Zinn(II)-fluorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinn(II)-fluorid
Sn2+: __ F: __
Allgemeines
Name Zinn(II)-fluorid
Andere Namen
  • Zinndifluorid
  • Zinnbifluorid
  • Zinnfluorid
Verhältnisformel SnF2
Kurzbeschreibung

geruchloser, weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7783-47-3
Wikidata Q204962
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A01AA04

Eigenschaften
Molare Masse 156,69 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,57 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

213 °C[1]

Siedepunkt

850 °C[1]

Löslichkeit

leicht in Wasser (300–390 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​318
P: 280​‐​301+312+330​‐​305+351+338+310 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Zinn(II)-fluorid ist eine anorganisch-chemische Verbindung. Es ist ein Salz aus Zinn und Fluor. Das Zinn hat in diesem Salz die Oxidationszahl +II.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dargestellt werden kann Zinnfluorid durch Umsetzung von Zinn, Zinn(II)-oxid oder Zinn(IV)-oxid mit Flusssäure.[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In geringer Konzentration wird Zinnfluorid allein oder zusammen mit Aminfluorid in Zahnpasta als Fluoridlieferant und Plaquereduzierer eingesetzt (ATC-Code: A01AA04).[3] Das Kombinationspräparat Meridol aus Aminfluorid und Zinnfluorid und andere Zinnfluorid haltige Medikamentenlösungen können zu einer Gelbfärbung der Zähne führen. Die Färbung könne mit einer normalen Zahnpasta oder Whitening-Pasta entfernt werden.[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu Zinn(II)-fluorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 217.
  3. fluoride-history.de: Early dental fluoride preparations (dentifrice, mouthwash, tablets, etc.)
  4. Klaus-Dieter Hellwege: Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe ein Leitfaden für die Individualprophylaxe, Gruppenprophylaxe und initiale Parodontaltherapie. Georg Thieme Verlag, 2003, ISBN 978-3-13-127186-0, S. 141 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Elmar Hellwig, Joachim Klimek, Thomas Attin: Einführung in die Zahnerhaltung. Deutscher Ärzte-Verlag GmbH, 2013, ISBN 978-3-7691-3448-3, S. 471 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).