Zoltan Lunka

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Zoltan Lunka (Ungarisch: Zoltán Lunka) Boxer
Daten
Geburtsname Zoltan Lunka
Gewichtsklasse Fliegengewicht
Nationalität Rumänisch-Deutsch
Geburtstag 22. Mai 1970
Geburtsort Miercurea Nirajului
Stil Linksauslage
Größe 1,59 m
Kampfstatistik
Kämpfe 23
Siege 21
K.-o.-Siege 10
Niederlagen 2

Zoltan Lunka (* 22. Mai 1970 in Miercurea Nirajului, Rumänien) ist ein ehemaliger deutscher Boxer. 1995 wurde er Amateurweltmeister.

Amateur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Heimat Rumänien wurde Lunka 1988 Landesmeister und Vize-Europameister der Junioren. 1989 wechselte er nach Deutschland zum Boxclub Bavaria Landshut. Nach einem Zwischenspiel in Österreich 1992 wechselte er 1993 zum SV Halle. Dort konnte er einige Siege feiern. Im Herbst 1995 musste sich Lunka in Schlierbach einer Bandscheibenoperation unterziehen. In dieser Zeit kam es zu Kontakten zum Badischen Verband, was dazu führte, dass sich Lunka im Frühjahr 1996 dem KSV Schriesheim anschloss. Er trainierte zudem für höhere Aufgaben im Olympiastützpunkt Heidelberg.

Lunka gewann den Chemiepokal von 1993 bis 1995 drei Mal in Folge. Während er 1993 das Turnier noch unter österreichischer Flagge bestritt, boxte er seit 1994 für Deutschland. In den Jahren 1994 und 1995 wurde er dann deutscher Meister im Fliegengewicht.

1995 wurde er in Berlin Amateurweltmeister und schlug dabei im Finale den Kasachen Bolat Schumadilow. Im Jahr 1996 gelang ihm bei den Europameisterschaften in Vejle keine Medaillenplatzierung. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta gewann er Bronze, er unterlag dort im Halbfinale dem Kasachen Schumadilow.

Profi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch 1996 wechselte Lunka in das Profilager. Seine weitere Karriere verlief jedoch enttäuschend. Im März 1997 verlor er gegen den Südafrikaner Charles Mailula nach Punkten. Er gewann insgesamt 21 Kämpfe, davon dreizehn gegen Gegner mit negativer Kampfbilanz. Am 24. März 2003 boxte er gegen den Mexikaner Fernando Montiel um die WBO-Weltmeisterschaft im Fliegengewicht, verlor durch technischen KO in der siebten Runde und beendete daraufhin seine Laufbahn.

Nach seiner aktiven Profikarriere wechselte Lunka 2003 in den Trainerstab des Olympiastützpunktes Heidelberg. Er arbeitet heute noch eng mit dem KSV Schriesheim zusammen. Schriesheim gab ihm nicht nur sportlich Sicherheit, auch privat verhalf ihm das Umfeld in Schriesheim zu mehr Stabilität im Privatleben, sodass sich Lunka intensiv auf seine Olympiateilnahme vorbereiten konnte.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 wurde Lunka für seine sportlichen Verdienste vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das Silberne Lorbeerblatt verliehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]