Zucchero

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Zucchero, 2007

Zucchero; eigentlich Adelmo Fornaciari (* 25. September 1955 in Roncocesi bei Reggio nell’Emilia, Emilia-Romagna), ist ein italienischer Singer-Songwriter.

Seine Musik, die er in Italienisch oder Englisch vorträgt, ist von Gospel, Blues und Rockmusik inspiriert. Ihre Bandbreite reicht von Balladen bis hin zu mehr Boogie-ähnlichen Stücken. Sein bekanntester Song dürfte Senza una donna (1991) sein, den er zusammen mit Paul Young gesungen hat. Seinen Künstlernamen (zucchero, italienisch für Zucker) will er sich nach einer Kindheitserinnerung ausgesucht haben. Eine Lehrerin der Grundschule soll über ihn gesagt haben, er sei süß wie Zucker; sie habe ihn „marmellata e zucchero“ (Marmelade und Zucker) genannt.

Leben[Bearbeiten]

Er begann seine Karriere 1970 mit seiner ersten Single, bevor 1983 sein erstes Album erschien.

Durchschlagenden Erfolg hatte er 1989 mit dem Album Oro incenso e birra (Gold, Weihrauch und Bier), das zum meistverkauften Album in der italienischen Geschichte wurde. Bereits vor seinem Erscheinen gab es dafür beinahe eine Million Vorbestellungen. Darauf enthalten sind u. a. Diavolo in me (Teufel in mir) und Diamante, getextet von Francesco De Gregori, der Großmutter des Sängers gewidmet.

1992 war Zucchero der einzige italienische Sänger, der zum Freddie Mercury Tribute Concert eingeladen wurde. Dort sang er das Lied Las palabras de amor in Erinnerung an den Sänger von Queen. Damit begann auch die musikalische Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Gitarristen Brian May und dem Schlagzeuger Roger Taylor.

1994 war er beim Konzert von Woodstock II wiederum der einzige Teilnehmer aus Italien.

Zu seinen großen Erfolgen zählen die Lieder X colpa di chi? (Wessen Schuld?) aus dem Album Spirito DiVino, Così celeste (zusammen mit Cheb Mami) und „Il grande baboomba“, mit dem er 2004 Festivalbar gewann.

Von großem Erfolg gekrönt war auch die Zusammenarbeit mit der mexikanischen Gruppe Maná. Mit ihr hat Zucchero unter anderem das Lied Baila Morena gesungen und an ihrem Album Revolución de amor mitgewirkt. Zusammen sangen sie dafür das Lied Eres mi religión.

Sein 2004er Album ZU & Co, auf dem unter anderem Duette mit Miles Davis, Paul Young, Sheryl Crow, Dolores O’Riordan (The Cranberries), Jenny Bae, B. B. King, John Lee Hooker, Brian May und Sting enthalten sind, hat rund um den Globus millionenfachen Absatz gefunden.

Zucchero trat im Rahmen der weltweiten Live-8-Benefizkonzerte am 2. Juli 2005 in Rom und Paris auf.

Im September 2006 erschien sein Album Fly. Es stellt einen Stilwechsel dar, enthält mehr Pop und viele Balladen. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Ivano Fossati und Jovanotti.

Im November 2007 erschien sein Album All the Best, auf dem er mit Wonderful Life (Black) und I Won’t Let You Down (Ph.D.) zwei Klassiker der 1980er Jahre coverte. Am 4. Dezember 2008 erschien ein CD/DVD-Set von seiner Tour 2008 – Live in Italy.

Am 19. November 2010 erschien das Album Chocabeck. In elf Songs beschwört Zucchero das Bild vom Alltag in einem Bauerndorf in der italienischen Provinz in seiner eigenen Jugend in der Region Emilia-Romagna. „Meine Eltern waren Bauern, und als ich klein war, hatten wir nie besonders viel Geld“, berichtet Zucchero, „Sonntagskuchen war für uns etwas Besonderes.“ Wenn es keinen gab und er danach fragte, lautete die Antwort, es gäbe stattdessen „Chocabeck“. Ein Wortspiel, das sich aus „klappern“ („choca“) und „Schnabel“ („beck“) zusammensetzt und bedeutet, dass ein Schnabel klappert, weil er mal wieder leer ist, da es kein Futter gibt.

