Zoetermeer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Zoetermeer
Flagge der Gemeinde Zoetermeer
Flagge
Wappen der Gemeinde Zoetermeer
Wappen
Provinz Südholland Südholland
Bürgermeister Charlie Aptroot (VVD)
Sitz der Gemeinde Zoetermeer
Fläche
 – Land
 – Wasser
37,05 km2
34,51 km2
2,54 km2
CBS-Code 0637
Einwohner 124.971 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 3373 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 4′ N, 4° 29′ OKoordinaten: 52° 4′ N, 4° 29′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 E30 N206 N209 N470
Vorwahl 079
Postleitzahlen 2381, 2701–2702, 2711–2713, 2715–2719, 2721–2729
Website Homepage von Zoetermeer
LocatieZoetermeer.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Eine Straße des alten Dorfkerns

Zoetermeer (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Südholland und zählte am 31. August 2017 laut Angabe des CBS 124.971 Einwohner. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 37,05 km².1. Jan. 2017[2]

Zoetermeer liegt zwischen Den Haag, mit dem es fast zusammengewachsen ist, und Utrecht, an der Autobahn A12 und, mit mehreren Bahnhöfen, an der Eisenbahnstrecke Gouda–Den Haag. Mit der Stadtbahn RandstadRail kann zudem von vielen Haltestellen in der Stadt das Zentrum von Den Haag in kurzem Takt erreicht werden. Es gibt in Zoetermeer verschiedene Industriebetriebe, hauptsächlich aus den Bereichen IT und Telekommunikation.

Die Stadt, ursprünglich ein Bauerndorf, wurde ab den 1960er Jahren zu einer Entlatungsstadt von Den Haag ausgebaut. Im Zentrum ist noch eine Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert erhalten geblieben.

Vom Dorf zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dobbeplas, Markt en Stadshart
Winkelcentrum Spazio
Balijbrug

Die heutige Gemeinde Zoetermeer entstand durch die Zusammenlegung der Gemeinden Seghwaert und Zoetermeer im Jahre 1935. Um auf die große Nachfrage nach Wohnraum nach dem Zweiten Weltkrieg zu reagieren, wurde 1962 beschlossen Zoetermeer, als "Wachstumszentrum" (Groeikern) auszuweisen.

Nach 1962 wuchs Zoetermeer von einer Gemeinde aus Dörfern mit weniger als 10.000 Einwohner zu einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern 1991. Die traditionelle Landwirtschaft und der Dialekt starben aus.

Luftbild von Zoetermeer.

Stadtviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palenstein (1965), Driemanspolder(1966) und Meerzicht (1969)

In den ersten Neubauvierteln Driemanspolder, Palenstein und Meerzicht wurden Hochhäuser errichtet. Diese sollten vor allem junge Familien nach Zoetermeer bringen. In anderen Viertel gibt es vor allem Häuser mit Garten.

Buytenwegh de Leyens (1974), Seghwaert (1976), Noordhove (1985)

Die Nachfrage nach neuen Wohnungen blieb auch in den 1970er Jahren groß. Vor allem Niedrigbau und Einfamilienhäuser blieben populär. In hohem Tempo wurden die Viertel Seghwaert und Buytenwegh de Leyens realisiert. In diesen zwei Vierteln gibt es viel Grün- und Wasserflächen. Geschossbauten sind in diesen Vierteln fast nicht zu finden. 1985 war der Baubeginn des neuen Viertels Noordhoven, angrenzend an de Zoetermeerse plas, ein Wassersportgebiet.

Stadtzentrum (1981)

Der Bau des Stadtzentrums, das als neues Einkaufszentrum der Stadt geplant wurde, begann 1981. Im Erdgeschoss wurden Geschäfte, Parkplätze und ein Bahnhof, im ersten Stock die Einkaufspassage und darüber Wohnungen und Büros gebaut. So sollte eine kompakte und autofreie Einkaufsstraße entstehen, die auch gut mit Autos und öffentlichem Verkehr erreichbar ist. Die Wohnungen sollten dafür sorgen, dass das Zentrum auch nach Ladenschluss lebendig bleibt. „Het Stadshart“ ist in vier Abschnitten gebaut: In Phase 1 der westliche Teil, in Phase 2 Promenade, in Phase 3 Passage, der nördliche, südliche und westliche Teil und in Phase 4 Waranda. In 2006 ist mit dem „Spazio Shopping Space“ die neueste Erweiterung von Stadshart eröffnet worden und Ende 2007 startete die sechste und letzte Erweiterung, Cadenza.

