Zvolen
| Zvolen | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | Slowakei | |
| Kraj: | Banskobystrický kraj | |
| Okres: | Zvolen | |
| Region: | Pohronie | |
| Fläche: | 98,727 km² | |
| Einwohner: | 42.167 (31. Dez. 2019) | |
| Bevölkerungsdichte: | 427 Einwohner je km² | |
| Höhe: | 293 m n.m. | |
| Postleitzahl: | 960 01 | |
| Telefonvorwahl: | 0 45 | |
| Geographische Lage: | 48° 35′ N, 19° 8′ O | |
| Kfz-Kennzeichen: | ZV | |
| Kód obce: | 518158 | |
| Struktur | ||
| Gemeindeart: | Stadt | |
| Gliederung Stadtgebiet: | 6 Stadtteile | |
| Verwaltung (Stand: November 2018) | ||
| Bürgermeister: | Lenka Balkovičová | |
| Adresse: | Mestský úrad Zvolen Námestie slobody 22 96061 Zvolen | |
| Webpräsenz: | www.zvolen.sk | |
| Statistikinformation auf statistics.sk | ||
Zvolen (deutsch Altsohl, ungarisch Zólyom – älter auch Ózólyom, latein. Veterosolium) ist eine Stadt in der Mittelslowakei. Sie liegt an der Mündung des Flusses Slatina in den Hron/Gran und gibt einem Bezirk seinen Namen.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Stadt wurde 1135 zum ersten Mal erwähnt und gehört zu den ältesten frühgeschichtlichen Siedlungen der Slowakei, denn an der strategisch günstigen Stelle der Stadt kreuzten sich schon seit alters her bedeutende Handelswege. Von der ursprünglichen Wachtburg der Stadt, der heute sogenannten Pustý hrad (wörtlich „Wüste Burg“) am gegenüberliegenden Ufer der Stadt sind heute nur mehr Ruinen erhalten.
Unter Bela IV. erhielt Zvolen 1243 die Stadtrechte und 1274 unter König Ladislaus IV. weitreichende Privilegien.
In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts (1370–1382) ließ König Ludwig I. von Ungarn in dieser oberungarischen Stadt ein mächtiges Jagdschloss (Schloss Altsohl) als Sommersitz erbauen. In der Nähe der Stadt fand der Landtag von 1378 statt, auf dem seine Tochter Hedwig mit dem polnischen König Władysław II. Jagiełło verheiratet wurde.
Die ausgebauten und verbundenen Befestigungsanlagen des burgähnlichen Schlosses und der Stadt hielten den wiederholten Angriffen der Türken stand, wurden jedoch während des Aufstands von Franz II. Rákóczi (Ständeaufstand, um 1700) von den Aufständischen erobert.
Durch den Bahnanschluss 1871 entwickelte sich die Stadt zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt und Zentrum der Industrie. Die größte Ziegelei der Slowakei befindet sich hier, außerdem eine Hochschule für Forstwesen und Holzwirtschaft, ein Theater und Museen.
Während des Slowakischen Nationalaufstandes spielte die Stadt eine bedeutende Rolle; ein westlich des Schlosses aufgestellter Panzerzug erinnert daran. 1950 wurde die Technische Universität Zvolen gegründet, wodurch Zvolen zu einer Universitätsstadt wurde.
Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Stadt umfasst folgende 6 Stadtteile:
- Kráľová (deutsch Königsberg; 1980 eingemeindet)
- Lukové (1976 eingemeindet)
- Môťová (deutsch Matthiasdorf; 1946 eingemeindet)
- Neresnica
- Zolná (1976 eingemeindet)
- Zvolen
Das Stadtviertel Zvolenské Podhradie wurde schon 1888 eingemeindet und stellt keine eigene Verwaltungseinheit der Stadt dar.
Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ethnische Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Slowaken: 95,87 %
- Tschechen: 1,20 %
- Roma: 0,94 %
- Ungarn: 0,50 %
- Ukrainer: 0,05 %
- Deutsche: 0,03 %
Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Römisch-katholisch: 52,46 %
- Konfessionslos: 26,43 %
- Evangelisch: 15,04 %
- Griechisch-katholisch: 0,46 %
- Orthodox: 0,14 %
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- historischer Stadtkern mit:
- Marktplatz, gesäumt von spätgotischen, Renaissance- und Barockhäusern, dazu das
- Schloss Altsohl, erbaut anstelle eines mittelalterlichen Sakralbaus.
- Sankt Elisabeth-Kirche, 1381–1390 erbaut, mehrfach umgestaltet, mit erhalten gebliebener Renaissance-Ausstattung
- Stadtmuseum mit heimatkundlicher Ausstellung
- Reste der Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert
Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Seit 2007 ist Zvolen Mitglied der europäischen Städtevereinigung Douzelage, der Städte aus je einem Land der Europäischen Union angehören.[1]
Weitere Partnerstädte sind:[1]
| Stadt | Land |
|---|---|
| Imatra |
|
| Prachatice, Prachatitz |
|
| Riwne, Rowno |
|
| Tótkomlós |
|
| Zwoleń |
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Bálint Balassa (1554–1594), Dichter
- Karol Beck (* 1982), Tennisspieler
- Jozef Cíger-Hronský (1896–1960), Schriftsteller
- Joseph Kozáček (1807–1877), Theologe, Gründungsmitglied und Obmann der Matica slovenská
- Milan Lasica (* 1940), Humorist
- Ján Lašák (* 1979), Eishockeytorwart
- Vladimír Mečiar (* 1942), Politiker
- Anna Petrušová (* 1984), Fußballspielerin
- Andrej Podkonický (* 1978), Eishockeyspieler
- Filip Polášek (* 1985), Tennisspieler
- Jana Roziaková (* 1986), Fußballspielerin
- Samuel Rožnay (1787–1850), Seelsorger und Schriftsteller
- Dmitri Schitnikow (* 1989), russischer Handballspieler
- Zuzana Tomčíková (* 1988), Eishockeytorhüterin
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ a b Partnerské mestá. Abgerufen am 27. Oktober 2019.