Zvornik

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Zvornik
Зворник

Wappen von Zvornik

Zvornik (Bosnien und Herzegowina)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Republika Srpska
Gemeinde: Zvornik
Koordinaten: 44° 23′ N, 19° 6′ OKoordinaten: 44° 23′ 8″ N, 19° 6′ 14″ O
Höhe: 146 m. i. J.
Telefonvorwahl: +387 (0) 56
Postleitzahl: 75 404
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Zoran Stevanović (SNSD)
Webpräsenz:
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Über dieses Bild
Blick auf Zvornik
Die Drina in Zvornik

Zvornik (kyrillisch Зворник) ist eine Stadt im Nordosten von Bosnien und Herzegowina, sie ist Verwaltungssitz der Opština Zvornik. Die Stadt liegt auf dem Gebiet der Republika Srpska am linken Ufer der Drina, welche hier die Grenze zu Serbien bildet, südlich Bijeljinas. Südlich der Stadt befindet sich der angestaute Zvorniksee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1410 wurde Zvornik erstmals urkundlich erwähnt. 1433 kam die Burg Zvornik in den Besitz des serbischen Despoten Đurađ Branković, der im oberen Festungsteil einen Donjon errichten ließ. Um 1460 eroberten Osmanen den Ort und errichteten den unteren Teil der Festung, der über starke Wälle und 3 Türme an der Drina verfügte. Bei späteren Kämpfen zwischen Österreichern, Ungarn und Osmanen wurde die untere Festung stark beschädigt[1]. Noch heute sind die osmanischen Einflüsse an einigen Bauwerken aus jener Zeit deutlich zu erkennen.

Bis 1918 gehörte Zvornik zu Österreich-Ungarn und gelangte dann als Bestandteil von Bosnien-Herzegowina an Jugoslawien.

Zu Beginn des Bosnienkrieges wurde der Bürgermeister von den Vertretern der Serbischen Demokratischen Partei von Radovan Karadžić gezwungen, seine Polizei zu entwaffnen. Bald darauf begannen serbische Freischärler und Eliteeinheiten der Roten Barette aus Serbien, die Stadt anzugreifen. Dabei wurde die Stadt auch von auf dem serbischen Ufer der Drina stationierter Artillerie unter Beschuss genommen.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute bezeichnen sich die meisten Einwohner als Serben. Während des Bosnienkrieges wurden die Bosniaken sowohl aus der Stadt als auch aus der Gemeinde vertrieben.[3] Immer wieder werden in und um Zvornik Massengräber aus dieser Zeit aufgefunden.[3] Im Gegenzug wurden - auch zur Konsolidierung der „neuen Verhältnisse“ - serbische Flüchtlinge angesiedelt.[3] Dennoch ist mittlerweile ein relativ großer Teil der Bosniaken nach Zvornik zurückgekehrt.[3]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt und erfolgreich ist der Fußballklub FK Drina Zvornik.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lazar Trifunović: Kunstdenkmäler in Jugoslawien. Band 2. Edition Leipzig 1981.
  2. Nach Angaben von Jose Maria Mendiluce, UNHCR; In: Bruderkrieg in Jugoslawien, TV-Dokumentation
  3. a b c d Wendy Larner und William Walters (Hrsg.): Global governmentality: governing international spaces. London: Routledge, 2004, S. 151 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]