Rokkeveen (1987)

Als die Vollendung der ersten Phase von Noordhoven nahte, startete südlich der A12 der Bau von Rokkeveen. 1992 fand hier die Land- und Gartenbauausstellung Floriade statt. Der Park und der Balijbos im westlichen Teil von Rokkeveen sind noch aus dieser Zeit. 2000 wurde beschlossen, Noordhoven Richtung Benthuizen zu erweitern. In Rokkeveen gibt es viele Eigentumswohnungen und die Möglichkeit zum Bau von Eigenheimen.

Oosterheem (2000)

Fast gleichzeitig mit dem Bau von Noordhove II begann auch 2000 der Bau von Oosterheem im Osten der Stadt. Gleichzeitig wurde die RandstadRail nach Zoetermeer bis Bahnhof BleiZo verlängert („Verlengde Oosterheemlijn“). In dem Viertel Oosterheem werden in der Zukunft etwa 30.000 Einwohner leben und 8.500 Wohnungen gebaut sein. Damit wäre Oosterheem das größte Viertel von Zoetermeer. Nach Erwartungen wird Oosterheem Ende 2011 fertig sein.

Weitere Stadtviertel

Das Stadtviertel Dorp besteht aus dem alten Dorf, welches der heutigen Stadt ihren Namen verlieh.

Die die Wohnvierteln umgebenen Viertel Brinkhage, Dwarstocht, Hoornerhage, Lansinghage, Nutrihage, Oosterhage Oost, Oosterhage West, Rokkehage und Zoeterhage sind überwiegend der Industrie und dem Gewerbe vorbehalten.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zoetermeer hat mit dem Bau von Oosterheem auch im Nordosten seine Gemeindegrenzen erreicht. Die Polder im Norden gehören zum Groene Hart und dürfen darum nicht bebaut werden. Eine weitere Vergrößerung von Bauvolumen und Wohnungsanzahl ist nur mit Geschossbau, Überbauung von Straßen oder auf Kosten von Grünflächen möglich. Die Überbauung der Autobahn A12 und des Europawegtunnels werden untersucht.

Der Rückbau der alten Stadtviertel ist momentan eine große Herausforderung. Palenstein, 40 Jahre alt, ist das erste Viertel, das rückgebaut werden soll. Hochbau macht zum Teil Platz für niedrigere Gebäude und es wird nach einer besseren Balance zwischen Sozialwohnungen und teureren freistehenden Wohnungen gesucht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[3]
 %
20
10
0
16,3
12,0
11,4
10,6
9,4
6,3
6,0
6,0
5,4
16,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+2,2
-3,1
-9,0
+6,9
± 0,0
+6,3
-4,0
-4,3
± 0,0
+4,9

Der Gemeinderat von Zoetermeer umfasst 39 Sitze. Der Gemeinderat setzte sich in der Vergangenheit wie folgt zusammen:

Gemeinderatsmandate
Partei 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018
VVD 9 11 9 7 9 6 7
Lijst Hilbrand Nawijn - - - 5 5 6 5
D66 7 3 7 4 5 8 5
GroenLinks 2 2 2 1 2 2 5
CDA 5 5 6 4 4 4 4
PVV - - - - - - 2
SP 8 7 7 5 3 4 2
PvdA 6 8 6 10 6 4 2
ChristenUniea-SGP 1 2 2 2 2 2 2
Zoetermeer Vooruit - - - - - - 2
Zó! Zoetermeer - - - 1 2 3 2
Partij Democratie voor Zoetermeer - - - - - - 1
Trots op Nederland - - - - 1 - -
Nederland Mobiel - 1 - - - - -
Centrum Democraten 1 - - - - - -
Total 39 39 39 39 39 39 39
a Die ChristenUnie wurde 1994 und 1998 vertreten durch die ChristenUnie die Gereformeerd Politiek Verbond (GPV) und die Reformatorische Politieke Federatie (RPF).

Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Aptroot

Das Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten besteht aus[4]:

Der heutige Bürgermeister von Zoetermeer ist Charlie Aptroot von der (VVD).

Die Beigeordneten für die Periode 2014–2018 sind:

  • Marc Rosier (VVD)
  • Margreet van Driel (Lijst Hilbrand Nawijn)
  • Robin Paalvast (D66)
  • Jakobien Groeneveld (GroenLinks)
  • Ingeborg ter Laak (CDA)
  • Jan Iedema (VVD)

Jeroen Tomassen ist Gemeindesekretär.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

'alg.bijz=algemeinn bezonder, ref=reformiert, of=öffentlich, p=protestantisch, rk=römisch-katholisch

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De Haagse Hogeschool, Academie voor ICT & Media

Weiterführende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfrink College
  • Erasmus College (Daltononderwijs)
  • Oranje Nassau College|Oranje Nassau College (ONC), mit zwei Niederlassungen:
    • ONC Clauslaan
    • ONC Parkdreef
  • Picasso Lyceum
  • Stedelijk College

Erwachsenenbildungsinstitute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ID College
    • Regionaal Opleidingen Centrum (ROC)
    • Vestiging Van Doornenplantsoen

Berufsausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ID College
    • Regionaal Opleidingen Centrum (ROC)
    • Vestiging Van Doornenplantsoen

Sonderpädagogik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterführende sonderpädagogische Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De Keerkring (of./p/rk)
  • Scholengemeenschap Christelijk Instituut Effatha (p)
  • J.C. Pleysierschool voor VSO-ZMOK (alg.bez.)
  • Prof Dr. Leo Kannerschool voor SO-ZMOK (alg.bijz.)

Sonderpädagogische Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De Voorde (speciaal onderwijs voor slechthorenden)
  • De Horizon (rk)
  • De Prinsenhof (pc)
  • De Vuurtoren (op)
  • Het Zwanenbos (op)

Besondere weiterführende Sonderpädagogische Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Het Atrium (of/p/rk)

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Achtsprong (rk)
  • Annie M. G. Schmidtschool (of)
  • Baanbreker (OBNoordhove) (of)
  • Buut (rk)
  • Da Vinci (of)
  • Edelsteen (of) (Dalton)
  • Elzenhoek (rk)
  • Floriant (rk)
  • Florence Nightingale (of)
  • Groene Hart (of)
  • Hofvijver (p)
  • Klimop (of)
  • Koningin Beatrixschool (p) (Jenaplan)
  • Koningin Wilhelminaschool (ref.)
  • Meerburgh, loc. Vijverburgh (of)
  • Meerburgh, loc. Meerpaal (of)
  • Meester Verwersschool (of) (Montessori)
  • Noordeinde (p)
  • Oostwijzer (rk)
  • Oranjerie (pc)
  • Palet (rk)
  • Passe Partout (alg. bez.) (Montessori)
  • Paulusschool (rk)
  • Piramide (of)
  • Plankier (of)
  • Prins Bernhardschool (p)
  • Prins Clausschool (p)
  • Prinses Amaliaschool (p)
  • Prins Florisschool (pc)
  • Willem-Alexander der Nederlandenschool (pc)
  • Prinses Margrietschool (pc)
  • Regenboog (rk)
  • Saffier (of)
  • Schanskorf (ref)
  • Schrijverke (rk)
  • Spectrum (of)
  • Spelevaert (rk)
  • Springplank (OBSeghwaert) (of) (Dalton)
  • Tjalk (of)
  • Touwladder (rk)
  • Triangel (OBSeghwaert) (of)
  • Vrije school (alg. bez.)
  • Waterlelie (of)
  • Watersnip (of)
  • Zwanenbos(of)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtmuseum Zoetermeer
  • Die "Oude Kerk"
  • Die Kornmühle "De Hoop"
  • Wasserturm "De Tien Gemeenten"
  • Nelson Mandela Brug (am Bahnhof Zoetermeer)
  • Balijbrug

