Zistrosengewächse

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Zistrosengewächse
Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)

Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse
Wissenschaftlicher Name
Cistaceae
Juss.

Die Pflanzenfamilie der Zistrosengewächse (Cistaceae) gehört zur Ordnung der Malvenartigen (Malvales).

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus American medicinal plants; an illustrated and descriptive guide to the American plants used as homopathic remedies- their history, preparation, chemistry and physiological effects,1887 von Crocanthemum canadense
Radiärsymmetrische Blüte von Crocanthemum corymbosum

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um meist kleine Sträucher oder krautige Pflanzen. Oft haben sie einen aromatischen Geruch, einige Arten sind Xerophyten.

Die meist gegenständig, manchmal wechselständig oder in Quirlen angeordneten Laubblätter können sitzend oder gestielt sein. Die einfachen Blattspreiten können krautig oder lederig sein. Es gibt Arten, bei denen die Blätter teilweise oder vollständig reduziert sind.

Als Schutz vor Austrocknung sind viele Arten behaart, wobei ganz unterschiedliche Formen der Behaarung vorkommen, aber meistens sind sie sternförmig. Weitere Schutzmechanismen sind das Einrollen oder Abwerfen der Blätter, oder die Bildung von wasserspeichernden Rhizomen.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder in zymösen Blütenständen.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzähligen mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Kelchblätter gibt es fünf oder drei; wenn fünf Kelchblätter vorhanden sind, dann sind die äußeren zwei deutlich kleiner. Die kurzlebigen, freien, stets recht auffallend gefärbten Kronblätter können sehr groß sein und sehen oft zerknittert aus.

Von den meist zahlreichen (selten nur drei, oft bis zu 100) Staubblättern reifen bei den Zistrosengewächsen zunächst die inneren (zentrifugal), was relativ ungewöhnlich ist. Bei vielen Arten verdecken die Staubbeutel die Narbe, und krümmen sich bei einer Berührung nach außen (sensitive Staubgefäße), so dass die Narbe freigegeben wird. Fruchtblätter sind je Blüte drei oder fünf bis zehn vorhanden, sie sind verwachsen zu einem oberständigen Fruchtknoten. Es ist ein Griffel und eine Narbe vorhanden.

Es werden Kapselfrüchte mit eiweißhaltigen Samen gebildet.

Gewöhnliches Nadelröschen (Fumana procumbens)
Hudsonia ericoides subsp. montana
Geflecktes Sandröschen (Tuberaria guttata)

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Arten der Cistaceae bevorzugen meist trockene, sonnige Standorte und sie bilden einen wichtigen Bestandteil der Garrigue-Vegetation des Mittelmeerraumes.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Cistaceae wurde 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, S. 294 aufgestellt.[1] Ein Synonym für Cistaceae Juss. nom. cons. ist Helianthemaceae G.Meyer.

Die Areale der meisten Taxa liegen in den Gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel. Die meisten Arten der Familie findet man im Mittelmeerraum. Nur wenige Gattungen findet man auch im östlichen Nordamerika oder isoliert in kleinen Gebieten Südamerikas (Crocanthemum, Hudsonia).

Es gibt acht bis zehn Gattungen[2] mit 175 bis 200 Arten:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Familie der Cistaceae bei der APWebsite. (Abschnitt Systematik)
  • Saiyad Masudal Hasan Jafri: Flora of West Pakistan 112: Cistaceae. Stewart Herbarium, Gordon College (u. a.), Rawalpindi 1977 (online). (Abschnitt Beschreibung)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cistaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 21. Juni 2017.
  2. Cistaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 21. Juni 2017.
  3. a b David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2008, ISBN 978-0-521-82071-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zistrosengewächse (Cistaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien