Zukunftskonferenz

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Eine Zukunftskonferenz ist ein Instrument der Bürgerbeteiligung.

Sie besteht aus einer größeren, heterogenen Gruppe (ca. 64 Teilnehmer), die aus unterschiedlichen Bereichen kommen. Diese sollen innerhalb von drei Tagen einen Konsens über die lokalen Eckpfeiler einer wünschenswerten Zukunft erarbeiten. Das Verfahren stammt aus den USA und wurde von Marvin R. Weisbord erstmals beschrieben. Die Basis des Verfahrens ist die Methode der Großgruppenkonferenz.

Verfahrensmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Anfang steht eine Analyse der Geschichte der Stadt oder Region, je nachdem, auf welchen Bereich sich die Zukunftskonferenz beziehen soll. Im Anschluss daran werden die aktuellen Trends und Entwicklungen herausgearbeitet, um anhand dieser eine "ideale" Zukunft zu entwickeln. Dabei ist wichtig, dass ein Konsens herausgearbeitet wird. Auf der Grundlage dieser idealen Zukunft wird dann ein Entwicklungsplan aufgestellt, der die Ziele und Maßnahmen zum Erreichen dieses Idealzustandes enthält.

Grundprinzipien der Zukunftskonferenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • das ganze System in einen Raum holen
  • global denken, lokal handeln
  • Fokus auf die Zukunft statt auf Probleme
  • in selbststeuernden Gruppen arbeiten[1]

Ablauf einer Zukunftskonferenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. einem Rückblick in die Vergangenheit,
  2. der Analyse externer Trends – positiver wie negativer –,
  3. der Bewertung der gegenwärtigen Situation,
  4. der Entwicklung gewünschter Visionen,
  5. dem Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten und
  6. der Planung von konkreten Maßnahmen.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias zur Bonsen und Isis Herzog: Grossgruppenkonferenzen: Foren für den schnellen Wandel. In: Jürgen Graf (Hrsg.): Seminare 2000: Das Jahrbuch der Management-Weiterbildung. Gerhard May Verlag, Bonn 1999, S. 81–94
  • Kurt Hüneke: Zukunftskonferenz als Methode im Rahmen der Erstellung einer Lokalen Agenda 21. In: H. Apel/D. Dernbach/Th. Ködelpeter/P. Weinbrenner (Hrsg.): Wege zur Zukunftsfähigkeit – ein Methodenhandbuch. Stiftung Mitarbeit, Bonn 1998, S. 83–93
  • Ulrich Grober: Der leise Atem der Zukunft - Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise, oekom Verlag, 2016
  • Hannes Hinnen/Paul Krummenacher: "Grossgruppeninterventionen" Konflikte klären - Veränderungen anstoßen - Betroffene einbeziehen. Schäffer-Poeschel Stuttgart 2012.
  • Marvin Weisbord und Sandra Janoff: Future Search - Die Zukunftskonferenz (deutsch), Klett-Cotta, 2008. ISBN 978-3608943160

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marvin R. Weisbord: Was ist eine Zukunftskonferenz Online Version.
  2. Wegweiser Bürgergesellschaft: Zukunftskonferenz Online Version

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]