Zusatzzeichen

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Ein Zusatzzeichen (Deutschland) oder eine Zusatztafel (Österreich, Schweiz) konkretisiert die Bedeutung eines Verkehrszeichens (Deutschland) bzw. eines Signals (Schweiz), mit dem es in der Regel gemeinsam aufgestellt ist.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verkehrszeichen „allgemeine Gefahrenstelle“ wird durch die Zusatzschilder konkretisiert. Hier: Warnung auf eingeschränktes Lichtraumprofil auf den folgenden 3 km.
Zudem: Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 km/h ab dem Schild, dessen Anordnung nach 3 km nach Verlassen der Gefahrenstelle sich selbstständig aufhebt

In Deutschland beziehen sich Zusatzzeichen auf das eigentliche Verkehrszeichen direkt über dem Zusatzzeichen.[1]
Ausnahmen sind die Zusatzzeichen 1000-32 Zusatzzeichen 1000-32 - Radfahrer kreuzen von rechts und links, StVO 1997.svg und 1048-19 Zusatzzeichen 1048-19 - nur Straßenbahnen (600x330), StVO 1992.svg, die in Verbindung mit den Vorschriftzeichen 205 (Vorfahrt gewähren) und 206 (Halt, Vorfahrt gewähren) über dem Verkehrszeichen anzubringen sind.[2]
Ebenfalls kann das Zusatzzeichen 1022-10 Zusatzzeichen 1022-10 - Radfahrer frei, StVO 1992.svg für die Freigabe linksseitiger Radwege ohne ein eigentliches Verkehrszeichen aufgestellt werden.

Zusatzzeichen werden gemäß dem Katalog der Verkehrszeichen (VzKat), Teil:8, in 4 Hauptgruppen zusammengefasst:

  • Gruppe der allgemeinen Zusatzzeichen
  • Gruppe der „frei“-Zusatzzeichen
  • Gruppe der beschränkenden Zusatzzeichen
  • Gruppe der besonderen Zusatzzeichen

Umfassende Zusammenstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die ursprüngliche Formulierung enthält zwar den Passus „in der Regel“, jedoch stellt ein Urteil des BVerwG von 2003 klar, dass diese Regelung immer gilt.
  2. Anlage 2 zu § 41 Vorschriftzeichen. In: Straßenverkehrs-Ordnung. Abgerufen am 20. Oktober 2017.