Nach zweijähriger Albumpause ist am 19. November 2012 La Sesion Cubana erschienen. Zucchero erfüllte sich mit seinem neuen Album und der ersten Single Guantanamera einen langjährigen Traum: La Sesión Cubana wurde, wie der Titel andeutet, in der kubanischen Hauptstadt Havanna aufgenommen und enthält Gemeinschaftswerke mit einigen der wichtigsten Musikern der Karibik und Südamerikas. Produziert wurde La Sesión Cubana von Zucchero und Don Was. Das Album präsentiert sieben der größten Zucchero-Hits, allesamt neu arrangiert in lateinamerikanischem Sound, darunter Baila, Cuba Libre und Everybody’s Got To Learn Sometime – sowie sechs bisher unveröffentlichte Songs inkl. des Covers Guantanamera, das als erste Single ausgekoppelt und von Zucchero für das Album in seiner Muttersprache Italienisch eingesungen wurde. Unter dem Titel Una rosa blanca veröffentlichte er im Jahr darauf das Album erneut, zusammen mit einer Live-CD mit Aufnahmen von einem Konzert in Havanna vom Dezember 2012.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH IT
1983 Un po' di Zucchero - - - -
1984 Zucchero and the Randy Jackson Band - - - -
1986 Rispetto - - - 7
1987 Blue's - - 18 1
1989 Oro incenso e birra - - 1 1
1992 Miserere - - 8 1
1995 Spirito DiVino / Stray Cat in a Mad Dog City 17 - 3 1
1998 BlueSugar 72 14 6 1
2001 Shake 10 16 1 1
2006 Fly 9 3 1 1
2010 Chocabeck 16 7 2 1

Soundtracks[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH IT
1988 Snack Bar Budapest - - - 14

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH IT
1988 Six Mix - - - -
1991 Zucchero 9 - 7 -
1994 Diamante - - - -
1996 The Best of Zucchero Sugar Fornaciari's Greatest Hits 10 7 2 1
1999 Overdose d'amore the ballads - - - -
2004 Zu & Co. 4 1 1 1
2007 All The Best 16 6 2 1
2012 La sesión cubana 40 1 5 1
2014 All the Best + Zu & Co. - - 37 -

Livealben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH IT
1991 Zucchero Live at the Kremlin - - 28 6
2008 Live in Italy - 31 91 7
2013 Una rosa blanca - - 50 10

Singles (Auswahl)[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH UK IT
1982 Una notte che vola via - - - - 39
1984 Donne (feat. Randall Darius Jackson) - - - - 29
1986 Canzone triste (Canzone d'amore) - - - - 50
1986 Come il sole all'improvviso (feat. Gino Paoli) - - - - 24
1987 Con le mani - - - - 27
1987 Senza una donna - - - - 17
1989 Diavolo in me - - - - 14
1991 Senza una donna (Without a Woman) (feat. Paul Young) 2 8 2 4 1
1991 Wonderful World (feat. Eric Clapton) 71 - 17 - -
1991 Diamante (feat. Randy Crawford) 20 - 11 44 -
1992 Miserere (feat. Luciano Pavarotti) - - 22 15 2
1995 X colpa di chi? - - - - 1
1995 Il volo / My Love 23 - 20 - 1
1998 Così celeste" / "She's My Baby 98 - - - 1
1997 Va, pensiero 52 17 19 - 6
1998 Blu / Blue - - 35 - 3
2001 Baila Morena / Baila (Sexy Thing) 97 - 3 - 1
2001 Ahum - - 72 - 20
2002 I'm in Trouble 84 - - - -
2004 Il grande Baboomba (feat. Mousse T.) - - 16 - 8
2004 Everybody's Got to Learn Sometime / Indaco dagli occhi del cielo (feat. Vanessa Carlton) - 56 16 - -
2006 Occhi / Flying Away 60 - 56 - 5
2007 Wonderful Life - - - - 9
2008 Tutti i colori della mia vita - - - - 7
2008 Una carezza - - - - 4
2010 È un peccato morir - - - 41 5
2010 Chocabeck - - - - 47
2011 Un soffio caldo - - - - 41
2011 Vedo nero - - - 71 16

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Una Rosa Blanca (Zucchero) - Produktdetail, Universal Music, 6. Dezember 2013
  2. RSH-Gold Verleihung 1997

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zucchero – Sammlung von Bildern