Zinn(II)-fluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinn(II)-fluorid
Sn2+: __ F: __
Allgemeines
Name Zinn(II)-fluorid
Andere Namen
  • Zinndifluorid
  • Zinnbifluorid
  • Zinnfluorid
Verhältnisformel SnF2
CAS-Nummer 7783-47-3
ATC-Code

A01AA04

Kurzbeschreibung

geruchloser, weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 156,69 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,57 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

215 °C[1]

Siedepunkt

850 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser (~350 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​318
P: 280​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]

Xn
Gesundheits-
schädlich
R- und S-Sätze R: 22​‐​38​‐​41
S: 26​‐​39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Zinn(II)-fluorid ist eine anorganisch-chemische Verbindung. Es ist ein Salz aus Zinn und Fluor. Das Zinn hat in diesem Salz die Oxidationszahl +II.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Dargestellt werden kann Zinnfluorid durch Umsetzung von Zinn, Zinn(II)-oxid oder Zinn(IV)-oxid mit Flusssäure.[4]

\mathrm{SnO + 2 \ HF \longrightarrow SnF_2  + H_2O}

Verwendung[Bearbeiten]

In geringer Konzentration wird Zinnfluorid allein oder zusammen mit Aminfluorid in Zahnpasta als Fluoridlieferant und Plaquereduzierer eingesetzt (ATC-Code: A01AA04).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Zinn(II)-fluorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 17.10.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. a b Datenblatt Tin(II) fluoride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 26. April 2011 (PDF).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  4. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 217.
  5. fluoride-history.de: Early dental fluoride preparations (dentifrice, mouthwash, tablets, etc.)