Zinnkopf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zinnkopf
Zinnkopf im Dezember 2006

Zinnkopf im Dezember 2006

Höhe 1228 m ü. NHN
Lage Siegsdorf, Ruhpolding, Landkreis Traunstein, Bayern, Deutschland
Gebirge Chiemgauer Alpen
Koordinaten 47° 46′ 53″ N, 12° 40′ 39″ OKoordinaten: 47° 46′ 53″ N, 12° 40′ 39″ O
Zinnkopf (Bayern)
Zinnkopf
Normalweg Wanderwege von Siegsdorf aus.

Der Zinnkopf (1228 m ü. NHN) ist der höchste Punkt des Sulzbergs und ein Wanderberg im Chiemgau (Oberbayern). Der Berg ist gleichzeitig der höchste Punkt der Gemeinde Siegsdorf.[1] Er trennt quasi die Täler der Roten Traun und der Weißen Traun. Nördlich der Gemeinde Siegsdorf fließen beide Teilflüsse zum Fluss Traun zusammen, die dann weiter nach Traunstein führt.

Seinen Namen erhielt der Berg nicht etwa vom Metall Zinn, sondern vom an den Berghängen reichlich wachsenden Zinnkraut.

Der Weg von Siegsdorf (Ortsteil: Hörgering) aus ist flach. Mit dem Fahrrad kann man nur bis zum Steilanstieg auf ca. 1.000 Höhenmeter fahren. Ein Alternativweg geht von Wolfsberg über die Lechner Hütte, die südöstlich von Siegsdorf auf 795 Meter Seehöhe auf der östlichen Gipfelseite liegt, hoch. Dort trifft man, unterhalb des Steilanstiegs der dann zum Gipfel führt, auf den von Westen kommenden Weg aus Högering.

Ein weiterer Alternativweg führt vom Südwesten, von Ruhpolding aus, auf den Gipfel, ebenso kann man vom Südosten, von Inzell aus auf den Berg wandern.

Die Aussicht ist wegen des Baumbewuchses auf dem Berggipfel Richtung Süden derzeit eingeschränkt, man kann aber die benachbarten Gipfel im Westen, z. B. den Hochfelln oder den Hochgern, den Chiemsee und auch die nahe Umgebung sehr gut anschauen. Bei sehr klarem Wetter ist die Sicht bis zum südlichen Bayerischen Wald möglich.

Auf dem Normalanstieg finden jährlich Mountainbikerennen statt.

Der Trachtenverein GTEV D’Heutauer aus Siegsdorf veranstaltet jedes Jahr eine Wallfahrt auf den Zinnkopf, wo auf dem Gipfel eine heilige Messe abgehalten wird.

Am unteren Ende des Gipfelkreuzes wurde 1950 zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs eine Tafel angebracht.

Gipfelkreuz mit Gedenktafel

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried Bahnmüller: Wandern im Chiemgau. DuMont Reiseverlag, Ostfildern, ISBN 3-7701-5967-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zinnkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. openstreetmap.org: Lage des Zinnkopfs in der Gde. Siegsdorf (abgerufen am 19. Oktober 2013)