Zschampert

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Zschampert
Zschampert bei Rückmarsdorf

Zschampert bei Rückmarsdorf

Daten
Lage Leipzig, Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Alte Luppe → Neue Luppe → Weiße Elster → Saale → Elbe → Nordsee
Quelle Kulkwitzer See
51° 18′ 37″ N, 12° 15′ 17″ O
Mündung im Domholz (Leipziger Auenwald) in die Alte LuppeKoordinaten: 51° 22′ 20″ N, 12° 14′ 35″ O
51° 22′ 20″ N, 12° 14′ 35″ O

Länge 11 km[1]
Einzugsgebiet 40 km²[1]
Abfluss[1] MQ
180 l/s

Der Bach Zschampert ist ein linksseitiger Zufluss der Weißen Elster. Er fließt durch den Leipziger Stadtteil Miltitz und erhält heute sein Wasser vor allem aus dem Kulkwitzer See, da sein Oberlauf zwischen Seebenisch und Knautnaundorf ausgetrocknet ist.

Die Zschampert-Unterführung unter dem Elster-Saale-Kanal (Eingang)
Zschampert vom Damm des Elster-Saale-Kanals aus gesehen (nach der Unterquerung)

Von Miltitz aus fließt der Zschampert an Lindennaundorf und Rückmarsdorf vorbei und bildet über weite Strecken die Stadtgrenze zwischen Leipzig und Markranstädt bzw. Leipzig und Schkeuditz. Zwischen Rückmarsdorf und Burghausen unterquert er in einem 100 m langen Tunnel sieben Meter unter dem Wasserspiegel des Elster-Saale-Kanals diesen und mündet im Domholz (Leipziger Auenwald) in die Alte Luppe.

Vor seiner Begradigung und Abkürzung floss der Zschampert noch weiter westlich, parallel zur Luppe und mündete bei Kleinliebenau[2] in dieselbe. Sein verbliebener Altarm ist heute größtenteils ausgetrocknet, wie auch oftmals der Zschampert selbst während der Sommermonate.

Der westlich von Kleinliebenau fließende Augraben ist ebenfalls ein ehemaliger Nebenarm des Zschampert.[3] Er wird auch heute noch als Zschampert[4] bezeichnet. Der gebräuchliche Name Augraben[5] ist seit 1940[6] nachgewiesen. Der Augraben wird heute durch die Entwässerungsgräben westlich des neuen Zschampert gespeist und mündet bei Dölkau, einem Ortsteil von Leuna nahe Zweimen, in die Luppe.

Bis in die 1990er-Jahre glich der Zschampert vor allem in Miltitz eher einem Abwasserkanal als einem Fluss. Hauptursachen waren Abwässer aus einem Chemiewerk und den nahegelegenen Wohngebieten.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Wiederherstellung ehemaliger Wasserläufe der Luppe Teil 2, bgmr Landschaftsarchitekten 2009 (pdf)
  2. 51° 22′ 45″ N, 12° 12′ 22″ O
  3. Meilenblätter von Sachsen 1:12000 „Berliner Exemplar“, aufgenommen 1780–1806 unter Leitung von Friedrich Ludwig Aster, Kart. M 14433, Blätter B7, B8, B13, Auf: deutschefotothek.de
  4. Beschreibung des NSG0197 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lvwa-natur.sachsen-anhalt.de Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Auf: lvwa-natur.sachsen-anhalt.de
  5. Karte des NSG0197 (Memento des Originals vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lvwa-natur.sachsen-anhalt.de (PDF; 198 kB) Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Auf: lvwa-natur.sachsen-anhalt.de
  6. Topopgraphische Karte Sachsen 1:25000 (Messtischblätter), Abteilung für Landesaufnahme des Königl. Sächs. Generalstabes, Leipzig, Blatt 10 (1940), Auf: deutschefotothek.de