Zsolt Muzsnay

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Zsolt Muzsnay
Zsolt Muzsnay 90's.jpg
Personalia
Name Zsolt Muzsnay
Geburtstag 20. Juni 1965
Geburtsort ClujRumänien
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1982–1983 Luceafărul Bukarest
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1983–1988 Universitatea Cluj 79 (11)
1988–1989 FC Bihor Oradea 31 (09)
1989–1990 Steaua Bukarest 25 (01)
1990–1991 Videoton Székesfehérvár 23 (05)
1991–1992 Royal Antwerpen 15 (00)
1992–1993 Videoton Székesfehérvár 14 (00)
1994–1995 Parmalat Székesfehérvár 5 (00)
1998–1999 FC Bihor Oradea 5 (00)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1984–1990 Rumänien 6 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2000 FC Bihor Oradea
2000 FC Bihor Oradea (Co-Trainer)
0000–2003 Crișul Aleșd
2003–2004 FC Oradea (Co-Trainer)
2004 FC Oradea
2004–2005 FC Oradea (Co-Trainer)
2005 FC Bihor Oradea
2005– Bihoreana Marghita
2006–2007 CFR Cluj (Co-Trainer)
2008–2010 FC Bioland Paleu
2011 Unirea Valea lui Mihai
2011 Cetatea Biharia
2011– Kinder Paleu-Cetariu
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Zsolt Muzsnay (* 20. Juni 1965 in Cluj) ist ein ehemaliger rumänischer Fußballspieler und derzeitiger -trainer ungarischer Herkunft. Er bestritt insgesamt 192 Spiele in der rumänischen Divizia A, der ungarischen Nemzeti Bajnokság und der belgischen Jupiler League. Außerdem nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 teil.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muzsnay begann seine Karriere in seiner Heimatstadt Cluj bei Universitatea Cluj. Dort rückte er 1983 in die erste Mannschaft, nachdem er von 1982 bis 1983 bei Luceafărul Bukarest gespielt hatte. Mit U Cluj gelang ihm 1985 der Aufstieg in die Divizia A, wo er am 8. März 1986 sein Debüt absolvierte. Danach wurde Muzsnay Stammspieler. Nachdem sich U Cluj stets im Mittelfeld platziert hatte, verließ der den Klub im Jahr 1988 und schloss sich dem Ligakonkurrenten FC Bihor Oradea an. Hier machte er mit neun Toren auf sich aufmerksam, so dass er Oradea bereits ein Jahr später wieder verließ und sich dem rumänischen Spitzenklub Steaua Bukarest anschloss. Mit Steaua wurde er 1990 rumänischer Vizemeister.

Nach der Weltmeisterschaft 1990 verließ Muzsnay Bukarest und wechselte in die ungarische Nemzeti Bajnokság, wo er sich Videoton Székesfehérvár anschloss. Bereits im Jahr 1991 wagte er den Sprung in den Westen und wechselte zu Royal Antwerpen in die belgische Jupiler League. In Antwerpen gewann er zwar 1992 den belgischen Pokal, kam aber über die Rolle des Ergänzungsspielers nicht hinaus, so dass er schon ein Jahr später nach Székesfehérvár zurückkehrte und im Jahr 1993 seine Karriere beendete.

