Zustandsverb

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Das Zustandsverb (auch: statisches, statives Verb) benennt einen Zustand, ein Beharren, ein Bestehen, etwas sich nicht Veränderndes – also etwas Bleibendes, das auf das grammatische Subjekt (Satzgegenstand) bezogen ist (Eigenschaft, Lage von Personen, Gegenständen). Die Zu- bzw. Einordnung der Verben ergibt sich als semantische Kategorie. Im Gegensatz zu einer Einteilung unter syntaktischen Gesichtspunkten, etwa das Verb im Verhältnis zum Prädikat, Subjekt, zu den Objekten oder nach seiner Valenz.

So versprachlichen die Zustandsverben, dass es keine Änderung des zunächst beobachteten Zustandes gibt. Solche Verben erfassen also etwas Stetiges, das sich zwar in der Zeit vollzieht, jedoch keine Veränderung darstellt. Zustandsverben sind atelische Verben, die statische Relationen oder Sachverhalte beschreiben und kein typisches Agens als Subjekt verlangen.[1] Das Zustandsverb ist, wie auch Vorgangsverb und Tätigkeitsverb, eine semantisch bestimmte Subklasse der Wortart Verb.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispielwörter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • sein
  • bleiben
  • leben
  • liegen
  • stehen
  • wohnen
  • sitzen
  • wissen
  • glauben

Beispielsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter ist müde.
  • Das Blatt liegt auf dem Tisch.
  • Ich wohne im Schwarzwald.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Glück (Hrsg): Metzler-Lexikon Sprache. 2000.
  • Günter Drosdowski (Hrsg): Duden Grammatik der deutschen Gegenwartssprache 1984, S. 92 (dort weitere Literaturhinweise).
  • Der kleine Duden. 1988, S. 88f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden, Die Grammatik, 7. Aufl. (2005), ISBN 3-411-04047-5, Rn. 570