Zimbo

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Zimbo ist eine deutsche Marke für Fleisch- und Wurstwaren sowie Convenience-Food-Produkte. Seit September 2012 gehört die Marke Zimbo zu Bell Deutschland in Seevetal, einer Tochtergesellschaft der Schweizer Bell AG, die wiederum mehrheitlich der Schweizer Coop-Genossenschaft gehört. Der Name leitet sich von der Telex-Kennung zim.bo ab, wobei Zim für den Inhaber Max Zimmermann steht, .bo war die Fernschreiberkennung für Bochum, wo seit 1971 der Firmensitz war.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Zimbo wurde 1953 von Max Zimmermann in Witten gegründet. Er begann mit einem Direktverkauf heimischer Fleisch- und Wurstwaren per Frischdienst an den Lebensmittelhandel. 1960 kam die erste Wurst in selbstbedienungsgerechter Verpackung in den Handel. Damit war Zimbo ein Pionier im Bereich der Fleisch- und Wurstwaren für das SB-Regal. Zimmermanns Sohn Reinhold verlegte 1971 den Unternehmenssitz nach Bochum. 1976 nahm die erste Produktionsstätte für regionale Spezialitäten in Börger im Emsland ihren Betrieb auf. Heute werden Zimbo-Produkte zudem im thüringischen Suhl und im nordrhein-westfälischen Bad Wünnenberg hergestellt. Hinzu kommen zwei weitere Produktionsstandorte in Osteuropa: Perbál (Ungarn) und Krakau (Polen). Heute ist die Marke international in nahezu allen osteuropäischen Ländern sowie in Skandinavien und den Benelux-Staaten aktiv. Seit 2008 gehört Zimbo zur börsennotierten Bell AG (Schweiz) mit Sitz in Basel, die mehrheitlich in Besitz der Coop-Genossenschaft (Schweiz) ist.

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Zimbo wird die gesamte Bandbreite von Wurst und Aufschnitt abgedeckt. Hinzu kommt ein breites Angebot an Snacks und Convenienceprodukten. Ein wichtiger Bestandteil des Sortiments sind regionale Wurstspezialitäten teilweise mit Herkunftssiegel, wie die Original Thüringer Rostbratwurst oder das Original Bündnerfleisch.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauchschnitt-Linie Fineo erhielt das Gütesiegel „Ausgezeichnetes Lebensmittel“ von der Initiative LifeCare und wurde von der Zeitschrift Lebensmittel Praxis zum Produkt des Jahres 2009 gekürt.[2] Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) verlieh in den vergangenen Jahren über 150 Zimbo-Produkten Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen.

Verbraucherkritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen eines Fernsehbeitrags von SpiegelTV[3] vom 22. November 2010 wurde ein überdurchschnittliches Untergewicht in dem Convenience-Produkt Hot Dogs festgestellt. Bei 138 gekauften Proben wiesen über 48 Proben ein zu niedriges Produktgewicht auf. Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtet weiterhin, dass in der Qualitätskontrolle systematisch zusätzliche Leerverpackungen mitgewogen wurden, um das Mindestgewicht zu erreichen. Zimbo verwies in einer schriftlichen Stellungnahme darauf, dass sich die Gewichtsunterschiede der Proben innerhalb des vom Gesetzgeber zugelassenen Toleranzbereichs bewegten. Dass Leerpackungen als Zusatzgewichte mitgewogen wurden, wies Zimbo als unwahr zurück. Im Oktober 2016 fiel eine Salami von Zimbo wegen hoher Mineralölbestandteile auf.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unternehmenschronik auf zimbo.de
  2. unbekannt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nachrichten-muenchen.de. Ehemals im Original; abgerufen am 22. Januar 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nachrichten-muenchen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) (PDF)
  3. Würstchen mit Untergewicht: Die Tricks von Zimbo. In: Spiegel Online Video. Abgerufen am 22. Januar 2017.
  4. „Stiftung Warentest“ prüft Salami – Teuer und Bio sind am besten. In: bild.de. 26. Oktober 2016, abgerufen am 22. Januar 2017.