmenanteil Lehmanns entspricht zwei Sitzen. Daher bleibt nach § 48 (6) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes[7] ein Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998–2014: Frank-Reiner Vierling (CDU)[8]
  • seit 2014: Danny Langhagel (CDU)

Langhagel wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 79,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 18. Mai 1998 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau unter silbernem Wellenbalken eine goldene Korngarbe, begleitet rechts von einem goldenen Kleeblattkreuz und links von einem goldenen Doppelhaken.“[11]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Ziltendorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt die evangelische Dorfkirche mit ihren beiden Kirchenglocken aus dem 14. und 16. Jahrhundert, welche nach der totalen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg Ende der 1990er Jahre neu errichtet wurde.

Im Bürgerhaus, Bahnhofstr. 2, befindet sich eine Ausstellung zum Oderhochwasser 1997.

Musik

Blaskapelle Ziltendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziltendorf verfügt über ein erschlossenes Gewerbegebiet, in dem weitere Gewerbeansiedlungen möglich sind. Außerdem ist Ziltendorf durch die landwirtschaftliche Nutzung der Ziltendorfer Niederung geprägt.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FeroTherm Thermolux GmbH
  • SET up Computersysteme GmbH

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziltendorf liegt an der Bundesstraße 112 zwischen Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt sowie an der Landesstraße L 371 zwischen Ziltendorf und dem Ortsteil Aurith.

Der Bahnhof Ziltendorf liegt an der Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Guben–Cottbus und wird von der Regionalbahnlinie RB 11 (Frankfurt (Oder)Cottbus) im Stundentakt bedient. Zudem befindet sich am Rande des Ortes der Werkbahnhof der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt mit 16 Gleisen, die im benachbarten Eisenhüttenstadt ein integriertes Hüttenwerk betreibt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Ziltendorf

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ziltendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree (PDF) S. 30–33
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  5. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  7. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz § 48
  8. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Oder-Spree (Memento des Originals vom 12. April 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  9. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  11. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg