Zorneding

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zorneding
Zorneding
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zorneding hervorgehoben
Koordinaten: 48° 5′ N, 11° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Höhe: 555 m ü. NHN
Fläche: 23,78 km²
Einwohner: 9029 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 380 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85604
Vorwahl: 08106
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 139
Gemeindegliederung: Zorneding, Pöring, Ingelsberg und Wolfesing
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 13
85604 Zorneding
Webpräsenz: www.zorneding.de
Bürgermeister: Piet Mayr (CSU)
Lage der Gemeinde Zorneding im Landkreis Ebersberg
Pliening Poing Vaterstetten Zorneding Oberpframmern Egmating Markt Schwaben Forstinning Anzing Anzinger Forst Ebersberger Forst (gemeindefreies Gebiet) Eglhartinger Forst Hohenlinden Steinhöring Frauenneuharting Emmering (Landkreis Ebersberg) Aßling Baiern (Landkreis Ebersberg) Glonn Kirchseeon Ebersberg Grafing bei München Moosach Bruck (Oberbayern) Landkreis Erding Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Rosenheim München München Landkreis München Landkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Zorneding [ˈʦɔʁnədɪŋ] ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zorneding liegt in der Region München im Alpenvorland, an der Grenze von Münchner Schotterebene und Ebersberger Forst. 2007 konnte die Südumfahrung Zorneding fertiggestellt werden, die den Ort vom Durchgangsverkehr der B 304 effektiv entlastet. Zorneding entwickelte sich wie das benachbarte Vaterstetten vom Bauerndorf zum begehrten Wohnort im Einzugsbereich der rund 21 km entfernten Landeshauptstadt München, es verfügt über eine eigene Bahnstation der S-Bahn, die zu Pendlerzeiten im 10-Minuten-Takt verkehrt. In die Kreisstadt Ebersberg sind es rund 12 km, zur A 99 (Anschlussstelle Haar) 7 km und zum Flughafen München etwa 42 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Zorneding besteht aus den Ortsteilen Ingelsberg, Pöring, Wolfesing und Zorneding.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühzeit und Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am südöstlichen Rand der Gemeinde liegen Hügelgräber aus der Hallstattzeit vor 260 Jahren.[2]

Zorneding wurde erstmals am 4. September 813 als „Zornkeltinga“ in den Freisinger Traditionen erwähnt.[2] Das im Ortsnamen beinhaltete „Zorn“ kommt von zerren, im Sinne von roden und weist darauf hin, dass es sich bei der Ortschaft um eine Rodungsinsel handelt.

Pöring, mit den Ortsteilen Ingelsberg und Wolfesing, ist eine Rodungssiedlung des 6./7. Jahrhunderts. Reihengräber aus dem 5. bis 8. Jahrhundert, die man Anfang des 20. Jahrhunderts in Ingelsberg fand, deuten auf eine Siedlung hin. Allerdings sind die Funde verschollen. In Zorneding fand man 1959 am Kapellenberg ein bajuwarisches Männergrab aus der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts. Im Jahr 885 wurde „Peringan“ als Königsgut erstmals urkundlich in den Hochstiftsliteralien von Passau erwähnt. Von 935 finden sich erste Aufzeichnungen über eine Kirche in Zorneding. Es war eine adlige Eigenkirche des Grafen Eberhard von Ebersberg, dem Zorneding und Pöring gehörten. Im Jahre 1156 kommt findet „Ingoltesperch“ (Siedlung am Berg eines Ingolt) im Falkensteiner Codex und 1269 „Wolfizzingen“ im Herzogurbar erstmals Erwähnung. Die alte Post- und Salzstraße (heute Münchner Str./Wasserburger Landstr.) gewann nach der Gründung Münchens 1158 weiter an Bedeutung. Ludwig V., Herzog von Oberbayern, Markgraf von Tirol und Brandenburg, starb 1361 in Zorneding bei der Jagd. Auf ihn geht das Zornedinger Wappen zurück.[2]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zorneding mit der Kirche St. Martin im Hintergrund vor 1900

Zwischen 1538 und 1555 wird in Wolfesing das „Hohe Haus“, der Edelsitz von Berhardin Moser gebaut. 1560 wurden die Orte der Gemeinde erstmals auf einer Landkarte, der Großen Karte von Bayern, von Philipp Apian dargestellt. In der heutigen Bucher Straße errichtete die Gemeinde Zorneding 1607 ein zweistöckiges Haus für Bader und den Hüter, das 1666 als „Prandstatt“ bezeichnet wird. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) werden die Ortschaften Zornedings Opfer der Schweden. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts herrschen mehrmals Seuchen und Hungersnöte, die neben dem kriegerischen Geschehen die Bevölkerungszahl reduzieren. 1652 erwähnt ein Pfarrvisitationsprotokoll in Zorneding einen „Ludirector“, einen Lehrer, der die Kinder unter anderem in Kirchenlatein unterrichtet. 1679 richtete die „Reitende und Fahrende Post“ von Thurn und Taxis den Kurs Nr. 5 von München nach Salzburg ein, die auch durch Zorneding ging. 1748 sollte noch eine Taxis kaiserliche Reichsposthalterei im Ort hinzukommen, der Ursprung des Gasthof zur Post. 1696 wurde die St. Georgskirche in Pöring anstelle der alten gotischen Kirche errichtet. Die heutige St. Martinskirche Zornedings entstand zwischen 1719 und 1723. Nur der untere Teil des Turms stammt noch aus der Gotik. Bis 1729 erreichte die Zornedinger Rodungsinsel ihre heutige Ausdehnung nach Süden und Südosten. 1750 wurde die Hauptmannschaft Wolfesing in die Hauptmannschaft Pöring eingegliedert.[2]

1802 wurde das erste Schulhaus für 60 bis 70 Kinder errichtet. 1815 kam die Hauptmannschaft Ingelsberg zu Pöring, das nun eine eigene Gemeinde bildete. 1828 fiel fast das gesamte Oberdorf, ein Drittel Zornedings einem Brand zum Opfer. Auch der Einsatz der Feuerwehren von Ebersberg, Grafing, Parsdorf und Egmating konnte die 18 Häuser nicht mehr retten. 1835 stehen in der Gemeinde Zorneding insgesamt 64 Häuser, in denen 62 Familien leben. In der Gemeinde Pöring wohnen 48 Familien. 1867 ersetzt ein Neubau das alte Schulhaus. Heute ist es das Haus der Vereine. 1868/69 entsteht die Ingelsberger Kapelle. Mit der neuen Bahnstrecke von München nach Rosenheim erhält Zorneding 1871 einen eigenen Bahnhof. Auch an das Telegrafennettz wird der Ort angeschlossen. 1873 wird die Freiwillige Feuerwehr Zorneding gegründet, 45 Jahre nach dem großen Brand. Drei Jahre darauf entsteht die Freiwillige Feuerwehr von Pöring. 1893 werden in Zorneding und in Pöring erstmals Maibäume aufgestellt. Im selben Jahr wird eine Wasserleitung aus dem Moosacher Quellgebiet nach Zorneding fertiggestellt, im Jahr darauf wird Pöring an das Zornedinger Wasserleitungsnetz angeschlossen und auch Ingelsberg erhält eine Wasserleitung.[2].

1901 entstand in Zorneding in der Rosa-Schöpf-Straße ein zweites Schulgebäude und 1909 in Pöring die erste Schule. Ein Jahr später wurde Zorneding an das Stromnetz angeschlossen und erhielt eine elektrische Straßenbeleuchtung. Auch das Telefonnetz erreichte 1910 Zorneding, Pöring und Wolfesing. Die Wasserburger Landstraße wurde 1930 geteert. 1935 wurde die Hauptstraße begradigt, wodurch der Gasthof zur Post von dieser wegrückte. Zwei Höfe mussten der neuen Straßenführung weichen.[2]

Am 30. April 1945 wurde Zornedings Ortsmitte durch einen Tiefflieger angegriffen. Der Glonner-Hof und das Feuerwehrhaus wurden zerstört und auch alle Akten der Gemeindeverwaltung und das Gemeindearchiv verbrannten.[2]

1962/63 wurde Zorneding an die Erdgasversorgung angeschlossen. 1963 erhält Zorneding und 1964 Pöring eine neue Schule. Ab 1971 entsteht die neue Siedlung am Daxenberg, 1972 startet der S-Bahnverkehr nach München.[2] Am 1. Mai 1978 wurde anlässlich der bayerischen Gebietsreform die bis dahin selbständige Gemeinde Pöring aufgelöst und deren Hauptteil mit Zorneding zu einer Gemeinde zusammengefasst. Dabei wurde der Ortsteil Baldham-Kolonie an die Nachbargemeinde Parsdorf abgegeben, die heutige Gemeinde Vaterstetten.[3] 1987 wurden das neue Rathaus, das Vereinsheim und das Sportstadion eingeweiht. Außerdem wurden die Westumgehung von Zorneding (ST 2081) und die Anbindungen (Lärchenstraße und Baldhamer Straße) fertig und der Birkenhof gebaut.[2]

Die Artikel Zorneding und Olivier Ndjimbi-Tshiende überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Christoph Friedrich (1) (Diskussion) 00:13, 29. Mai 2016 (CEST)

Zur Diskussion zur Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 schrieb die damalige CSU-Ortsvorsitzende im Parteiortsblatt Zorneding Report, Bayern werde „von Flüchtlingen überrannt“ und sprach von einer „Invasion“. Es folgte bundesweite Kritik an diesen Aussagen. Der aus dem Kongo stammende Ortspfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende verurteilte diese Formulierungen und forderte die Partei auf, nicht mehr die Kirchtürme Zornedings auf ihrer Publikation zu verwenden.[4] Daraufhin äußerte sich der damalige stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende gegenüber der Ebersberger Zeitung über den Pfarrer „Der muss aufpassen, dass ihm der Brem (Anmerkung: in Zorneding lebender Ruhestandspriester) nicht mit dem nackerten Arsch ins Gesicht springt, unserem Neger.“, was noch weitere Proteste auslöste,[5] was im Laufe der folgenden Monate zum Rücktritt der beiden Lokalpolitikern von allen ihren parteipolitischen Ämtern, und im Falle des Stellvertreters aus dem Gemeinderat, führte.[6].[4] Beide CSU-Lokalpolitiker sprachen sich mit dem Pfarrer aus und versöhnten sich laut Ndjimbi-Tshiende wieder mit ihm,[7] allerdings erhielt dieser ab November 2015 per Postkarte und Brief Beschimpfungen und Morddrohungen, worauf er am 6. März 2016 bekannt gab, sein Amt als Pfarrer zum 1. April niederzulegen.[4][8] Trotz zahlreicher Unterstützungsaussagen und einer Solidaritätskundgebung in Zorneding mit 3000 Teilnehmern, verließ der Pfarrer den Ort sofort.[9][10][11][12]

Hauptartikel: Olivier Ndjimbi-Tshiende

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 60,1 %
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40
30
20
10
0
39,4 %
(+2,8 %p)
19,8 %
(-1,0 %p)
18,9 %
(+5,4 %p)
17,2 %
(+2,8 %p)
4,7 %
(-0,5 %p)
2008

2014

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Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piet Mayr (CSU) ist seit den Kommunalwahlen im Jahr 2008 Nachfolger von Franz Pfluger (CSU) als Erster Bürgermeister. Er gewann in einer Stichwahl knapp vor Helmut Obermaier (Bündnis 90/Die Grünen). Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde Mayr bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pöring

Das Gemeindewappen von Zorneding zeigt den roten Brandenburger Adler mit zwei verkohlten Ästen in den Klauen. Er geht auf Ludwig V. zurück, der 1361 in Zorneding starb. Der bayerische Herzog war auch Markgraf von Brandenburg.[14] Als Rodungssymbol wurden die zwei verkohlten Äste in das Wappen aufgenommen.

Das Wappen von Pöring besteht aus zwei silbernen Spitzen und einem gelben Rebhuhn auf blauem Grund. Es symbolisiert die Inhaber des Pöringer Edelsitzes.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ItalienItalien Italien: Im Zuge der 1200-Jahr-Feierlichkeiten wurde am 28. Juni 2013 eine Städtepartnerschaft mit der italienischen Kommune Cappella Maggiore beurkundet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbild von Zorneding mit Maibaum und Kirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Georg in Pöring, Barockkirche, Baubeginn 1696, Einweihung 1707.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Wander- und Radwege im Ebersberger Forst.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Zorneding liegt an der Bundesstraße 304. Am 7. Juni 2005 wurde der erste Spatenstich zum Bau einer südlich verlaufenden Ortsumgehung getätigt. Die 4,2 km lange Trasse wurde am 3. Juli 2007 für den Verkehr freigegeben. Nach Umgehung der Ortschaft hat sich die Verkehrsbelastung der Ortsdurchfahrung von über 20.000 KFZ pro Tag auf circa 4.000 KFZ pro Tag reduziert.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde Zorneding verläuft nördlich der Ortsmitte die Bahnstrecke München–Rosenheim. Die Bahnstrecke wurde am 15. Oktober 1871 eröffnet, gleichzeitig ging der Bahnhof Zorneding in Betrieb.[15] Aufgrund der wichtigen Bedeutung als Fernverkehrslinie in Richtung Süden und Südosten wurde die Bahnstrecke nach Rosenheim schon 1892 zweigleisig ausgebaut. 1897 wurde das östliche Vorortbahnnetz der Stadt München ausgebaut, sodass die Züge öfter nach München fuhren und das Wohnen im Münchner Umland attraktiver wurde.[16] Im Jahr 1927 folgte die Elektrifizierung der Strecke, der Bahnhof Zorneding war trotz den zahlreichen Schnellzügen auf der Strecke nur durch einfache Personenzüge an München und Grafing angeschlossen.[17] Seit der Inbetriebnahme des Münchner S-Bahn-Netzes besteht von Zorneding aus ein 20-Minuten-Takt nach München. Bis in die 1990er Jahre hielten im Bahnhof neben den S-Bahnen noch Regionalverkehrszüge in Richtung Rosenheim. Heute besitzt der Bahnhof nur noch einen Mittelbahnsteig für den S-Bahn-Verkehr. Das ursprüngliche Empfangsgebäude des Bahnhofs wurde Anfang 2009 abgerissen.

Der Bahnhof Zorneding wird heute im 20-Minutentakt von Zügen der S-Bahn-Linie S4, die von Geltendorf nach Ebersberg führt, bedient. In der Hauptverkehrszeit fahren zusätzliche Züge der S-Bahn-Linie S6, die von Tutzing nach Ebersberg führt. Somit wird zwischen München und Zorneding in den Hauptverkehrszeiten ein 10-Minuten-Takt hergestellt. Für das Abstellen der Verstärkerzüge außerhalb der Hauptverkehrszeiten ist des Weiteren ein Abstellgleis vorhanden.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Zorneding liegt im Verbundgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). Die Gemeinde ist an folgende zwei Buslinien des Verkehrsverbunds angeschlossen:

  • 453: Zorneding (S) – Oberpframmern – Glonn
  • 465: Baldham (S) – Wolfesing – Poing (S)

Carsharing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 gibt es in der Gemeinde Zorneding einen lokalen Carsharing-Anbieter, die Zornedinger Auto-Teiler e.V.[18] Der Verein verfügt über mehrere Fahrzeuge, die über das Gemeindegebiet verteilt auf festen Stellplätzen stehen.

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im südlichen Waldgebiet der Gemeinde befinden sich zwei Brunnen, die Zorneding und nördlich gelegene Gemeinden mit Wasser versorgen. Bewerkstelligt wird die Versorgung von einem Kommunalunternehmen, das von mehreren Gemeinden getragen wird.[19]

Die erste Wasserleitung in Zorneding wurde 1893 erbaut und war etwa 75 Jahre in Betrieb. Sie versorgte die Ortschaft mit Wasser aus dem Quellgebiet um Moosach. Zur Erinnerung an die Einrichtung der ersten Wasserleitung wurde in Zorneding ein Denkmal aufgestellt.

Das Schmutzwasser der Gemeinde fließt in die Großkläranlage in Neufinsing, wo es geklärt wird und über den Mittleren Isar-Kanal nahe Moosburg, in die Isar fließt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zorneding besitzt eine Gemeindebücherei und einen Jugendtreff.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde beherbergt die Grundschule Zorneding mit ihren zwei Standorten in Zorneding und Pöring. Die Schule, die im Jahre 2004 ihr 350-jähriges Jubiläum feierte, war lange Zeit eine Grund- und Teilhauptschule (II), die Jahrgangsstufen 5 mit 8 wurden jedoch bis 2005 schrittweise eingestellt.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zorneding verfügt über zwei Freiwillige Feuerwehren. Die FF Zorneding, die ein Drehleiterfahrzeug besitzt und die FF Pöring, die eine Übungsanlage für Fahrdrahterdung hat.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Brem (1930–2016), katholischer Geistlicher und Autor, Ruhestandspriester in Zorneding
  • Carola Grey (* 1968), Jazz- und Fusion-Schlagzeugerin und Komponistin
  • Olivier Ndjimbi-Tshiende (* 1949), promovierter Theologe und Professor für Moralphilosophie, Ortspfarrer von 2012 bis 2016

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zorneding ist der Titel einer Kurzgeschichte des Südtiroler Autors Kurt Lanthaler.

Bis 2011 war Saif al-Arab al-Gaddafi, der zweitjüngste Sohn des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, in Zorneding gemeldet. Hier war er zeitweise bei einer ansässigen Baumaschinenfirma angestellt.[20]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dr. Bernhard Marc im Auftrag des Kulturvereins Zorneding-Baldham e.V. (Hrsg.): Zorneding – Ein Heimatbuch, 1971
  • Gemeinde Zorneding in Zusammenarbeit mit dem Heimatkundekreis Zorneding e.V. (Hrsg.): Zorneding gestern und heute – Eine Dokumentation in Bildern, 1990
  • Heimatkundekreis Zorneding e.V. (Hrsg.): Ingelsberg – Das Buch zur Ausstellung 2007/2008, 2009
  • Heimatkundekreis Zorneding e.V. (Hrsg.): Wolfesing – Das Buch zur Ausstellung 2010, 2011
  • Heimatkundekreis Zorneding e.V. (Hrsg.): Zorneding – Heimatbuch, 2013
  • Heimatkundekreis Zorneding e.V. (Hrsg.): Pöring – Heimatbuch, 2015
  • Die erste Luftfahrerin der Nation landete mit ihrem Ballon in Zorneding: Zeitungen lieferten sich einen Streit um angebliche "Plünderungen" durch Bevölkerung. In: Ebersberger Heimatblätter. Band 9, Nr. 5, 1998, S. 5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zorneding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e f g h i Webauftritt der Gemeinde Zorneding: Geschichtliches Zorneding, abgerufen am 10. März 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 572.
  4. a b c Pfarrer tritt nach Morddrohungen zurück - nun streiten die Parteien. Ebersberger Zeitung, 7. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.
  5. Pfarrer erwägt Anzeige wegen "Neger"-Zitats von Zornedings CSU-Vize. Ebersberger Zeitung, 31. Oktober 2015, abgerufen am 7. März 2016.
  6. Nach Morddrohungen: Pfarrer aus oberbayerischem Zorneding tritt zurück. Der Spiegel, 7. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.
  7. Süddeutsche Zeitung: Pfarrer findet nach Morddrohungen versöhnliche Worte, 9. März 2016, abgerufen am 10. März 2016.
  8. Robert Langer: Pfarrer verlässt Gemeinde - wegen Morddrohungen. Ebersberger Zeitung, 7. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.
  9. Süddeutsche Zeitung: Online-Petition für Verbleib des Zornedinger Pfarrers , 8. März 2016, abgerufen am 8. März 2016.
  10. Opfer rassistischer Hetze: Bayerischer Pfarrer bittet um Verständnis für Rücktritt. Der Spiegel, 7. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.
  11. Online-Petiton: Unser Pfarrer soll in Zorneding bleiben!, abgerufen am 8. März 2016.
  12. Ebersberger Zeitung: Über 3.000 Menschen demonstrieren in Zorneding gegen Fremdenhass, abgerufen am 9. März 2016.
  13. Kommunalwahlen in Bayern. Bayerisches Landesamt für Statistik. Abgerufen am 2. August 2015.
  14. Brandenburg unter den Wittelsbachern
  15. Bufe Siegfried: Hauptbahn München–Salzburg. Bufe-Fachbuchverlag, Egglham 1995, ISBN 3-922138-57-8.
  16. Reinhard Pospischil, Ernst Rudolph: S-Bahn München. Alba, Düsseldorf 1997, ISBN 3-87094-358-0.
  17. Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3, S. 27 f.
  18. Wir über uns. Zornedinger Auto-Teiler e.V..
  19. Der einzigartige Weg unseres Wassers. gKu VE München-Ost. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  20. Gaddafi-Sohn war Zornedinger. Merkur.de. 4. März 2011.