Nationale Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indoor skibaan SnowWorld
  • Attractiecentrum Zoetermeer (Karten und Lassergamen)
  • Ayers Rock (Kletterhalle und Survival-Zentrum)
  • Burggolf (18-holes-golfbahn)
  • Innen- und Aussenschwimmbad "Aquapark het Keerpunt"
  • Cultuurpodium Boerderij
  • Dutch Water Dreams (Olympische Wildwasserbahn und indoor Flowriders)
  • Das alte Dorf
  • SilverDome (Schlittschuhfahrbahn, Olympisches Trainingszentrum, Beursen und Eventshalle)
  • SnowWorld (Indoorskibahn mit echtem Schnee)
  • Spazio Shoppingspace (shopping)
  • "Stadshart" und "Woonhart" (shopping)
  • Schwimmbad "De Driesprong"
  • Schwimmbad "De Veur"
  • Mevrouw LatenStaan

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 fand in Zoetermeer die Internationale Gartenschau Floriade statt. 2009 fand in Zoetermeer die Mountainbike-Europameisterschaft statt.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mormonen-Tempel
Nicolaaskerk

Zoetermeer kennt viele verschiedene Kirchen und Glaubensgemeinschaften einschließlich:

Glaubensgemeinschaft Gebäude in Zoetermeer
Het Apostolisch Genootschap Stadhoudersring 782
Baptistengemeinde De Wijngaard
Cama gemeinde Parousia De Uitkijk
Christengemeinde Harvest region Zoetermeer De Silo
Doopsgezinde Gemeente De Vermaning
Evangeliegemeente Zoetermeer Morgenstond
Evangelische Ontmoetingsgemeente "Menorah" Wijkcentrum De Leyens
Gereformeerde Gemeente Vredekerk
Gereformeerde Kerk De Olijftak
Gereformeerde Kerk vrijgemaakt Het Kompas
Islamitische gemeinschap (marokkanisch) Moskee Al Qibla
Islamitische gemeinschap (türkisch) Diyanet moskee
Katholiek Apostolische Kerk - Gods Gemeente Ezechiël Aula Stedelijk College
Kerk van Jezus Christus van de Heiligen der Laatste Dagen Den Haag-Tempel
Leger des Heils Dienstencentrum Schoutenhoek
Pinkstgemeinde Emmanuël Aula Effatha
Pinkstgemeinde Emmanuel Emmanuel
Pinkstgemeinde Morgenstond De Banier
Protestantische Kirche in den Niederlanden De Oase
Protestantische Kirche in den Niederlanden De Regenboog
Protestantische Kirche in den Niederlanden Ichthuskerk
Protestantische Kirche in den Niederlanden Morgensterkerk
Protestantische Kirche in den Niederlanden Oude Kerk
Protestantische Kirche in den Niederlanden Pelgrimskerk
Römisch-katholische Kirche De Doortocht
Römisch-katholische Kirche Genesareth
Römisch-katholische Kirche Nicolaaskerk
Römisch-katholische Kirche Tabor
Samenwerkingsgemeente Christelijke Geref. Kerk / Nederlands Gereformeerde Kerken De Lichtzijde
Vrijzinnig Christelijke Geloofsgemeenschap Adventskerk

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NicaraguaNicaragua Jinotega (Nicaragua), seit 1982
  • SlowakeiSlowakei Nitra (Slowakei), seit 1994
  • China VolksrepublikVolksrepublik China Xiamen (China)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zoetermeer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Kerncijfers wijken en buurten 2017 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 12. Juni 2018 (niederländisch)
  3. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 12. Juni 2018 (niederländisch)
  4. De leden van het college van B&W Gemeente Zoetermeer, abgerufen am 12. Juni 2018 (niederländisch)