Im Jahr 1994 kehrte er noch einmal nach Székesfehérvár zurück, das mittlerweile als Parmalat Székesfehérvár auflief. Dabei kam er wie bei seinem zweiten Comeback für den FC Bihor Oradea in der Saison 1998/99 nur zu wenigen Einsätzen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muzsnay bestritt insgesamt sechs Spiele für die rumänische Fußballnationalmannschaft, erzielte jedoch kein Tor. Sein Debüt gab er am 31. Juli 1984 gegen China. Er kam nur sporadisch zum Einsatz und wurde von Nationaltrainer Emerich Jenei für die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien nominiert, kam aber nicht zum Einsatz.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2000/01 war Muzsnay Trainer des Zweitligisten FC Bihor Oradea. Nach der Verpflichtung von Lajos Détári wurde er dessen Co-Trainer. Als Détári nicht rechtzeitig zu einem Freundschaftsspiel erschien, gab Muzsnay dem Schiedsrichter die Anweisung, das Spiel dennoch anzupfeifen. Daraufhin weigerte sich Détári, mit Muzsnay weiter zusammenzuarbeiten und dieser musste den Verein bald darauf verlassen.[1] Bis zum Sommer 2003 war Muzsnay Trainer von Crișul Aleșd in der Divizia D.[2] Am 9. Juli 2003 unterschrieb er einen Vertrag als Co-Trainer von Ionuț Popa beim Erstligisten FC Oradea[3] und wurde im April 2004 als Nachfolger von Dumitru Dumitriu Cheftrainer des Klubs. Er konnte den Abstieg am Ende der Saison 2003/04 nicht mehr verhindern und wurde ab Sommer 2004 Co-Trainer des neuen Chefcoachs Marian Bondrea.[4] Muzsnay betreute den Verein auch nach seiner Umbenennung in FC Bihor Oradea in der Rückrunde der Saison 2004/05. Anschließend wurde er Trainer von Bihoreana Marghita in der Divizia D. Im Oktober 2006 wurde er zum Co-Trainer von Cristiano Bergodi beim Erstligisten CFR Cluj ernannt.[5] Mit diesem erreichte er am Ende der Saison 2006/07 den dritten Tabellenrang und damit die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Dennoch wurde Muzsnays Vertragsverhältnis beendet, da Bergodi im Juni 2007 zu Rapid Bukarest wechselte.[6]

Von Juli 2008 bis 2010 war er Trainer von FC Bioland Paleu, mit dem er 2010 zwar die Staffel des Kreises Bihor in der Liga IV gewinnen konnte, in der Relegation jedoch an FC Someșul Ileanda aus dem Kreis Sălaj scheiterte.[7] Am 7. Februar 2011 übernahm er für kurze Zeit das Training bei Unirea Valea lui Mihai,[8] bevor das Team anschließend unter Chefcoach Sándor Csűri[9] den Aufstieg in die Liga III schaffte.[10] Im Herbst 2011 wurde sein Trainervertrag bei dem Viertligisten Cetatea Biharia aufgelöst und Muzsnay wurde im Oktober 2011 technischer Direktor bei Kinder Paleu-Cetariu, dem Ligakonkurrenten in der Staffel des Kreises Bihor. Vier Spieltage später wurde Trainer Ovidiu Lazăr bei dem Tabellenzweiten entlassen und Muzsnay nahm im November 2011 seinen Platz ein.[11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • WM-Teilnehmer: 1990 (Ersatzspieler)
  • Rumänischer Vizemeister: 1990
  • Belgischer Pokalsieger: 1992

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vasile Sere: Muzsnay Zsolt: “Am revenit la FC Oradea, hotărît să pun umărul la reconstrucţia echipei”. In: Crișana. 11. Juli 2003, archiviert vom Original am 3. April 2015; abgerufen am 5. März 2019 (rumänisch).
  2. Crișana vom 9. Juni 2003, abgerufen am 11. Januar 2012 (rumänisch)
  3. Crișana vom 9. Juli 2003, abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)
  4. Gazeta de Cluj (Memento vom 23. August 2011 im Internet Archive), abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)
  5. Monitorul de Cluj vom 10. Oktober 2006 (Memento vom 22. Juli 2011 im Internet Archive), abgerufen am 11. Januar 2012 (rumänisch)
  6. Realitatea Bihoreană vom 2. Juli 2007, abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)
  7. ProSport vom 15. Juni 2010, abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)
  8. Bihor Online vom 9. Februar 2011, abgerufen am 14. Januar 2012 (rumänisch)
  9. Crișana vom 14. Juni 2011, abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)
  10. ProSport vom 15. Juni 2011, abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)
  11. Crișana vom 9. November 2011, abgerufen am 13. Januar 2012 (rumänisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]