Zu neuen Ufern

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Filmdaten
Originaltitel Zu neuen Ufern
Zu neuen Ufern Logo 001.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1937
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Detlef Sierck
Drehbuch Kurt Heuser
Produktion Bruno Duday
Musik Ralph Benatzky
Kamera Franz Weihmayr
Besetzung

Zu neuen Ufern ist ein deutscher Spielfilm von Detlef Sierck (später Douglas Sirk) aus dem Jahr 1937. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lovis H. Lorenz und wurde im Studio Babelsberg in Berlin gedreht. In der Hauptstadt fand die Uraufführung des Films am 31. August 1937 statt.[1]

Nach einigen schwedischen Produktionen und dem österreichischen Film Premiere gelang Zarah Leander mit ihrem ersten deutschen Spielfilm Zu neuen Ufern der endgültige Durchbruch beim Publikum. Nicht unwesentlich für ihren Erfolg waren die Schlager des Films: Yes Sir, Ich steh’ im Regen und Tiefe Sehnsucht, Lieder, die Zarah Leander bis ans Ende ihrer Karriere auf ihren Konzerten vorgetragen hat.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Revue-Star Gloria Vane ist mit dem Tunichtgut Albert Finsbury liiert, der zum Dienst in der königlichen Kavallerie nach Australien abkommandiert wird. Aus Liebe und um Finsburys vielversprechende Offizierskarriere nicht zu gefährden, deckt sie einen Scheckbetrug, den dieser vor seiner Abreise vorgenommen hat. Sie nimmt vor Gericht alle Schuld auf sich und wird zur Strafe für sieben Jahre in die Strafkolonie Paramatta in Australien deportiert. Finsbury, der in Australien am selben Ort Dienst tut, erfährt durch einen Brief Glorias von ihrer Anwesenheit, kennt aber den eigentlichen Grund nicht. Um seine Karriere nicht zu gefährden, zögert er, auf ihren brieflichen Hilferuf zu reagieren. Finsbury erwidert stattdessen die Annäherungsversuche der Tochter des Gouverneurs. Inzwischen verliebt sich der in der Nähe ansässige Farmer Henry Hoyer in Gloria und bietet ihr die Ehe an. Per Gesetz würde sie bei einer Heirat aus dem Straflager freikommen. Sie willigt halbherzig ein, flieht aber noch vor der Hochzeit.

Am Vorabend von Finsburys Hochzeit mit der Gouverneurstochter kommt es endlich zur erneuten Begegnung von Albert Finsbury mit Gloria Vane. Gloria erklärt Finsbury, ihn nicht mehr zu lieben. Voller Schmerz lehnt sie seine Offerte ab, ab jetzt für immer zusammenzubleiben. Nachdem er von ihr erfahren hat, dass sie wegen des von ihm begangenen Scheckbetrugs verurteilt wurde, begeht Finsbury Selbstmord. Gloria entschließt sich zum Schluss, dem erneuten Antrag des Farmers Hoyer stattzugeben und ihn zu heiraten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Zarah Leander als neuer Attraktion aus Schweden konnte die UFA endlich einen neuen, viel versprechenden Star in der Nachfolge von Marlene Dietrich aufbauen. Der Film erhielt das Prädikat „künstlerisch wertvoll“ der Filmprüfstelle.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Starfilm aus der Blütezeit Zarah Leanders, die hier als populäre Londoner Varietesängerin um 1840 wegen einer Scheckfälschung, die nicht sie, sondern ihr Geliebter beging, nach Australien deportiert wird. Routiniert inszeniert von Detlef Sierck, der es später unter dem Namen Douglas Sirk zum Meister des Hollywood-Melodrams brachte.“

„Durch stilistische Geschlossenheit besticht dieses Melodram, das Zarah Leander Gelegenheit gab, ihre sinnliche Ausstrahlung ins Rollenbild der heroisch Liebenden zu integrieren, der Gefühle über alles gehen.“

Thomas Kramer in Reclams Lexikon des deutschen Films, 1995

„Beklemmend die Frauengefängnisse in Australien, da steckt das KZ drin, fast lehrstückhaft. Siercks Aufseherin im Gefängnis war in ihrer ausdruckslosen Grausamkeit, das Gesetz stur befolgend, die Ahnin vieler echter Aufseherinnen in diesen Milieus.“

Wolfgang Paul in Der Tagesspiegel, 1974[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lovis H. Lorenz: Zu neuen Ufern. Roman. Keil Verlag Scherl, Berlin 1936, 271 S.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zu neuen Ufern auf murnau-stiftung.de
  2. Manfred Hobsch: Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme, Berlin, 1998